Diplomarbeit, 2003
139 Seiten, Note: 2,0
0. Einleitung
1. Definition und statistische Grundlagen
1.1 Definition des Begriffs Arbeitslosigkeit
1.2 Problematik der Verzerrung der Arbeitslosigkeit
1.3 Folgen der Arbeitslosigkeit
1.3.1 Gesamtwirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen
1.3.2 Folgen für den Einzelnen
2. Mögliche Ursachen der Arbeitslosigkeit
2.1 Niveaubedingte Ursachen
2.1.1 Die Keynesianische Erklärung der Arbeitslosigkeit
2.1.2 Die neoklassische Erklärung der Arbeitslosigkeit
2.2 Strukturbedingte Ursachen
2.2.1 Friktionelle Arbeitslosigkeit
2.2.2 Saisonale Arbeitslosigkeit
2.2.3 Strukturelle Arbeitslosigkeit
2.2.3.1 Veränderung der Arbeitsnachfrage
2.2.3.1.1 Technischer Fortschritt
2.2.3.1.2 Globalisierung
2.2.3.2 Mismatch-Arbeitslosigkeit
2.2.3.3 Demografische Faktoren
2.2.3.4 Arbeitsrechtlicher Rahmen
2.2.3.4.1 Kündigungsschutz
2.2.3.4.2 Befristete Arbeitsverhältnisse
2.2.3.5 Tarifpolitik
3. Arbeitslosigkeit in Deutschland
3.1 Statistische Betrachtungen
3.2 Besonderheiten die zur hohen Arbeitslosigkeit in den neuen Bundesländern führten
4. Wege aus der Arbeitslosigkeit
4.1 Arbeitsmarktpolitik in Deutschland
4.1.1 Grundlagen
4.1.2 Evaluation der aktiven Arbeitsmarktpolitik
4.1.3 Aktuelle Tendenzen
4.1.1.1 Agenda 2010
4.1.1.2 Hartz-Konzept
4.2 Alternative Wege
4.2.1 Niedriglohnstrategie
4.2.1.1 Negative Einkommensteuer
4.2.1.2 Aktivierende Sozialhilfe
4.2.1.3 Mainzer Modell
4.2.1.4 Magdeburger Alternative
4.2.1.5 Weitere Lohnsubventionsmodelle
4.2.2 Innovationen und Unternehmensgründungen
4.2.2.1 Finanzielle Basis
4.2.2.2 Infrastrukturelle Basis
4.2.2.3 Soziale und psychische Basis
4.2.3 Regionalpolitik/ -marketing
5. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen der Arbeitslosigkeit in Deutschland und analysiert verschiedene Lösungsansätze, um das Beschäftigungsniveau nachhaltig zu steigern und die strukturellen Defizite auf dem Arbeitsmarkt zu adressieren.
2.2.3.1.1 Technischer Fortschritt
Mit dem technischen Fortschritt werden nicht nur Produkt- und Prozessinnovationen beschrieben. Dieser Begriff kann auch organisatorische Verbesserungen umfassen (Brinkmann 1999:184). Produktinnovationen die eine Basisinnovation darstellen, können eine Veränderung der Nachfrage und der sektoralen Struktur bewirkten (Kromphardt 1987:46).
Gegenwärtig ist etwa die Hälfte der Deutschen der Meinung, dass technischer Fortschritt zum Abbau von Beschäftigung führt (Friedrich/Wiedemeyer 1994:84). Treue, Pönicke und Manegold haben bereits 1966 Texte zusammengetragen, die unter anderem Ängste und Gegenstimmen zu diesem Thema wiederspiegeln. Die Angst vor technischen Erfindungen ist also nicht neu und bezog sich nicht nur auf die Auswirkungen auf die Beschäftigung. Einige muten heute eher seltsam an, wie das nachfolgende Zitat des Bayrischen Obermedizinalkollegiums von 1838 zur Eisenbahn zeigt (Treue/ Pönicke/Manegold 1966:84):
„Die schnelle Bewegung muß [sic] bei den Reisenden unfehlbar eine Gehirnkrankheit, eine besondere Art des delirium furiosium erzeugen. Wollen aber dennoch Reisende dieser gräßlichen [sic] Gefahr trotzen, so muß [sic] der Staat wenigstens die Zuschauer schützen, denn sonst verfallen diese beim Anblick des schnell dahinfahrenden Dampfwagens genau derselben Gehirnkrankheit. Es ist daher notwendig, die Bahnstelle auf beiden Seiten mit einem hohen Bretterzaun einzufassen.“
0. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und der Forschungsfrage im Kontext der aktuellen wirtschaftlichen Situation in Deutschland.
1. Definition und statistische Grundlagen: Erläuterung der Begriffe zur Arbeitslosigkeit und methodische Auseinandersetzung mit der Aussagekraft der statistischen Daten.
2. Mögliche Ursachen der Arbeitslosigkeit: Untersuchung von niveaubedingten und strukturellen Ursachen, inklusive technologischem Wandel und arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen.
3. Arbeitslosigkeit in Deutschland: Statistische Analyse der Entwicklung und Besonderheiten, insbesondere im Hinblick auf die neuen Bundesländer.
4. Wege aus der Arbeitslosigkeit: Überprüfung aktiver Arbeitsmarktpolitik, Reformkonzepte und alternativer Strategien wie Niedriglohnmodelle und Innovationsförderung.
5. Resümee: Synthese der Ergebnisse und Schlussfolgerungen für die künftige Arbeitsmarktpolitik.
Arbeitslosigkeit, Arbeitsmarktpolitik, Strukturwandel, Technischer Fortschritt, Globalisierung, Niedriglohnsektor, Agenda 2010, Hartz-Konzept, Kündigungsschutz, Tarifflexibilisierung, Existenzgründungen, Personal-Service-Agenturen, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Langzeitarbeitslosigkeit, Mismatch-Problematik.
Die Diplomarbeit analysiert die Ursachen der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland und bewertet verschiedene beschäftigungspolitische Lösungsmöglichkeiten.
Die Arbeit behandelt die Unterscheidung zwischen konjunkturellen und strukturellen Ursachen, die Rolle von Tarifpolitik, Kündigungsschutz, Globalisierung sowie die Wirksamkeit staatlicher Maßnahmen wie aktiver Arbeitsmarktpolitik.
Das Ziel ist es, ursachenadäquate Lösungen für die verschiedenen Arten der Arbeitslosigkeit aufzuzeigen und dabei insbesondere die Wirksamkeit politischer Reformansätze kritisch zu hinterfragen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse wirtschaftswissenschaftlicher Theorien und der Auswertung statistischer Daten des IAB und des Statistischen Bundesamtes.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse (niveaubedingt und strukturell) sowie die detaillierte Untersuchung von Reformansätzen wie dem Hartz-Konzept, dem Mainzer Modell und Strategien zur Förderung von Unternehmensgründungen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Strukturelle Arbeitslosigkeit", "Arbeitsmarktflexibilisierung", "Tarifbindung" und "Transformationskrise" in den neuen Bundesländern geprägt.
Die neuen Bundesländer weisen spezifische strukturelle Probleme durch den Transformationsprozess von der Plan- zur Marktwirtschaft auf, die eine gesonderte Betrachtung der Ursachen und Lösungsansätze erforderlich machen.
Die Autorin betrachtet das Hartz-Konzept als einen Schritt in die richtige Richtung zur Verbesserung der Vermittlungsprozesse, weist jedoch darauf hin, dass es allein keine ausreichende Beschäftigungswachstumsdynamik entfalten kann.
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