Bachelorarbeit, 2015
60 Seiten, Note: 2,1
1 Situationsbeschreibung
1.1 Demographische Auswirkungen auf Pflegebedürftigkeit im ambulanten Versorgungsbereich
1.2 Beschreibung der kommunalen Ausgangssituation und Darstellung der Projektidee
2 Theoretische Grundlagen des Projektmanagements
2.1 Aufgaben und Ziele des Projektmanagements
2.2 Projektmerkmale
2.3 Die Organisation von Projekten
2.4 Projektarten und Organisationsformen
2.5 Die Projektleitung
2.6 Die Projektplanung
2.7 Das Phasenkonzept
2.7.1 Die Initialisierungsphase
2.7.1.1 Benchmarking
2.7.1.2 Situations- und Risikobeurteilung
2.7.1.3 Projektorganisation
2.7.2. Die Vorstudienphase
2.7.2.1 Projektstruktur durch Meilensteine
2.7.2.2 Projektteam und Kommunikationsstrukturen
2.7.3 Die Konzeptphase
2.7.4 Die Realisierungsphase
2.7.5 Die Einführungsphase
2.8 Evaluation und Qualitätsmanagement
3. Umsetzung einer strategischen Projektplanung nach dem Phasenkonzept mit Methoden und Instrumenten des Projektmanagements
3.1 Beschreibung der Initialisierungsphase des Großprojektes
3.1.1 Idee, Projektantrag und Auftragsklärung
3.1.2. Überprüfung der Projektwürdigkeit
3.1.3 Information und Dokumente
3.1.4 Erste Betrachtung von Wirtschaftlichkeit und Nutzen
3.1.5 Abschluss der Initialisierungsphase und Projektauftrag
3.2 Erläuterung der Planungsschritte und strategischen Methoden in der Vorstudienphase
3.2.1 Das Kick- Off- Meeting
3.2.2 Erarbeitung des Projektstrukturplans
3.2.3 Marktanalyse, Risikobeurteilung und Umfeldanalyse
3.2.4 Wirtschaftlichkeitsbeurteilung des Projektes
3.2.4.1 Kostenvergleichsrechnung und Gewinnvergleichsrechnung
3.2.4.2 Rentabilitätsrechnung und Amortisationsrechnung
3.2.4.3 Dynamische Verfahren zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit
3.2.5 Teambildung und Kommunikation
3.2.6 Abschluss der Vorstudienphase und Vorbereitung der Konzeptphase
3.3 Beschreibung der Konzeptphase
3.3.1 Marketing
3.3.2 Kommunikation als Marketingmedium
4 Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse und Ausblick
5 Erste Handlungsempfehlungen zur Initiierung von Gesundheits- und Sozialprojekten für Kommunen und Verantwortliche
6 Kritische Anmerkungen und Schlussfolgerungen
6.1 Gesundheitspolitische Kritik und Literaturkritik
6.2 Persönliches Fazit und eigene Gedanken
Die Arbeit befasst sich mit der Initiierung und strategischen Planung kommunaler Sozialprojekte zur Verbesserung der Pflege- und Betreuungsangebote in ländlichen Regionen unter Berücksichtigung begrenzter finanzieller Ressourcen.
3.2.1 Das Kick- Off- Meeting
Ist die Umsetzung des bisher nur theoretisch bestehenden Projektes entschieden, müssen Entscheidungsträger und an der Durchführung Beteiligte an einem gemeinsamen Tisch zusammengebracht und über Inhalt und Ziele des Projektes informiert werden. Dieses sogenannte „Kick- Off-Meeting“ dient der offiziellen Vorstellung von Projektleitung und Projektträger, dem Kennenlernen und einem ersten gemeinsamen kommunikativen Austausch.88 Schon bestehende Erwartungen und Ziele, aber auch Ängste, Kritiken und Regelungen werden angesprochen, sowie weitere Termine vereinbart. Die Zusammensetzung des kommunalen Projektteams wird im beschriebenen Fall durch die Projektleitung bestimmt. Bei der Auswahl wurden vor allem die Kriterien von Kuster et al. beachtet, die Wert auf professionelle, interdisziplinäre und motivierte Teammitglieder legen.89
Die Beziehung innerhalb des Teams sollte daher nicht von enormen Machtgefällen geprägt sein, denn nach Greving ist ein Grundgedanke der Projektarbeit die Interdisziplinarität im Sinne einer grundsätzlichen Gleichrangigkeit aller Projektbeteiligten unter der Projektleitung, 90 daher wären komplementäre Macht- und Kommunikationsstrukturen kontraproduktiv. Als verantwortliches Gremium besteht das Projektteam aus der Projektleitung, dem Bürgermeister als Auftraggeber, einem bereits in der Kommune angestellten Sozialarbeiter, einer niedergelassenen Hausärztin, einer Gesundheits- und Krankenschwester und, stellvertretend für die therapeutischen Berufe, einer Musikwissenschaftlerin (M.A.) aus dem Fachbereich der Musikgeragogik. Dieses Gremium evaluiert gemeinsam in vorher festgelegten Abständen den Projektverlauf und plant weitere notwendige Schritte. 91 So sind die in erster Linie fachlich wichtigen Disziplinen- Medizin, Pflege, Therapieberufe, Soziale Arbeit und Verwaltung/ Politik- zu Beginn vernetzt und in all Ihren Sichtweisen in die Entscheidungen einbezogen. Es handelt sich in der Struktur um eine reine Projektorganisation, denn die Gruppe ist nicht in die Strukturen der Kommune eingebunden, sondern untersteht lediglich dem Projektträger.
1 Situationsbeschreibung: Analyse der demographischen Herausforderungen im ambulanten Versorgungsbereich und Darstellung der Ausgangslage in einer kleineren Kommune.
2 Theoretische Grundlagen des Projektmanagements: Definition von Projekten und Management, Vorstellung des Phasenkonzepts sowie Erläuterung von Projektarten und Organisationsformen.
3. Umsetzung einer strategischen Projektplanung nach dem Phasenkonzept mit Methoden und Instrumenten des Projektmanagements: Praktische Anwendung der initialen Projektphasen (Initialisierung, Vorstudie, Konzept) auf das geplante kommunale Projekt inklusive Wirtschafts- und Umfeldanalysen.
4 Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse und Ausblick: Bilanzierung des Erreichten nach einem halben Jahr Projektlaufzeit und Ausblick auf die weiteren Phasen.
5 Erste Handlungsempfehlungen zur Initiierung von Gesundheits- und Sozialprojekten für Kommunen und Verantwortliche: Bereitstellung praktischer Tipps für Verantwortliche zur Initiierung und Durchführung von Projekten in der Kommune.
6 Kritische Anmerkungen und Schlussfolgerungen: Reflektion über gesundheitspolitische Rahmenbedingungen, die Hürden der Umsetzung und das eigene Vorgehen der Projektleitung.
Gesundheitsmanagement, Sozialmanagement, kommunale Projekte, Projektmanagement, Phasenkonzept, Managed Care, Demenzbetreuung, ambulante Versorgung, Wirtschaftlichkeitsbeurteilung, Projektmarketing, Kommunale Gesundheitsförderung, Interdisziplinarität, Strukturplanung, Stakeholder-Analyse, Versorgungsmanagement.
Die Arbeit thematisiert die Planung und Initiierung eines kommunalen Sozialprojektes zur Verbesserung der niederschwelligen Betreuungsangebote, insbesondere für an Demenz erkrankte Menschen, unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem professionellen Projektmanagement, der strategischen Planung im Gesundheits- und Sozialwesen sowie der Einbindung lokaler Akteure in ein vernetztes Managed-Care-Modell.
Das Hauptziel ist es, praktikable Handlungsansätze für kommunale Verantwortliche aufzuzeigen, wie soziale Großprojekte trotz begrenzter Eigenmittel geplant, finanziert und erfolgreich initiiert werden können.
Die Autorin nutzt eine strukturierte Projektplanung nach dem Phasenmodell, untermauert durch theoretische Ansätze des Projektmanagements, der Betriebswirtschaft (z. B. Wirtschaftlichkeitsberechnungen) und der Gesundheitswissenschaften (z. B. Modell der rationalen Gesundheitsplanung).
Im Hauptteil wird der praktische Projektverlauf (Initialisierung, Vorstudie, Konzept) anhand einer ländlichen Kommune mit ca. 4000 Einwohnern detailliert beschrieben und mit den gewählten Managementinstrumenten verknüpft.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Gesundheitsmanagement, kommunale Projektentwicklung, Phasenkonzept, Managed Care, Finanzierung und Netzwerkarbeit im Sozialbereich.
Die prekäre Finanzlage (Kommunaler Schutzschirm) erfordert den Ausschluss von Eigenkapitalinvestitionen, was die Notwendigkeit von Fördergeldern, Sponsoring und einer effizienten Vernetzung bestehender Ressourcen unterstreicht.
Aufgrund der Komplexität des Projektes im sozialen Umfeld ist eine breite fachliche Perspektive (Medizin, Pflege, Sozialarbeit, Verwaltung) essenziell, um bedarfsgerechte Lösungen zu entwickeln und die Akzeptanz bei allen Beteiligten zu erhöhen.
Marketing dient hier nicht der Produktwerbung, sondern der strategischen Überzeugung der Entscheidungsträger und Stakeholder durch Angstreduktion und klare Kommunikation der sozialen und wirtschaftlichen Vorteile des Projektes.
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