Bachelorarbeit, 2015
82 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Grundlagen und Konzepte
2.1 KMU – Bestimmung und Abgrenzungen
2.2 Vergaberecht/Vergabeordnungen
2.3 Öffentliche Auftragswesen/Auftraggeber
3 Systematik und Rechtsgrundlagen der öffentlichen Auftragsvergabe in Deutschland
3.1 Bestimmungen des Vergaberechts
3.2 Vergabeverfahren
4 Öffentliche Auftragsvergabe und KMU im europäischen Rahmen
4.1 Vereinheitlichung der Regelungen auf dem Weg zum gemeinsamen Binnenmarkt
4.2 Novellierung der Bestimmungen zur öffentlichen Auftragsvergabe
4.2.1 Vereinfachung und Transparenz
4.2.2 E-Vergabe
4.2.3 Lebenszykluskosten – Innovation
5 Nationales und europäisches Vergaberecht in der Praxis: Ergebnisse einer Befragung von KMU-Beratungsstellen
5.1 Methodisches Vorgehen
5.1.1 Das Experteninterview als Forschungsmethode
5.1.2 Auswahl der Experten – Beschreibung des Sample
5.1.3 Principal - Agent - Problematik
5.2 Ergebnisse
5.2.1 Potentiale für KMU
5.2.2 Hemmnisse für KMU
5.2.3 Gesamteinschätzung
6 Handlungsempfehlungen
7 Zusammenfassung, kritische Reflexion und Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob und wie KMU die bestehenden Vergabevorschriften effizient in ihrer Praxis umsetzen können und welche spezifischen Hindernisse dabei bestehen. Das Ziel ist es, durch eine empirische Erhebung bei Experten aus Auftragsberatungsstellen Chancen und Risiken der öffentlichen Auftragsvergabe aus Sicht von KMU zu identifizieren.
5.1.1 Das Experteninterview als Forschungsmethode
Das themenzentrierte Experteninterview eignet sich besonders bei der Exploration einer Forschungsfrage. Hiermit können die Erfahrungen aus der Praxis, die Experten in ihren Tätigkeitsbereichen zu einem Themenbereich täglich erheben, zur Erschließung eines Forschungsfeldes resp. zur Beantwortung einer ausgewählten Forschungsfragestellung genutzt werden.83 Informationen hinsichtlich der Potentiale und Hemmnisse der öffentlichen Auftragsvergabe für KMU, die in der Unternehmens- und Beratungspraxis real zum Tragen kommen, können so erhoben werden und in den Forschungsprozess einfließen. Die Methode des themenzentrierten Experteninterviews wurde auch gewählt, weil hiermit nicht nur theoretisches Hintergrundwissen und Annahmen über das ausgewählte Forschungsfeld abgefragt werden können, sondern diese Erhebungsform auch Einsichten in die berufliche Realität und das professionelle Handeln der Interviewpartner erlaubt. Zur Erhebung der Experteninterviews ist ein thematischer Leitfaden mit klar formulierten Themenstellungen zu entwickeln.84 Gleichzeitig besteht im Interview jederzeit die Möglichkeit, mit Zusatzfragen auf die Antworten des Befragten einzugehen. Die Strukturierung der Fragen ermöglicht aber auch Vergleiche unterschiedlicher Personen; zur Validierung einzelner Aussagen ist ggf. eine Triangulation nötig.85 Die Durchführung eines teilstrukturierten Experteninterviews erfordert nicht nur thematische Kompetenz, sondern auch eine erhöhte Sensibilität für die Interviewsituation, die Fähigkeit zu aktivem Zuhören und nicht zuletzt Disziplin. Die zwischenmenschliche Ebene ist besonders zu beachten, da sich die Befragten zu konkreten Problemstellungen aus ihren beruflichen Engagements äußern. Daher sollte der Interviewer stets auch Verständnis für die befragte Person und ihre Funktion, für von ihr ggf. beschriebene Konflikte etc. zeigen.86 Grundsätzlich ist die Durchführung eines themenzentrierten Experteninterviews in gewissen Grenzen flexibel zu handhaben. Es bestehen für die Durchführung im engeren Sinn keine festen Vorgaben, sondern diese ist abhängig von
• dem Ziel der Forschung,
• der Art der zu erfragenden Informationen,
• der Persönlichkeit der Befragten,
• dem Stand der Forschung.
1 Einleitung: Hier wird die Relevanz öffentlicher Aufträge für die Wirtschaft betont und die zentrale Forschungsfrage zur Praxisumsetzung der Vergaberegeln durch KMU definiert.
2 Grundlagen und Konzepte: Dieses Kapitel liefert eine einheitliche Definition von KMU sowie einen Überblick über das Vergaberecht und die Rolle öffentlicher Auftraggeber.
3 Systematik und Rechtsgrundlagen der öffentlichen Auftragsvergabe in Deutschland: Es werden die geltenden gesetzlichen Normen und die wesentlichen Vergabeverfahren in Deutschland skizziert.
4 Öffentliche Auftragsvergabe und KMU im europäischen Rahmen: Das Kapitel behandelt die Vereinheitlichung der Regeln im europäischen Binnenmarkt und analysiert die Novellierung der EU-Bestimmungen hinsichtlich KMU-Relevanz.
5 Nationales und europäisches Vergaberecht in der Praxis: Ergebnisse einer Befragung von KMU-Beratungsstellen: Dieses Kapitel präsentiert die empirische Untersuchung, beginnend mit der methodischen Vorgehensweise bis hin zur detaillierten Auswertung der Experteninterviews.
6 Handlungsempfehlungen: Basierend auf den Ergebnissen werden konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Teilhabe von KMU an öffentlichen Ausschreibungen formuliert.
7 Zusammenfassung, kritische Reflexion und Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse kritisch gewürdigt und zukünftige Entwicklungen skizziert.
Öffentliche Auftragsvergabe, KMU, Vergaberecht, E-Vergabe, Experteninterview, KMU-Beratungsstellen, KMU-Förderung, Mittelstand, Transparenz, Wettbewerb, Beschaffung, Principal-Agent-Problematik, EU-Binnenmarkt, Handlungsempfehlungen, Praxisumsetzung.
Die Arbeit analysiert die Situation von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Kontext der öffentlichen Auftragsvergabe und untersucht, wie diese von den bestehenden nationalen und europäischen Regelungen profitieren oder dadurch gehemmt werden.
Zentral sind die rechtlichen Rahmenbedingungen der Auftragsvergabe, die Rolle von KMU in der europäischen Wirtschaft, die Digitalisierung des Beschaffungswesens sowie die Rolle spezialisierter Beratungsstellen.
Die Forschungsfrage lautet, wie Experten in Auftragsberatungsstellen die Potenziale, Chancen und Hemmnisse für KMU bei der Vergabe öffentlicher Aufträge beurteilen und ob die gesetzlichen Regelungen in der Praxis tatsächlich KMU-freundlich umsetzbar sind.
Die Arbeit stützt sich auf eine empirische Erhebung in Form von themenzentrierten, teilstrukturierten Experteninterviews mit Vertretern von Auftragsberatungsstellen und KMU.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der rechtlichen Grundlagen sowie eine umfangreiche Auswertung der empirischen Befragung, in der Potenziale und spezifische Hemmnisse detailliert analysiert werden.
Wichtige Begriffe sind unter anderem öffentliche Auftragsvergabe, KMU, Vergaberecht, E-Vergabe, Experteninterview und Mittelstandsförderung.
Das Modell wird genutzt, um die Informationsasymmetrien zwischen den KMU (Principal) und den spezialisierten Beratern (Agent) zu beschreiben, da die Berater über tieferes Wissen zu Vergabeverfahren verfügen als die Unternehmen selbst.
Sie fungieren als zentrale Vermittler und Kompetenzzentren, die KMU bei der Akquise unterstützen, über rechtliche Aspekte informieren und durch Präqualifizierungssysteme die Teilhabe an Ausschreibungen erleichtern.
Die E-Vergabe gilt als wesentliches Element zur Steigerung von Effizienz und Transparenz, wobei die Experten jedoch auf anhaltende Implementierungshürden und den Bedarf an einheitlichen Standards hinweisen.
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