Diplomarbeit, 2004
90 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Jugendphase
2.1 Übergang Kindheitsalter zum Jugendalter
2.2 Übergang Jugendalter zum Erwachsenenalter
3. Theoretische Ansätze zur Analyse der Lebensphase Jugend
3.1 Strukturfunktionalistische und rollentheoretische Ansätze
3.2 Entwicklungsbezogene, psychodynamische Ansätze
3.2.1 Die psychosoziale Entwicklungstheorie nach Erikson
3.2.2 Theoretischer Ansatz nach Piaget
3.3 Systemtheoretische – ökologische Ansätze
3.3.1 Der ökologische Ansatz nach Bronfenbrenner
3.3.2 Der sozialökologische Ansatz nach Baacke
3.3.3 Systemtheoretische Ansätze
3.4 Reflexiv-handlungstheoretische Ansätze
3.5 Sozialisationstheoretischer Ansatz nach Hurrelmann: Individuation und Integration im Jugendalter
3.6 Bedingungen und Folgen misslingender Sozialisation
3.7 Bedeutung der Theorien für die soziale Arbeit
4. Jugendkriminalität
4.1 Zum Begriff Kriminalität
4.2 Zum Begriff Jugendkriminalität
4.3 Entwicklung der Jugendkriminalität
4.3.1 Kritik an den empirischen Befunden
4.4 Unterscheidung nach Kriminalitätsarten
4.5 Sozialprofile der Jugendstraftäter
5. Theorien zur Jugendkriminalität
5.1 Psychoanalytische Ansätze
5.2 Subkulturtheorien
5.2.1 Die Subkulturtheorie nach Cohen
5.3 Anomietheorien
5.3.1 Anomietheorie nach Merton
5.4 Bindungs- und Kontrolltheorien
5.5 Sozialisationstheorien
5.6 Theorien des Labeling Approach
5.6.1 Primäre und sekundäre Devianz nach Lemert
5.6.2 Die Grundlagen des Labeling Approach nach Becker
5.6.3 Der radikale Ansatz nach Sack
5.7 Beurteilung der Theorien in Bezug auf die Soziale Arbeit
6. Kriminalprävention
6.1 Möglichkeiten der Prävention gegen Jugendkriminalität
6.2 Generalprävention
6.3 Spezialprävention
7. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Bedeutung jugend- und kriminalitätstheoretischer Erklärungsansätze für die Soziale Arbeit. Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Lebensphase Jugend sowie die Ursachen von Jugendkriminalität zu entwickeln und aufzuzeigen, wie die Soziale Arbeit präventiv und unterstützend einwirken kann, um delinquentes Verhalten zu minimieren.
3.1 Strukturfunktionalistische und rollentheoretische Ansätze
In der Psychologie sind diese vor allem die Lerntheorien. Diese Ansätze orientieren sich an dem mechanischen Modell der Beziehungen von Personen zu ihrer Umwelt. Das Verhalten des Menschen wird als Ergebnis der Reaktionen der Umwelt erklärt. Genetische Faktoren und die Auswirkungen von Reifungsprozessen werden nicht berücksichtigt. Die Lerntheorie „geht von der Annahme einer prinzipiell unbegrenzten Formbarkeit der menschlichen Persönlichkeit aus.“ Bei der Geburt eines Menschen sind keine Verhaltensschemata vorgegeben, Verhaltenweisen und Handlungskompetenzen werden somit erst durch Erfahrungen und Lernprozesse aufgebaut.
In der Soziologie sind die wichtigsten Ansätze die Rollentheorien. Eine der wichtigsten Theorien, die lange Zeit vorherrschend war, ist der Strukturfunktionalismus. Der Strukturfunktionalismus ist eine systemische Betrachtungsweise, die sich an dem Gesellschaftserhalt und der sozialen Stabilisierung orientiert. Vorherrschend war hier lange Zeit die jugendtheoretische Analyse von Eisenstadt (1966). „In dieser Konzeption wird Jugend als eine kollektiv organisierte Statuspassage verstanden, in der die strukturell vorgegebene Kluft zwischen den sozialen Motiven und Interessen der Jugendlichen- und der Erwachsenengesellschaft verarbeitet wird.“ Es wird angenommen, dass das Verhältnis von Jugend und Gesellschaft von Problemen und Spannungen geprägt ist. Die Abgrenzung der Jugendlichen zu den Erwachsenen ist eine kulturelle Differenzierung, die damit verbunden ist, dass die Kontakte zu Gleichaltrigen wichtiger werden. Durch den verstärkten Kontakt der Jugendlichen untereinander wird eine „jugendliche Subkultur“ herausgebildet, die eigene Werte, Ziele und Verhaltensmuster hervor bringt.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle gesellschaftliche Debatte um Jugendkriminalität und skizziert das Vorhaben, die Lebensphase Jugend sowie Theorien zu abweichendem Verhalten im Kontext der Sozialen Arbeit zu untersuchen.
2. Jugendphase: Dieses Kapitel definiert die Jugendphase als moderne, oft unscharf begrenzte Lebensphase und diskutiert verschiedene Ansätze zur Abgrenzung, wie Altersphasen, Statuspassagen und individuelle Entwicklungsaufgaben.
3. Theoretische Ansätze zur Analyse der Lebensphase Jugend: Es werden zentrale psychologische und soziologische Theorien vorgestellt, die ein Verständnis der Persönlichkeitsentwicklung im Kontext von Umwelt und Sozialisation ermöglichen.
4. Jugendkriminalität: Hier wird Jugendkriminalität als spezifische Form abweichenden Verhaltens definiert, ihre Entwicklung statistisch betrachtet und kritisch hinterfragt.
5. Theorien zur Jugendkriminalität: Dieses Kapitel präsentiert verschiedene Erklärungsansätze für delinquentes Verhalten, darunter psychoanalytische, subkulturtheoretische, anomietheoretische sowie kontroll- und etikettierungstheoretische Modelle.
6. Kriminalprävention: Der Fokus liegt auf Strategien zur Verhinderung von Kriminalität durch Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention und der spezifischen Rolle der Kinder- und Jugendhilfe.
7. Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst zusammen, dass Jugendkriminalität ein komplexes, multifaktorielles Phänomen ist, bei dem die Soziale Arbeit durch Unterstützung, Strukturierung der Lebenswelt und Förderung von Handlungskompetenzen präventiv wirken sollte.
Jugendphase, Jugendkriminalität, Sozialisation, Persönlichkeitsentwicklung, Sozialarbeit, Prävention, Anomietheorie, Labeling Approach, Delinquenz, Bindungstheorie, Selbstkontrolle, Lebensweltorientierung, Sozialisationstheorie, Subkulturtheorie, Statuspassagen
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Bedeutung jugend- und kriminalitätstheoretischer Erklärungsansätze und deren Anwendungsmöglichkeiten in der Sozialen Arbeit.
Die Arbeit thematisiert die Merkmale der Lebensphase Jugend, die Ursachen und Erscheinungsformen von Jugendkriminalität sowie verschiedene wissenschaftliche Theorien zu abweichendem Verhalten.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie theoretisches Wissen über Jugend und Kriminalität dazu beitragen kann, die Soziale Arbeit lebensweltorientierter zu gestalten, um Jugendliche in ihrer Entwicklung zu unterstützen und delinquentes Verhalten präventiv zu vermeiden.
Die Arbeit greift auf eine Vielzahl psychologischer und soziologischer Theorien zurück, darunter psychoanalytische Ansätze, Bindungs- und Kontrolltheorien, den Labeling Approach sowie sozialisations- und subkulturtheoretische Modelle.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Jugendphase, die Darstellung theoretischer Konzepte zur Kriminalitätsentstehung und die Diskussion von Präventionsstrategien im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Jugendphase, Jugendkriminalität, Sozialisation, Prävention, Soziale Arbeit und verschiedene kriminologische Theorieansätze.
Der Labeling Approach verdeutlicht, dass Kriminalität auch ein Produkt gesellschaftlicher Zuschreibungsprozesse ist. Für die Soziale Arbeit bedeutet dies, die Gefahr einer Stigmatisierung durch Etikettierung zu erkennen und die Lebenswelt der Klienten differenziert zu betrachten.
Der Autor ordnet dem JGG primär eine erziehende Wirkung zu, sieht jedoch die Wirksamkeit von repressiven Maßnahmen wie dem Arrest kritisch, da hohe Rückfallquoten zu verzeichnen sind.
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