Diplomarbeit, 2004
93 Seiten, Note: 1,6
Vorwort
1. Einleitung
2. Eine neue Stimme, aber eine alte Bewegung – Frauenbewegung USA
2.1. Erste Welle Feminismus
2.1.1 Wie alles begann
2.1.2 Die Ziele
2.1.3 Die Welle läuft aus
2.2. Zweite Welle Feminismus
2.2.1 Eine neue Welle
2.2.2 Die Ziele der Bewegung
2.2.3 Die Welle läuft aus
2.3. Dritte Welle Feminismus
2.3.1 Begriffsklärung: Postfeminismus oder Dritte Welle
2.3.2 Was ist die dritte Welle?
2.3.3 Gemeinsamkeiten mit vorherigen Wellen
2.3.4 Unterschiede zu vorherigen Wellen
2.3.5 Wie geht es weiter?
3. Revolution, Grrrl-Style, Now!
3.1. Ursprung
3.2. Starting the Riot
3.3 Ebenen der Revolution
3.3.1 Musik
3.3.2 Fanzines
3.3.3 Internet
3.3.4 Filme
3.3.5 Ladyfest
3.3.6 Institutionen
3.4 Ziele der Bewegung
3.5 Kommerzialisierung
3.5.1 Reaktion der Medien: she-devil
3.5.2 Vermarktung – Girl Power, vom Schlagwort zum Trend
3.6 Transformation
3.6.1 Entering the real world
3.6.2 Erwachsen Werden – Das Ende der Bewegung?
4. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, ob die Riot Grrrl-Bewegung lediglich ein flüchtiger Modetrend der 1990er Jahre war oder als eine ernstzunehmende, eigenständige Ausprägung der dritten Welle des US-amerikanischen Feminismus zu klassifizieren ist. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Identität, den Aktivismus und die politische Relevanz der Bewegung.
3.1 Ursprung
“Something was happening in our Community, we realized how important the whole punk you-can-do-anything idea was for women.”
- Kathleen Hanna
Riot Grrrl hat Aspekte der Punk Szene adaptiert, mit Feminismus kombiniert und zu einem effektiven Instrument im Kampf gegen Unterdrückung gemacht. Hätten sie aber die entsprechenden Grundlagen hierfür nicht gehabt, hätte es bestimmte Entwicklungen nicht gegeben, die ihnen den Weg geebnet haben, so wäre die Riot Grrrl Bewegung nie entstanden.
„Do It Yourself“ (DIY) war die Philosophie der Punk-Rock-Bewegung in den 1970er Jahren in Bezug auf Musik, Mode, Politik usw. Die Punk-Ästhetik wird als minimalistisch, amateurhaft und ungeschliffen beschrieben. Sie lehnen das kapitalistische System – den Mainstream – ab, somit organisierten und produzierten sich die Punks und ihre Musik selbst. Selten hatten sie Gelegenheit in öffentlichen Proberäumen zu proben, also trafen sie sich in Garagen und Kellerräumen. Öffentliche Auftritte wurden nicht gefördert, deshalb fanden diese in angeeigneten Räumen, wie besetzten Häusern o.ä. statt. Festivals wurden organisiert und somit Auftrittsmöglichkeiten geschaffen. Sie produzierten außerdem Fanzines (Fan-Zines / selbst produzierte [Maga]Zines – siehe S. 63 ff) in denen sie über Musik und Politik schrieben und welche sie benutzten um Informationen auszutauschen und sich gegenseitig über Konzerttermine, neue Platten usw. zu informieren.
Vorwort: Einleitende Bemerkungen zur Motivation und zum Rahmen der Arbeit.
1. Einleitung: Darstellung der Riot Grrrl-Bewegung als durch Punk und DIY inspirierte, jedoch oft falsch interpretierte kulturelle Kraft.
2. Eine neue Stimme, aber eine alte Bewegung – Frauenbewegung USA: Umfassender historischer Abriss über die erste, zweite und dritte Welle des Feminismus in den USA.
3. Revolution, Grrrl-Style, Now!: Detaillierte Betrachtung der Riot Grrrl-Bewegung, ihrer Entstehung, Methoden und Auswirkungen.
4. Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse über die Bedeutung und Nachhaltigkeit der Riot Grrrl-Bewegung als Teil der feministischen Geschichte.
Riot Grrrl, Dritte Welle Feminismus, Punk-Rock, DIY-Ethik, Frauenbewegung, USA, Fanzines, Medienkritik, Girl Power, politische Partizipation, Empowerment, Identität, Subkultur, Patriarchat, Gender Order.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Riot Grrrl-Bewegung und der Frage, ob diese als kurzlebiger Modetrend oder als legitimer und bedeutsamer Teil der dritten Welle des Feminismus zu betrachten ist.
Die Arbeit deckt die Geschichte der US-amerikanischen Frauenbewegung ab, analysiert den Punk-Rock-Hintergrund der Riot Grrrls und untersucht deren spezifischen feministischen Aktivismus.
Das Ziel ist es, den Beitrag von Riot Grrrl zur feministischen Theorie und Praxis zu bestimmen und herauszuarbeiten, warum die Bewegung trotz ihrer subkulturellen Verankerung mehr als bloße Modeerscheinung ist.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung von Primärquellen wie Fanzines und Interviews sowie einer historischen Kontextualisierung sozialer Bewegungen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Wellen des Feminismus und eine detaillierte Untersuchung der Riot Grrrls (Ursprung, Mediennutzung, Ziele, Kommerzialisierung, Transformation).
Zu den prägenden Begriffen gehören Riot Grrrl, Punk-Rock, DIY, dritte Welle Feminismus, Identitätspolitik, Empowerment und Medienkritik.
Die DIY-Philosophie des Punks bot den Mädchen die notwendigen Strukturen, um unabhängig vom Mainstream eigene Musik zu produzieren und politische Netzwerke aufzubauen.
Die Spannungen ergaben sich aus dem Wunsch der dritten Welle nach mehr Flexibilität und Individualität gegenüber den teilweise als starr empfundenen institutionellen Strukturen der zweiten Welle.
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