Bachelorarbeit, 2015
40 Seiten, Note: 2
Einleitung
Grundbegriffe
1. Kommerzialisierung der Mikrofinanzierung
1.1. Der Weg zur Kommerzialisierung der Mikrokredite
1.2. Kommerzialisierung der Mikrofinanzinstitutionen
1.3. Kritik an die Kommerzialisierung von MFI
2. Grameen Bank
2.1. Muhammad Yunus – Banker
2.2. Entstehungsgeschichte der Grameen Bank
2.3. Die Arbeitsweise der Grameen Bank
2.4. Sicherheitsfaktoren der Grameen Bank
2.5. Hauptziele der Grameen Bank
2.6. Die Grameen – Unternehmensfamilie
3. Kritik an Grameen Bank
3.1. Veruntreuung von Steuergelder
3.2. Rückzahlungsquoten und mehrfache Verschuldungen
3.3. Team-Druck
4. Vergleich
4.1. Financial System Approach versus Poverty Lending Approach
Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die Grenzen des Grameen-Bank-Modells im Vergleich zu kommerziellen Mikrofinanzinstitutionen, um zu klären, inwiefern dieser Ansatz als Vorbild für die Armutsbekämpfung dienen kann.
Sicherheitsfaktor Überlebenswille
Der Ausgangspunkt bei diesem Sicherheitsfaktor ist, dass es bei der Allerärmsten um das Überleben geht. Sie leben praktisch von Tag zu Tag, ohne einen einzigen Dollar übrig zu haben, den sie vielleicht investieren könnten, um ihre Lebensumstände verbessern zu können. Das heißt, dass für sie den Zugang zu einem Mikrokredit oft die einzige Chance zum „Überleben“ bedeutet. Und so eine Chance würde keine, der in so einer Lage ist, mit Unehrlichkeit und Unzuverlässigkeit verschwenden lassen. Diesen Gedankengang konnte Yunus auch empirisch bestätigen und unterstreicht auf dessen Grundlage, dass „je weniger Sicherheiten jemand vorzuweisen hat, desto sicherer und pünktlicher zahlt er seinen Kredit zurück“ (Spiegel 2006: 31). So wird es festgelegt, dass bei der Allerärmsten die dinglichen Sicherheiten durch ihren „schicksalsprobten Überlebenswillen“ (ebd.), als eine viel bessere Sicherheit ersetzt wird.
1. Kommerzialisierung der Mikrofinanzierung: Dieses Kapitel erläutert den historischen Wandel der Mikrofinanzierung hin zur Kommerzialisierung und diskutiert die damit verbundenen strategischen Vorteile sowie die zunehmende Kritik.
2. Grameen Bank: Hier wird das spezifische Modell der Grameen Bank, ihre Gründungsgeschichte und ihre innovativen Sicherheitsfaktoren, die den Erfolg für die Ärmsten ermöglichen, detailliert dargestellt.
3. Kritik an Grameen Bank: Dieses Kapitel systematisiert verschiedene kritische Positionen, wie Vorwürfe der Steuergeldveruntreuung und Probleme durch sozialen Team-Druck auf die Kreditnehmer.
4. Vergleich: Der Vergleich stellt den Financial System Approach dem Poverty Lending Approach gegenüber und beleuchtet, wie unterschiedliche philosophische Ansätze die Praxis der Mikrofinanzinstitutionen beeinflussen.
Mikrofinanzierung, Mikrokredite, Grameen Bank, Muhammad Yunus, Armutsbekämpfung, Kommerzialisierung, Nachhaltigkeit, Financial System Approach, Poverty Lending Approach, Entwicklungszusammenarbeit, soziale Mission, Rückzahlungsquote, Kleinstkredite, soziale Sicherheit, Finanzielle Inklusion
Die Arbeit analysiert die Mikrofinanzierung und untersucht insbesondere den Gegensatz zwischen kommerziell orientierten Mikrofinanzinstitutionen und dem Modell der Grameen Bank im Kontext der Armutsbekämpfung.
Die Themen umfassen die Kommerzialisierung von Finanzinstituten, die Entstehungsgeschichte der Grameen Bank, deren spezifische Sicherheitsmechanismen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Wirksamkeit dieser Ansätze.
Das Ziel ist es zu beantworten, ob das Modell der Mikrokreditvergabe nach Yunus als Vorbild für andere Mikrofinanzinstitutionen dienen sollte, insbesondere angesichts der Debatte über Nachhaltigkeit versus soziale Mission.
Die Autorin nutzt eine vergleichende Analyse, bei der verschiedene Ansätze (Financial System Approach vs. Poverty Lending Approach) gegenübergestellt und anhand von theoretischen Studien und kritischen Berichten evaluiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Kommerzialisierung, die detaillierte Beschreibung des Grameen-Systems und seiner "Unternehmensfamilie" sowie eine kritische Diskussion der Stärken und Schwächen dieses Modells.
Zentrale Begriffe sind neben den Grameen-Prinzipien vor allem die soziale Ausrichtung, das Konzept des "Social Business", der Überlebenswille als Sicherheitsfaktor und die ökonomische Nachhaltigkeit.
Dabei handelt es sich um methodische Elemente wie die Gruppenhaftung (Team-Konzept), die Fokussierung auf Frauen als Kreditnehmerinnen, Transparenz, Einfachheit der Abläufe und die ethischen Regeln der Bank, die Rückzahlungen ohne klassische Sicherheiten ermöglichen.
Die Arbeit stellt die Kritikpunkte objektiv dar, erkennt an, dass einige Vorwürfe (wie bei Umschuldungen) die Glaubwürdigkeit belasten, kommt aber zu dem Schluss, dass das Grameen-Modell dennoch einen erheblichen Beitrag zur Armutsminderung leistet.
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