Bachelorarbeit, 2014
40 Seiten, Note: 1,3
1. Die Bedeutung von Medien in der Frühen Kindheit
1.1 Medien als Teil der Lebenswelt von Kindern
1.2 Prämisse für die Auseinandersetzung mit Medien
1.3 Mediennutzungsverhalten von Kindern
2. Medienbildung in Kindertagesstätten
2.1 Was ist Medienbildung?
2.2 Bildungsauftrag von Kindertagesstätten
2.3 Medienbildung mit Computern in Kindertagesstätten
3. Die Debatte um digitalisierte Medienbildung in Kindertagesstätten
3.1 Herausforderungen und Voraussetzungen für das pädagogische Fachpersonal
3.2 Herausforderungen für Kindertagestätten als Bildungsinstanzen
4. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht aus einer sozialpädagogischen Perspektive die Fragestellung, ob Kinder im Vorschulalter in Kindertagesstätten medienpädagogisch an digitale Medien herangeführt werden sollten. Dabei werden die Chancen und Herausforderungen der Medienbildung sowie der Einfluss des familiären und institutionellen Umfelds kritisch diskutiert, um eine fundierte Basis für die medienpädagogische Praxis zu schaffen.
1.1 Medien als Teil der Lebenswelt von Kindern
Kinder sind in vielfältiger Weise mit der Mediatisierung konfrontiert (vgl. Tillmann/Hugger 2014: 31, BMFSFJ 2013: 122). Medien sind „ein selbstverständlicher Bestandteil der kindlichen Lebens- und Alltagswelt“ (Tillman/Hugger 2014: 31). Trotzdem sind Medienwelten von Kindern unter sechs Jahren bisher wenig empirisch erforscht (vgl. Marci-Boehncke/Rath 2013: 25). Eine der wenigen Studien ist die Ravensburger KiGa-Studie (2006), die im Folgenden kurz vorgestellt werden soll und deren Ergebnisse deutlich machen sollen, welchen Stellenwert digitale Medien in der Lebenswelt der Kinder bereits 2006 eingenommen haben4.
Die Ravensburger KiGa- Studie ist ein Forschungsprojekt, das 2004 bis 2005 von der Forschungsstelle Jugend-Medien-Bildung der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg – gefördert von der Stiftung Ravensburger Verlag – in Baden-Württemberg durchgeführt worden ist (vgl. Bromberger/Marci-Boehncke/Rath 2006: 2). Im Rahmen dieses Forschungsprojekts ist die Mediennutzung von Vorschulkindern (N=97) in ihrem letzten Jahr in der Tageseinrichtung sowie die Medienbiografie von Eltern und Erzieher/-innen untersucht worden (vgl. ebd.). Anhand der Erhebung dieser Daten soll es um die Umsetzung konkreter medienpädagogischer Angebote unter Berücksichtigung der Ergebnisse gehen (vgl. ebd.). Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, dass Kinder theoretisch nicht mehr an Medien herangeführt werden müssen, da sie bereits Mediennutzer sind (vgl. ebd.). „Medien gehören inzwischen originär zur kindlichen Lebenswelt“ (ebd.). Hervorzuheben ist allerdings, dass Bereiche wie Bewegung bei Jungen und kreativ-produktive Spiele bei Mädchen immer noch auf den vorderen Rängen platziert sind (vgl. ebd.). Außerdem wird deutlich, dass klassische Medien, wie beispielsweise Bücher, in der Mediennutzung von Kindern im Vordergrund stehen (vgl. ebd.). Die Nutzung von Computern liegt im Vorschulalter leicht unter der Nutzung von Gesellschaftsspielen (vgl. ebd.). Hier ist ein deutlicher Unterschied zwischen dem Computer-Nutzungsverhalten von Jungen (25 %) und Mädchen (8 %) zu verzeichnen (vgl. ebd.: 3).
1. Die Bedeutung von Medien in der Frühen Kindheit: Dieses Kapitel erläutert die Begriffe Frühe Kindheit und Medien und analysiert den Stellenwert digitaler Medien in der kindlichen Lebenswelt anhand empirischer Studien.
2. Medienbildung in Kindertagesstätten: Hier werden der Terminus Medienbildung definiert, der aktuelle Bildungsauftrag analysiert und die spezielle Rolle des Computers als Medium in der Kita betrachtet.
3. Die Debatte um digitalisierte Medienbildung in Kindertagesstätten: Das Kapitel beleuchtet das Spannungsfeld zwischen privater und öffentlicher Verantwortung, diskutiert Voraussetzungen für das Fachpersonal und thematisiert die Herausforderungen für Kitas als Bildungsinstanzen.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Kernergebnisse zusammen, bestätigt die Notwendigkeit einer medienpädagogischen Heranführung an digitale Medien und betont die Bedeutung einer engen Erziehungspartnerschaft mit den Eltern.
Medienbildung, Medienkompetenz, Kindertagesstätte, Vorschulalter, Digitale Medien, Mediensozialisation, Bildungsauftrag, Pädagogisches Fachpersonal, Tablet-Computer, Frühkindliche Bildung, Mediatisierung, Digitale Ungleichheit, Mediennutzungsverhalten, Erziehungspartnerschaft, Elementarpädagogik
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Medienbildung in Kindertagesstätten unter besonderer Berücksichtigung digitaler Medien und deren Relevanz für Kinder im Vorschulalter.
Zu den zentralen Themen gehören die Bedeutung von Medien für die frühkindliche Entwicklung, die rechtlichen und bildungspolitischen Rahmenbedingungen sowie die praktischen Herausforderungen für pädagogische Fachkräfte.
Das Ziel der Arbeit ist es zu diskutieren, ob und wie Kinder im Vorschulalter in Kindertagesstätten medienpädagogisch an digitale Medien herangeführt werden sollten.
Die Autorin nutzt eine diskursive Auseinandersetzung mit Fachliteratur und die Analyse aktueller empirischer Studien sowie bildungspolitischer Entwürfe.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Konzepte der Medienbildung erläutert als auch die praktischen Rahmenbedingungen, Herausforderungen für Erzieher/-innen und die Debatte um digitale Medien im Kita-Alltag detailliert erörtert.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Medienbildung, Medienkompetenz, Kindertagesstätte, digitale Ungleichheit und frühkindliche Bildung charakterisiert.
Sie nimmt speziell das Spannungsfeld zwischen dem pädagogischen "Schonraum" Kindertagesstätte und der notwendigen Vorbereitung auf die mediatisierte Lebenswelt der Kinder in den Fokus.
Die Autorin betont, dass Medienbildung in Kitas nur in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Eltern sinnvoll ist, um die Mediensozialisation der Kinder ganzheitlich zu begleiten.
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