Bachelorarbeit, 2016
160 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Gesundheitswissenschaftliche Annäherung
2.1.1 Gesundheit und Salutogenese
2.1.2 Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
2.1.3 Arbeitsunfähigkeit und Arbeitsfähigkeit
2.1.4 Return-to-work-Programme (RTW)
2.2 Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
2.2.1 Gesetzliche Grundlage
2.2.2 Ziele und ideale Funktionsweise
2.2.3 Betriebliche Eingliederung als Führungsaufgabe
2.3 Stand der Forschung
2.3.1 Forschung zu Return-to-work-Programmen (RTW)
2.3.2 Forschung zum BEM
2.4 Zusammenfassung
3 Methodik
3.1 Forschungsfeld
3.1.1 Problemstellung
3.1.2 Ausgangslage beim BEM-Prozess
3.2 Quantitative Methodik: Fragebögen
3.2.1 Vorbereitung der Datenerfassung
3.2.2 Datenbasis
3.2.3 Datengewinnung und Ablauf der Untersuchung
3.2.4 Erhebungsinstrument
3.2.5 Datenauswertung
3.3 Qualitative Methodik: Interviews
3.3.1 Vorbereitung der Datenerfassung
3.3.2 Datenbasis
3.3.3 Datengewinnung und Interviewablauf
3.3.4 Interviewleitfaden und Protokoll
3.3.5 Datenauswertung
4 Ergebnisse
4.1 Quantitative Befragung
4.1.1 Beschreibung der Befragungspopulation
4.1.2 Erfahrung der Population mit dem BEM
4.1.3 Gesundheit und arbeitsbezogene Gedanken
4.1.4 Wahrnehmung & Wissen
4.1.5 Vorgesetzte und Kollegen
4.1.6 Zusatzteil zur BEM-Durchführung
4.2 Qualitative Befragung
4.2.1 Belastungen bei der Arbeitsplatzrückkehr
4.2.2 Emotionen und Ängste
4.2.3 Veränderung der Einstellung
4.2.4 Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
5 Diskussion
5.1 Beantwortung der Forschungsfragen
5.2 Ergebnisdiskussion mit relevanter Literatur
5.3 Methodendiskussion und Limitationen
6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit evaluiert das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) in einem Klinikverbund, um Verbesserungsansätze für die Wiedereingliederung erkrankter Mitarbeiter aufzuzeigen und die personenzentrierte Ausrichtung des BEM zu stärken.
1 Einleitung
Der EU-Demografiereport, OECD-Ländervergleiche und Vorausberechnungen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass die Bevölkerung in Deutschland und anderen westlichen Industrienationen immer älter wird (European Commission 2015, S. 8). Die Erwerbstätigkeit älterer Menschen hat in den vergangenen Jahren zugenommen: Waren 2005 rund 28% der 60- bis 64-Jährigen erwerbstätig, gingen 2013 bereits mehr als die Hälfte dieser Altersgruppe einer Erwerbstätigkeit nach (Statistisches Bundesamt, S. 1). Anhand dessen wird ersichtlich, dass vor allem die über 60-Jährigen heute vermehrt arbeiten. „Viele Deutsche wollen (…) nicht in Rente gehen“ lautet die provokante Schlagzeile eines Zeitungsartikels zu den Erwerbstätigenquoten (Kaiser 2015). Tatsache ist, das in den letzten 20 Jahren der Anteil der Erwerbspersonen bei den 40- bis 64-Jährigen um rund 4,5 Mio. Personen stieg, während bspw. bei den 25- bis 29-Jährigen ein Rückgang von 2,1 Mio. zu verzeichnen ist (Garloff et al. 2012, S. 2). Der Anteil älterer Arbeitnehmer am Arbeitsmarkt nimmt künftig noch stärker zu und stellt Arbeitgeber vor Herausforderungen. Verschärft wird dies neben dem Fachkräftemangel auch durch restriktive Maßnahmen, wie ein höheres Renteneintrittsalter und die Zunahme von beschäftigten Rentnern (Brenke 2013, S. 4) Die älteren Arbeitnehmer werden die Geburtenrückgänge nicht ausgleichen können (Marquart 2012).
Die Beschäftigung älterer Personen ist jedoch positiv zu sehen und kann die Folgen des demografischen Wandels reduzieren (Garloff et al. 2012, S. 2). Die Erwerbstätigkeit Älterer wird in Zukunft ein zentrales Thema, auf das sich die Arbeitswelt seit Jahren bereits einstellt (Bundesministerium für Arbeit und Soziales 2012, S. 5). Ältere Arbeitnehmer sind im Vergleich aber häufiger und länger krank (Saß et al. 2009, S. 31). Diese längeren Krankheitsausfälle verursachen sowohl für den Arbeitgeber als auch die Gesellschaft Kosten. 2014 lag die ausgefallene Bruttowertschöpfung durch Arbeitsunfähigkeit bereits bei 57 Mrd. Euro (BAuA 2014, S. 1). Weiterhin haben ältere Menschen nicht selten schwere Erkrankungen, die Einschränkungen und Behinderung nach sich ziehen und die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen (Saß et al. 2009, S. 31). Erkrankungen sind Schicksalsschläge. Ist eine Krankheit unvermeidbar, dann sollte der Weg in die erneute Erwerbstätigkeit optimal gestaltet sein, um Mitarbeiter angemessen und schnell wiedereinzugliedern.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel und die steigende Bedeutung der Erhaltung der Arbeitsfähigkeit älterer Arbeitnehmer durch ein strukturiertes BEM.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie BEM, BGM und Arbeitsfähigkeit und ordnet sie in einen wissenschaftlichen Kontext ein.
3 Methodik: Der methodische Teil beschreibt das gewählte Forschungsdesign, das eine quantitative Fragebogenbefragung mit qualitativen Experteninterviews kombiniert.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die deskriptiven Daten aus Befragung und Interviews sowie die durchgeführten Hypothesentests zur Wirksamkeit und Wahrnehmung des BEM.
5 Diskussion: In der Diskussion werden die gewonnenen Daten kritisch mit der bestehenden Fachliteratur abgeglichen und methodische Limitationen reflektiert.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Kernaussagen zusammen und gibt Handlungsempfehlungen für die Praxis sowie Anregungen für zukünftige Forschungsarbeiten.
Wiedereingliederung, BEM, Gesundheitsmanagement, Arbeit, Arbeitsunfähigkeit, Return-to-work, Reintegration, Gesundheit, Klinik, Mitarbeiterbefragung, Führungsverantwortung, Prävention, Belastung, Coping, Arbeitsplatzrückkehr.
Die Arbeit untersucht das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) in einem bayerischen Klinikverbund, um die Wahrnehmung durch Mitarbeiter und die Auswirkungen von Erkrankungen auf die Arbeitsplatzrückkehr zu evaluieren.
Zentrale Themen sind die Wirksamkeit des BEM, der Wissensstand der Beschäftigten, die Rolle von Führungskräften und Interessenvertretungen sowie die psychischen und physischen Belastungen Betroffener.
Das Ziel ist es, den aktuellen BEM-Prozess zu analysieren, Informationsdefizite aufzudecken und Empfehlungen für eine personenzentriertere Ausgestaltung der Wiedereingliederung abzuleiten.
Es wurde ein Mixed-Methods-Ansatz gewählt: eine deskriptive quantitative Fragebogen-Vollerhebung unter den Mitarbeitern und leitfadengestützte qualitative Interviews mit Betroffenen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte methodische Beschreibung, die Auswertung der quantitativen und qualitativen Daten sowie die anschließende kritische Diskussion.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Wiedereingliederung, BEM, Gesundheitsmanagement, Arbeitsunfähigkeit und Arbeitsplatzrückkehr klassifizieren.
Die Studie zeigt, dass die Schwerbehindertenvertretung eine zentrale Rolle einnimmt, indem sie als unabhängiger Koordinator fungiert und Betroffene maßgeblich unterstützt.
Der Autor stellt ein erhebliches Informationsdefizit fest; selbst Führungskräfte sind oft nicht ausreichend über den BEM-Ablauf und die Zuständigkeiten informiert, was gezielte Schulungen notwendig macht.
Neben körperlichen Einschränkungen werden besonders finanzielle Ängste, Schuldgefühle gegenüber Kollegen, Zeitdruck im Arbeitsalltag und eine empfundene Überlastung genannt.
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