Bachelorarbeit, 2015
52 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Forschungsinteresse und Forschungsstand
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Die moderne Ganztagsschule in Deutschland
2.1 Von der traditionellen Ganztagsschule des 19. Jhd. zur modernen Ganztagsschule heute
2.2 Drei Formen der Ganztagsschule
2.3 Ziele der Ganztagsschule in Deutschland und die fehlende Theorie
2.4 Das Konzept der Ganztagsschule in Schleswig-Holstein
2.5 Ergebnisse der StEG genauer betrachtet
3. John Deweys Pädagogik
3.1 John Dewey und seine Pädagogik - eine kurze Einführung
3.2 Pragmatismus
3.3 John Deweys Demokratiegedanke
3.4 Experience, Inquiry und Communication
3.5 Deweys Laborschule
3.6 Kritik an Dewey
4. Dewey und die moderne Ganztagsschule
4.1 Ansatzpunkte
4.2 Das Erfahrungslernen bei Dewey und heutige Ansätze
4.3 Deweys Laborschule – eine gebundene Ganztagsschule?
4.4 Dewey und die Ganztagsschule – ein Weg für die Zukunft?
5. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Pädagogik von John Dewey als theoretischer Ansatz zur Optimierung der modernen Ganztagsschullandschaft in Deutschland dienen kann. Ausgehend von der Identifikation struktureller Defizite und dem Fehlen eines einheitlichen pädagogischen Konzepts bei Ganztagsschulen wird geprüft, ob Deweys Konzepte des Erfahrungslernens und der demokratischen Erziehung einen Weg zur Qualitätssteigerung und zur besseren Verzahnung von Unterricht und Ganztagsangeboten bieten.
Experience
Eine Grundlage in dem Denken Deweys ist der Begriff „experience“, zu Deutsch: Erfahrung. In seinem Werk „experience and nature“ (Dewey, 1925) geht Dewey besonders auf den Begriff der Erfahrung ein. Er selber sagte später, dass er es, wenn er es noch einmal schreiben würde, „culture und nature“ nennen würde, denn der Begriff Erfahrung sei in der Philosophie insofern vorbelastet, dass es ein Hindernis für seinen Begriff von Erfahrungen darstellt (Dewey, 1925, S.450). An dieser Aussage erkennt man, dass die Erfahrung bei Dewey nicht gleich einer generellen Vorstellung des Begriffes „Erfahrung“ ist. Dewey prägt einen neuen Typus des Erfahrungslernens. Wie schon in den vorangegangenen Kapiteln erklärt, spricht sich Dewey für ein Lernen aus, welches den Erfahrungsschatz erweitert. Dabei unterscheidet er zwischen Objekten der Primär- und Objekten der Sekundärerfahrung (Dewey, 1916, S.22). Zu Objekten der Primärerfahrungen gehören Objekte wie die Sonne, Tiere, Pflanzen, Schönheit und Liebe. Dewey spricht bei diesen Objekten von ihrer unmittelbaren Präsenz in ihrer einzigartigen Qualität, die vor bzw. nach allem Kognitivem besteht, jedoch nicht rational, sondern intuitiv und emotional erfasst werden können (Dewey, 1925, S.22).
1 Einleitung: Hinführung zur Thematik der Ganztagsschule, Definition der Forschungsfrage und Erläuterung des methodischen Vorgehens der Arbeit.
2. Die moderne Ganztagsschule in Deutschland: Historischer Rückblick, Darstellung der verschiedenen Formen und Analyse der Zielsetzungen anhand der StEG-Studie.
3. John Deweys Pädagogik: Theoretische Einführung in die Kernbegriffe des Pragmatismus, des Demokratiegedankens, des Erfahrungslernens sowie kritische Reflexion des Ansatzes.
4. Dewey und die moderne Ganztagsschule: Synthese der beiden Themenfelder durch die Ableitung konkreter Optimierungsmöglichkeiten für das moderne Ganztagsschulsystem.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Reflexion über die Umsetzbarkeit des Dewey-Konzepts im heutigen deutschen Schulsystem.
Ganztagsschule, John Dewey, Pädagogik, Erfahrungslernen, Pragmatismus, Schulentwicklung, StEG, Demokratische Erziehung, Bildungsqualität, Unterrichtsverknüpfung, Laborschule, Didaktik, Bildungsforschung, Chancengleichheit, Reformpädagogik
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung der modernen deutschen Ganztagsschule durch die Anwendung der Pädagogik John Deweys, um bestehende konzeptionelle Defizite zu beheben.
Die zentralen Felder umfassen die Struktur der aktuellen deutschen Ganztagsschullandschaft, die Analyse der StEG-Studie sowie die pädagogische Theorie von John Dewey.
Die Forschungsfrage lautet: „Inwieweit kann die Pädagogik von John Dewey eine Optimierung der modernen Ganztagsschule in Deutschland darstellen?“
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse, bei der empirische Ergebnisse der StEG-Studie mit den pädagogischen Theorien Deweys verknüpft werden, um daraus Gestaltungsempfehlungen abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bestandsaufnahme der Ganztagsschule, die detaillierte theoretische Fundierung durch Deweys Ansätze und die Zusammenführung beider Bereiche in einem optimierten Konzeptansatz.
Ganztagsschule, John Dewey, Erfahrungslernen, Pragmatismus, Schulentwicklung, StEG, Demokratische Erziehung, Bildungsqualität und Chancengleichheit.
Während Deweys Laborschule als ganzheitliches, auf Erfahrung basiertes Konzept angelegt war, zeigt die heutige Ganztagsschule häufig eine Trennung zwischen Vormittagsunterricht und Nachmittagsbetreuung ohne inhaltliche Verknüpfung.
Laut den Ergebnissen der StEG reicht ein breites Betreuungsangebot allein nicht aus; erst eine hohe pädagogische Qualität der Angebote sorgt für den gewünschten Lernerfolg und eine positive Wirkung auf die Schüler.
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