Bachelorarbeit, 2016
89 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Adressatenkreis
1.3 Aufbau der Arbeit
2 § 16 EStG als Zentralnorm für die steuerrechtliche Behandlung einer Betriebsveräußerung
2.1 Regelungsinhalt und Zweck
2.2 Historische Entwicklung
2.3 Verhältnis zu anderen Vorschriften
2.3.1 Einkommensteuergesetz
2.3.2 Gewerbesteuergesetz
2.3.3 Umwandlungssteuergesetz
2.3.4 Umsatzsteuergesetz
3 Tatbestandsmerkmale einer Betriebsveräußerung und -aufgabe
3.1 Betriebsveräußerung im Ganzen
3.1.1 Allgemeines
3.1.2 Entgeltliche Übertragung
3.1.3 Unentgeltliche Übertragung
3.1.4 Teilentgeltliche Übertragung
3.1.5 Ganzer Gewerbebetrieb
3.1.5.1 Grundsätzliches
3.1.5.2 Notwendigkeit der Beendigung der bisherigen gewerblichen Betätigung
3.1.5.3 Übertragung aller wesentlichen Betriebsgrundlagen
3.1.5.4 Zurückbehaltung von Wirtschaftsgütern
3.1.5.5 Veräußerung in einheitlichem Vorgang
3.1.6 Betriebsveräußerung durch eine Personengesellschaft
3.2 Teilbetrieb
3.2.1 Begriff des Teilbetriebes
3.2.2 Veräußerung des Teilbetriebes
3.2.3 Die hundertprozentige Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft
3.3 Mitunternehmeranteil
3.3.1 Begriff des Mitunternehmeranteils
3.3.2 Veräußerung des Mitunternehmeranteils
3.3.3 Veräußerung eines Bruchteils eines Mitunternehmeranteils
3.4 Aufgabe des Gewerbebetriebes
3.4.1 Vorbemerkung
3.4.2 Begriff der Betriebsaufgabe
3.4.3 Abgrenzung der Betriebsaufgabe von weiteren Vorgängen
3.4.3.1 Betriebsunterbrechung und Betriebsverpachtung
3.4.3.2 Betriebsverlegung, Strukturwandel und allmähliche Betriebsabwicklung
3.4.4 Aufgabewille, Aufgabebehandlung, Aufgabeerklärung
3.4.5 Beginn und Ende der Betriebsaufgabe
4 Veräußerungs- und Aufgabegewinn – Steuerliche Rechtsfolgen
4.1 Allgemeines
4.2 Begriff des Veräußerungs- und Aufgabegewinns
4.2.1 Veräußerungspreis und ,Aufgabepreis‘
4.2.2 Veräußerungs- und Aufgabekosten
4.2.3 Wert des Betriebsvermögens
4.3 Abgrenzung zum laufenden Gewinn
4.4 Freibetrag nach § 16 Abs. 4 EStG
4.4.1 Allgemeines
4.4.2 Freibetragsregelung
4.5 Steuervergünstigung gemäß § 34 EStG
4.5.1 Fünftel-Regelung
4.5.2 Ermäßigter Steuersatz
5 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die steuerrechtliche Behandlung gewerblicher Gewinne aus der Betriebsveräußerung und -aufgabe nach § 16 EStG. Zentrale Forschungsfrage ist, welche Tatbestandsmerkmale für eine steuerliche Privilegierung erfüllt sein müssen und wie der Veräußerungs- bzw. Aufgabegewinn zur Vermeidung einer übermäßigen Progressionsbelastung tariflich begünstigt ermittelt wird.
3.1.5.1 Grundsätzliches
Für eine unmittelbare Anwendung des § 16 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG ist das Vorliegen eines ganzen Gewerbebetriebes als zentrale Voraussetzung unentbehrlich. Die Rechtsnorm des § 16 Abs. 1 Satz 1 EStG knüpft an den Betriebsbegriff in § 15 Abs. 2 EStG an. Nach diesem liegt Gewerblichkeit eines Betriebes dann vor, wenn dieser den in § 15 Abs. 2 EStG normierten Tatbestand der gewerblichen Betätigung verwirklicht. Dieser ist dann gegeben, wenn die in § 15 Abs. 2 EStG genannten Kriterien der Selbständigkeit, Nachhaltigkeit und Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr sowie das Kriterium der Gewinnerzielungsabsicht erfüllt sind und es sich weder um Land- und Forstwirtschaft noch um selbständige Tätigkeit oder um reine Vermögensverwaltung handelt.
Werden sämtliche für den Gewerbebetrieb funktional und/oder quantitativ wesentlichen Betriebsgrundlagen im Zuge des Veräußerungs- bzw. Aufgabevorgangs übertragen und dabei alle wesentlichen stillen Reserven aufgedeckt, so liegt die Voraussetzung einer Betriebsveräußerung im Ganzen vor. Jedoch ist nach ständiger Rechtsprechung des BFH für die Übertragung des Gewerbebetriebes als solchem ausschlaggebend, dass dieser als sog. ,lebender Organismus des Wirtschaftslebens‘ auf einen Erwerber übergeht. Hierbei ist entscheidend, dass die Betriebsgrundlagen in der Weise übergehen, dass die Fortsetzung der bisherigen gewerblichen Betätigung des Übertragenden im identischen Wirkungskreis ausgeschlossen ist. Auf der anderen Seite muss dem neuen Inhaber die Möglichkeit gegeben sein, die gewerbliche Tätigkeit aufzunehmen, ohne weitere umfangreiche Neuanschaffungen tätigen zu müssen. Nach R 16 Abs. 1 Satz 2 EStR ist es nicht von Bedeutung, ob der Erwerber den Betrieb anschließend tatsächlich fortführt oder stilllegt.
1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit sowie den Aufbau der Untersuchung.
2 § 16 EStG als Zentralnorm für die steuerrechtliche Behandlung einer Betriebsveräußerung: Analysiert den Regelungsinhalt, die historische Entwicklung sowie das Verhältnis der Norm zu anderen Steuergesetzen.
3 Tatbestandsmerkmale einer Betriebsveräußerung und -aufgabe: Erläutert die Voraussetzungen für Betriebsveräußerungen, Teilbetriebsveräußerungen, Mitunternehmeranteile und Betriebsaufgaben.
4 Veräußerungs- und Aufgabegewinn – Steuerliche Rechtsfolgen: Beschreibt die Ermittlung des Gewinns und die Anwendung von Steuervergünstigungen wie Freibeträgen und Tarifermäßigungen.
5 Fazit und Ausblick: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die steuerrechtliche Bedeutung für den Unternehmer.
Betriebsveräußerung, Betriebsaufgabe, § 16 EStG, stille Reserven, Gewerbebetrieb, Teilbetrieb, Mitunternehmeranteil, Veräußerungsgewinn, Aufgabegewinn, Steuervergünstigung, Fünftel-Regelung, Freibetrag, § 34 EStG, Steuerrecht, Einkommensteuer.
Die Arbeit analysiert die steuerliche Behandlung von gewerblichen Gewinnen, die bei einer Betriebsveräußerung oder Betriebsaufgabe entstehen.
Der Fokus liegt auf den Tatbestandsmerkmalen einer Betriebsveräußerung, den verschiedenen Formen der Übertragung (entgeltlich/unentgeltlich) und der Berechnung steuerbegünstigter Gewinne.
Das Ziel ist es, die Einflussgrößen zu identifizieren, die für eine steuerliche Privilegierung gemäß § 16 EStG entscheidend sind, und die steuerlichen Rechtsfolgen für den Unternehmer darzulegen.
Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung von Gesetzen, Rechtsprechung (insbesondere BFH) und einschlägiger steuerwissenschaftlicher Literatur basiert.
Im Hauptteil werden detailliert die Merkmale einer Betriebsveräußerung (im Ganzen, Teilbetrieb, Mitunternehmeranteil) sowie die Abgrenzung zur Betriebsaufgabe und die steuerliche Gewinnermittlung erörtert.
Zentrale Begriffe sind Betriebsveräußerung, § 16 EStG, stille Reserven, Fünftel-Regelung und Steuervergünstigung.
Das Verpächterwahlrecht ermöglicht es einem Steuerpflichtigen bei einer Betriebsverpachtung, den Betrieb als Gewerbebetrieb fortzuführen (keine Aufdeckung stiller Reserven) oder die Betriebsaufgabe zu erklären, um den Gewinn steuerbegünstigt zu realisieren.
Diese Unterscheidung ist entscheidend für die Bestimmung wesentlicher Betriebsgrundlagen, deren Übertragung Voraussetzung für eine steuerbegünstigte Betriebsveräußerung oder -aufgabe ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

