Diplomarbeit, 1996
81 Seiten, Note: 2,25
Vorwort
Einleitung
1. Arbeitslosigkeit global betrachtet
2. Arbeitslosigkeit im europäischem Wirtschaftsraum
2.1. Europäische Betrachtungsweise der Arbeitslosigkeit
2.2. Die Regelung des Vertrages von Maastricht
2.3. Europäische Initiativen
2.4. Europäische Strukturpolitik für den Deutschen Wirtschaftsraum
3. Zwei Arten der Arbeitslosigkeit
3.1. Die konjunkturelle Arbeitslosigkeit
3.2. Die natürliche Arbeitslosigkeit
4. Die Arten der natürlichen Arbeitslosigkeit
4.1 Die saisonale Arbeitslosigkeit
4.1.1. Von saisonaler Arbeitslosigkeit Betroffene
4.1.2. Maßnahmen um die saisonale Arbeitslosigkeit zu verringern
4.2. Die friktionelle Arbeitslosigkeit
4.2.1. Gründe der friktionellen Arbeitslosigkeit
4.2.2. Die Bedeutung der friktionellen Arbeitslosigkeit
4.2.3. Möglichkeiten zur Verringerung
4.3. Die strukturelle Arbeitslosigkeit
4.3.1 Ursachen der strukturellen Arbeitslosigkeit
4.3.2. Die regional-strukturelle Arbeitslosigkeit
5. Zahlen zur Arbeitslosigkeit
6. Ordnungspolitische Reagenten aus dem Arbeitsmarkt
6.1. Leistungen des Arbeitsamtes
6.2. Die Rolle der privaten Arbeitsvermittlung
7. Weitere Gründe natürlicher Arbeitslosigkeit
7.1 Technologische Arbeitslosigkeit
7.2. Ökologie und natürliche Arbeitslosigkeit
8. Spezielle Gruppen von Arbeitslosen
8.1. Jugendarbeitslosigkeit
8.2. Die besondere Stellung der Frauen
8.3. Altersarbeitslosigkeit
9. Strukturen die die arbeitsmarktpolitischen Reaktionen beeinflußen
9.1. Langzeitarbeitslosigkeit
9.2. Arbeitszeiten und Regularien
9.3. Güternachfrage und Arbeitslosigkeit
9.4. Pendler und Arbeitslosigkeit
10. Neue Gedanken zur Organisation auf dem Arbeitsmarkt
Diese Arbeit befasst sich mit den Ursachen, Strukturen und politischen Rahmenbedingungen der natürlichen Arbeitslosigkeit in Deutschland und Europa. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die verschiedenen Arten der Arbeitslosigkeit zu schaffen und Lösungsansätze für eine effizientere Organisation auf dem Arbeitsmarkt zu diskutieren.
3.1. Die konjunkturelle Arbeitslosigkeit
Die konjunkturelle Arbeitslosigkeit wird bestimmt durch die Ausschläge konjunktureller Schwankungen.
Unterschiedliche Konjunkturphasen beeinflußen die Reagenten auf dem Arbeitsmarkt. Zu Zeiten der Hochkonjunktur nimmt die Zahl der Arbeitslosen in der Regel ab, in der Rezession nimmt sie in allen Wirtschaftszweigen zu (Brockhaus, 1966, S.670). Ausschlaggebend für die Konjunkturschwankungen ist die gesamtwirtschaftliche Nachfrage nach Konsumgütern und Dienstleistungen. In Zeiten der Rezession tritt ein Bedarfswandel auf, der zu einem Rückgang der Güternachfrage in einem bestimmten Bereich führt und damit auch zu einer Verringerung der Produktion dieser Güter (Staatslexikon, 1985, S.275).
Durch einen zu geringen Auslastungsgrad von Produktionsstätten werden Arbeitsplätze frei. Da aber aus unterschiedlichsten sozialen Gründen nicht so viele Arbeitskräfte freigestellt werden können, müssen teilweise die Preise angehoben werden, um den Erhalt des Arbeitsplatzangebots zu finanzieren. Treten lediglich Preiserhöhungen auf, ohne daß genügend Einzelpreise in anderen Wirtschaftsbereichen gesenkt werden, führt dies zu einer Erhöhung des Preisniveaus und zu einem Anstieg der Inflationsrate (Gabler, 1988, S.528). Die Erhöhung der Inflationsrate kann Anleger kleinerer Beträge mehr schädigen als Anleger größerer Beträge. Großanleger investieren in Sachanlagen wie Grundstücke, da in Zeiten der Inflation durch eine höhere Nachfrage nach der Geldmenge M1 der eigentliche Wert des Geldes gemindert wird. Also können diejenigen zu den Geschädigten gehören, die ihr Vermögen in Geld oder geldwerten Titeln in Erwartung von Preisniveaustabilität oder von Zinssätzen, die unter der tatsächlich eingetretenen liegen, anlegen. Die Schuldner können jedoch im Gegensatz dazu zu den Gewinnern der Inflation gehören.
Arbeitslosigkeit global betrachtet: Dieses Kapitel erläutert das Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem globalen Arbeitsmarkt sowie die Bedeutung der Arbeitsmobilität.
Arbeitslosigkeit im europäischem Wirtschaftsraum: Es wird untersucht, wie die Europäische Gemeinschaft durch den Binnenmarkt und spezifische Vertragswerke wie Maastricht versucht, den Arbeitsmarkt zu harmonisieren.
Zwei Arten der Arbeitslosigkeit: Die Unterscheidung zwischen konjunkturell bedingter Arbeitslosigkeit und der natürlichen Arbeitslosigkeit wird theoretisch hergeleitet.
Die Arten der natürlichen Arbeitslosigkeit: Dieses Kapitel vertieft die Unterformen der natürlichen Arbeitslosigkeit, insbesondere saisonale, friktionelle und strukturelle Aspekte.
Zahlen zur Arbeitslosigkeit: Hier werden aktuelle statistische Daten zur Lage auf dem Arbeitsmarkt analysiert.
Ordnungspolitische Reagenten aus dem Arbeitsmarkt: Die Rolle des Arbeitsamtes und der privaten Arbeitsvermittlung als Akteure am Arbeitsmarkt wird kritisch hinterfragt.
Weitere Gründe natürlicher Arbeitslosigkeit: Technologischer Wandel und ökologische Faktoren werden als zusätzliche Einflussfaktoren auf die Arbeitslosigkeit beleuchtet.
Spezielle Gruppen von Arbeitslosen: Der Fokus liegt hier auf den spezifischen Problemlagen von Jugendlichen, Frauen und älteren Arbeitnehmern.
Strukturen die die arbeitsmarktpolitischen Reaktionen beeinflußen: Es werden Zusammenhänge zwischen Langzeitarbeitslosigkeit, Arbeitszeitregelungen und der Güternachfrage betrachtet.
Neue Gedanken zur Organisation auf dem Arbeitsmarkt: Abschließend werden Strategien für eine verbesserte Organisation und Zukunftsperspektiven des Arbeitsmarktes diskutiert.
Arbeitslosigkeit, natürliche Arbeitslosigkeit, konjunkturelle Arbeitslosigkeit, friktionelle Arbeitslosigkeit, strukturelle Arbeitslosigkeit, Arbeitsmarkt, Arbeitsmobilität, Europäische Union, Arbeitsvermittlung, Humankapital, Langzeitarbeitslosigkeit, technischer Fortschritt, Beschäftigungspolitik, Qualifikation, Flexibilisierung.
Die Arbeit analysiert die verschiedenen Facetten der Arbeitslosigkeit, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Unterscheidung zwischen konjunkturellen und natürlichen Formen liegt sowie deren organisationale Problematiken.
Die zentralen Felder umfassen die europäische Arbeitsmarktpolitik, die Auswirkungen technologischer Veränderungen, die Bedeutung von Mobilität und Qualifikation sowie die Rolle öffentlicher und privater Akteure.
Das primäre Ziel ist es, das Verständnis für die Entstehung natürlicher Arbeitslosigkeit zu schärfen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch eine bessere Arbeitsmarktorganisation Arbeitslosigkeit gemindert werden kann.
Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Literaturrecherche, die Einbeziehung statistischer Daten aus den 1990er Jahren sowie die theoretische Aufarbeitung von Wirtschaftsmodellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Arbeitslosigkeitstypen, die Analyse von Problemfeldern für spezifische Bevölkerungsgruppen und die kritische Auseinandersetzung mit arbeitsmarktpolitischen Reaktionen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Natürliche Arbeitslosigkeit, Strukturwandel, Allokation, Arbeitsmobilität und Humankapital definiert.
Die EU wird als Akteur gesehen, der durch Binnenmarktinitiativen und Strukturpolitik versucht, regionale Unterschiede auszugleichen und durch Harmonisierung Arbeitsplätze zu sichern.
Die private Arbeitsvermittlung wird als notwendige Ergänzung zum öffentlichen Arbeitsamt gesehen, wobei der Autor besonders deren Potenzial für flexiblere Strukturen und eine bessere Allokation hervorhebt.
Der Autor zeigt auf, dass ökologische Anforderungen kurzfristig zu Arbeitsplatzverlusten führen können, aber langfristig durch die Produktion umweltfreundlicher Güter neues Beschäftigungspotenzial schaffen.
Die Unterscheidung ist für die zielgerichtete arbeitsmarktpolitische Unterstützung relevant, da freiwillig Arbeitslose andere Ansätze erfordern als jene, die unfreiwillig aus dem Produktionsprozess ausgeschieden sind.
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