Bachelorarbeit, 2013
42 Seiten, Note: 1,3
Einführung
1 Methodik der Literaturrecherche
1.1 Instrumente und Vorgehensweise
1.2 Forschungsstand der Thematik
1.3 Fazit der Literaturrecherche
2 Berufsbild des Rettungsassistenten
2.1 Ziel und Zugangsvoraussetzung der Ausbildung
2.2 Dauer und Umfang der Ausbildung
3 Weiterbildung der Rettungsassistenten zum „Pflegeassistenten für Funktionsbereiche“
3.1 Hintergrund
3.2 Weiterbildungsziel
3.3 Umfang und Inhalt der Weiterbildung
4 Der Operationsbereich
4.1 Aufbau- und Ablauforganisation im OP-Bereich
4.2 Patientenferne Tätigkeiten im Anästhesiefunktionsdienst
4.3 Patientennahe Tätigkeiten im Anästhesiefunktionsdienst
4.3.1 Tätigkeiten bei der Anästhesievorbereitung
4.3.2 Tätigkeiten bei der Anästhesieeinleitung
4.3.3 Tätigkeiten bei der Anästhesieführung und -ausleitung
4.3.4 Anforderungen an das Pflegepersonal im Anästhesiefunktionsdienst
5 Erste Analyse: Einsetzbarkeit von Rettungsassistenten aus haftungsrechtlicher Sicht
5.1 Übertragung von pflegerischen Tätigkeiten
5.1.1 Notwendigkeit der Definition von einzelnen Elementen der Pflege
5.1.2 Möglichkeit der Übertragung von bestimmten pflegerischen Tätigkeiten
5.2 Haftungsrechtliche Folgen durch die Delegation
5.2.1 Erhöhtes Haftungsrisiko des Trägers
5.2.2 Haftung innerhalb des Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnisses
5.2.3 Erhöhtes Haftungsrisiko des Mitarbeiters
5.3 Ergebnis der Analyse
6 Zweite Analyse: Einsetzbarkeit von Rettungsassistenten aus organisatorischer Sicht
6.1 Durchführung einer Prozessanalyse
6.2 Zuordnung von bestimmten Tätigkeitsfeldern
6.3 Schaffung von arbeitsorganisatorischen Rahmenbedingungen
6.3.1 Erstellung von arbeitsvertraglichen Vereinbarungen bzw. Nebenabreden
6.3.2 Erstellung einer Stellenbeschreibung
6.3.3 Erstellung von Dienst-, Verfahrens- und Arbeitsanweisungen
6.3.4 Erstellung eines Einarbeitungskonzeptes
6.4 Ergebnis der Analyse
7 Dritte Analyse: Das neue Einsatzfeld aus berufspolitischer Sicht
7.1 Die Weiterbildung von Rettungsassistenten: Keine nachhaltige Lösung
7.2 Der Einsatz von weitergebildeten Rettungsassistenten als falsches Signal
7.3 Konsequenzen für die Führungsebene
7.4 Ergebnisse der Analyse
8 Zusammenführung der vorangegangenen Analyseergebnisse
9 Diskussion
10 Fazit
11 Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht die Einsetzbarkeit von Rettungsassistenten, die als „Pflegeassistenten für Funktionsbereiche“ für den Anästhesiefunktionsdienst weitergebildet wurden. Ziel ist es, unter Einbeziehung von Fachliteratur und gesetzlichen Rahmenbedingungen zu klären, inwieweit ein solcher Einsatz aus haftungsrechtlicher, organisatorischer und berufspolitischer Perspektive tragfähig ist.
4.3 Patientennahe Tätigkeiten im Anästhesiefunktionsdienst
Am Anästhesiearbeitsplatz arbeitet der Anästhesist im Regelfall mit einer weiteren (Fach-)Pflegekraft zusammen (Grüning et al. 2006, S. 158). Dieses Verhältnis zwischen Arzt und nicht ärztlichem Mitarbeiter wird als vertikale Arbeitsteilung bezeichnet (Großkopf und Klein 2012, S. 219). Der Anästhesist hat dabei die Möglichkeit, Aufgaben an die Pflegefachkraft zu delegieren. Der Begriff der Delegation stammt aus dem juristischen Kontext und meint „(...) eine Übertragung von beruflichen Tätigkeiten von einer Berufsgruppe auf eine andere, wobei die Übertragung jeweils angeordnet wird.“ (BT-Drs. 16/6339 2007, S. 54) Das Potenzial der Übertragung von ärztlichen Tätigkeiten auf das nicht ärztliche Personal ist im Anästhesiebereich eingeschränkt, da die Delegation von Aufgaben nur erfolgen darf, soweit sie dem Arzt nicht vorbehalten sind (Laufs 2002, § 101 Rn 11).
Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) und der Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA) haben zur Orientierung im beruflichen Alltag eine gemeinsame Entschließung herausgebracht, die die Möglichkeiten der Delegation vor dem Hintergrund der Anästhesiephasen unterscheidet (Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin und Berufsverband Deutscher Anästhesisten 2011, S. 62).
1 Methodik der Literaturrecherche: Dieses Kapitel beschreibt die Vorgehensweise bei der Suche nach Fachliteratur in Datenbanken und Fachbibliotheken sowie den aktuellen Forschungsstand zur Thematik.
2 Berufsbild des Rettungsassistenten: Es erfolgt eine Darstellung der gesetzlichen Grundlagen und der Ausbildungsinhalte des Rettungsassistenten, um den Ausgangspunkt dieser Berufsgruppe zu definieren.
3 Weiterbildung der Rettungsassistenten zum „Pflegeassistenten für Funktionsbereiche“: Dieses Kapitel erläutert das spezifische Weiterbildungskonzept, inklusive dessen Hintergrund, Zielsetzungen, Umfang und inhaltlicher Ausgestaltung.
4 Der Operationsbereich: Die Abläufe im Anästhesiefunktionsdienst werden analysiert, wobei zwischen patientenfernen und patientennahen Tätigkeiten sowie den Anforderungen an das Personal differenziert wird.
5 Erste Analyse: Einsetzbarkeit von Rettungsassistenten aus haftungsrechtlicher Sicht: Die rechtlichen Voraussetzungen für die Delegation pflegerischer Aufgaben und die sich daraus ergebenden Haftungsrisiken für Träger, Führungskräfte und Mitarbeiter werden geprüft.
6 Zweite Analyse: Einsetzbarkeit von Rettungsassistenten aus organisatorischer Sicht: Hier werden notwendige Prozessanalysen und strukturelle Voraussetzungen wie Stellenbeschreibungen und Einarbeitungskonzepte zur Integration der neuen Mitarbeiter dargestellt.
7 Dritte Analyse: Das neue Einsatzfeld aus berufspolitischer Sicht: Dieses Kapitel beleuchtet kritische Stellungnahmen der Fachöffentlichkeit und diskutiert die Auswirkungen des Einsatzes von weitergebildeten Rettungsassistenten auf die Pflegeberufe.
8 Zusammenführung der vorangegangenen Analyseergebnisse: Die zentralen Anforderungen und Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz der Rettungsassistenten werden hier komprimiert zusammengefasst.
9 Diskussion: Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Weiterbildungskonzept und der Frage, ob der Einsatz dieser neuen Berufsgruppe die beste Lösung für den Personalnotstand darstellt.
10 Fazit: Das abschließende Urteil betont die Notwendigkeit einer sorgfältigen Planung und der interdisziplinären Zusammenarbeit bei der Einführung neuer Berufsbilder.
Rettungsassistent, Anästhesiefunktionsdienst, Fachkräftemangel, Pflegeassistenz, Delegation, Haftungsrecht, Organisationsanalyse, Berufsverband, Arbeitsteilung, Prozessoptimierung, Patientensicherheit, Weiterbildung, Anästhesie, Intensivpflege, Klinisches Management.
Die Arbeit analysiert die Einsetzbarkeit von weitergebildeten Rettungsassistenten im Anästhesiefunktionsdienst, um dem Fachkräftemangel in Krankenhäusern entgegenzuwirken.
Die Untersuchung konzentriert sich auf haftungsrechtliche, organisatorische und berufspolitische Aspekte, die bei der Integration dieser Berufsgruppe in den Klinikalltag eine Rolle spielen.
Die Forschungsfrage lautet, ob und inwieweit Rettungsassistenten nach einer spezifischen Weiterbildung zum "Pflegeassistenten für Funktionsbereiche" rechtlich und organisatorisch sinnvoll in der Anästhesie eingesetzt werden können.
Der Autor führt eine Literaturrecherche durch und wertet aktuelle Studien, rechtliche Gutachten sowie Stellungnahmen von Fachverbänden und Gewerkschaften aus, um die Thematik objektiv zu beleuchten.
Im Hauptteil werden das Berufsbild, das Weiterbildungskonzept und die drei Analyseschwerpunkte (Recht, Organisation, Berufspolitik) detailliert vorgestellt und diskutiert.
Schlüsselbegriffe sind vor allem Rettungsassistent, Anästhesiefunktionsdienst, Fachkräftemangel, Delegation von Aufgaben und Haftungsrisiken.
Diese Differenzierung ist entscheidend, da patientenferne Tätigkeiten (z.B. Logistik) leichter delegierbar sind, während patientennahe Aufgaben hohe medizinische Expertise erfordern und rechtlich stärker eingeschränkt sind.
Es schützt Mitarbeiter davor, Tätigkeiten auszuführen, für die sie nicht ausreichend qualifiziert sind, und verpflichtet sie bei Unsicherheit sogar zur Ablehnung der Aufgabe, um strafrechtliche Relevanz zu vermeiden.
Kritiker sehen darin oft eine "Sackgasse" oder ein "falsches Signal", das anstelle einer nachhaltigen Aufwertung des Pflegeberufs nur eine kurzfristige, qualitativ unsichere Lösung für den Personalmangel bietet.
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