Magisterarbeit, 1997
125 Seiten, Note: sehr gut
Diese Hausarbeit analysiert den Vernunftbegriff und die Gesellschaftstheorie von Jürgen Habermas im Kontext der Debatte über die Aufklärung und ihre Folgen. Sie befasst sich mit dem Paradigmenwechsel in der Kritischen Theorie, der die Kritik an den bestehenden Herrschaftsstrukturen neu denkt und den Fokus auf die kommunikative Vernunft richtet.
Die Einleitung beleuchtet die Problematik des Vernunftbegriffs in der modernen Gesellschaft und stellt die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels in der Kritik der Aufklärung dar. Das zweite Kapitel untersucht die Schwächen der Kritischen Theorie und die Begründung für die Hinwendung zu einer kommunikationstheoretischen Perspektive. Das dritte Kapitel erläutert das Konzept der kommunikativen Vernunft, die sich auf die Entwicklung von kommunikativen Kompetenzen und die Diskursethik fokussiert. Das vierte Kapitel analysiert die Lebenswelt und ihre Kolonialisierung durch Systeme, wobei insbesondere die Folgen für das Bewusstsein und die Fragmentierung der Gesellschaft betrachtet werden. Das fünfte Kapitel widmet sich dem Habitusbegriff und seiner Verbindung zu der kolonialisierten Lebenswelt. Im sechsten Kapitel wird die Diskurstheorie des Rechts und die Bedeutung der öffentlichen Meinung im Kontext der deliberativen Politik analysiert.
Die Hausarbeit befasst sich mit zentralen Konzepten wie kommunikative Vernunft, Lebenswelt, Kolonialisierung, Habitus, Diskursethik, Öffentlichkeit, und deliberative Politik. Die Analyse verknüpft diese Konzepte mit der Kritik an der traditionellen Aufklärung, die insbesondere durch die Werke von Adorno und Horkheimer beleuchtet wird.
Kommunikative Vernunft basiert auf der Verständigung zwischen Individuen durch herrschaftsfreien Diskurs, im Gegensatz zur rein zweckorientierten, instrumentellen Vernunft.
Es beschreibt den Prozess, bei dem ökonomische und administrative Systeme (Geld und Macht) in private und soziale Lebensbereiche eindringen und dort die kommunikative Verständigung verdrängen.
Die Diskursethik ist ein Verfahren zur Begründung moralischer Normen, bei dem nur jene Regeln als gültig anerkannt werden, denen alle Betroffenen in einem rationalen Diskurs zustimmen könnten.
Während die frühe Kritische Theorie oft pessimistisch den Untergang der Aufklärung sah, versucht Habermas durch einen Paradigmenwechsel zur Kommunikationstheorie ein optimistischeres Fundament für die Vernunft zu schaffen.
Ein Politikmodell, das auf öffentlicher Beratung und Diskussion basiert, um legitime politische Entscheidungen durch die Einbindung der Zivilgesellschaft zu erreichen.
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