Bachelorarbeit, 2012
69 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
1.1. Der Fiskalpakt zwischen Finanz- und Strukturkrise
1.2. Methodisches Vorgehen und Begriffsdefinitionen
2. Die EU auf dem Weg zum Fiskalpakt
2.1. Die Wirtschafts- und Währungsunion
2.2. Die Krise als Anstoß: Die Entwicklung des Fiskalpaktes
3. Inhalte und Intentionen des Fiskalpakts
4. Primärrechtliche Grundlagen und die juristische Kontroverse um den Fiskalpakt am Beispiel des innerdeutschen Ratifikationsprozesses
4.1. Das Primärrecht als juristische Basis
4.2. Das Bundesverfassungsgericht in entscheidender Rolle: Probleme der deutschen Ratifikation des Fiskalpaktes
5. Ökonomische Grundlagen
5.1. Die Finanzverfassung der Europäischen Union
5.2. Eine Auswahl fundamentaler wirtschaftspolitischer Konzepte
5.2.1. Die Ansichten der Neoklassiker und Monetaristen
5.2.2 Grundzüge keynesianischer Wirtschaftspolitik
6. Der Fiskalpakt als Ausweg der EU aus der wirtschafts- und finanzpolitischen Krise?
7. Schlussbetrachtung
8. Anhang
8.1. Ausgewählte Statistiken
8.2. Relevante juristische Bestimmungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Fiskalpakts als Lösungsansatz für die europäische Finanzkrise. Dabei wird analysiert, inwieweit der Fiskalpakt geeignet ist, die wirtschafts- und finanzpolitische Stabilität der EU zu sichern, wobei sowohl die juristischen Grundlagen als auch ökonomische Theorien und die spezifische Situation in Deutschland kritisch beleuchtet werden.
2.2. Die Krise als Anstoß: Die Entwicklung des Fiskalpaktes
Die Ursprünge, die die Ausarbeitung des Fiskalpaktes notwendig erschienen ließen, liegen im Aufkommen der europäischen Staatsschuldenkrise begründet, die in nicht unerheblichem Maße von der 2008/2009 sich abzeichnenden Weltwirtschafts- und Finanzkrise beeinflusst wurde. Die ökonomischen Divergenzen zwischen den einzelnen Eurostaaten traten nun nicht zuletzt durch die scheinbar nivellierte Kreditwürdigkeit im Zuge der Euro-Einführung der Euro-Staaten immer offener zu Tage. Dadurch konnten sich auch die Staaten, deren ökonomische Rahmenbedingungen vergleichsweise schlecht waren, zu relativ günstigen Zinssätzen Gelder am Kreditmarkt beschaffen- ein Grund für die oft zitierte Blasenbildung.
Eine Sanktionierung dieser unsoliden Haushaltspolitik- wie noch im Stabilitäts- und Wachstumspakt vorgesehen, erfolgte dagegen nicht. Als erstes EU- und Eurozonen-Mitglied musste Griechenland 2009 Probleme einräumen, als die neue sozialistische Regierung Georgios Papandreou ins Amt kam. Dabei trat zu Tage, dass Zahlen, die Griechenland angegeben hatte, um an der WWU teilzunehmen, durch das Einsetzen verschiedener Finanzinstrumente beschönigt wurden. Dabei ist es als besonders verwunderlich zu beachten, dass diese Praxis so lange verdeckt werden konnte, da die Europäische Kommission bereits 2004 erste Zweifel an der Korrektheit der übermittelten Zahlen laut werden ließ und nach einer Überprüfung der Gegebenheiten teils gravierende Anpassungen vornehmen musste.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die öffentliche Wahrnehmung der europäischen Finanzkrise und legt die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit fest.
2. Die EU auf dem Weg zum Fiskalpakt: Dieses Kapitel zeichnet die historische Genese der Wirtschafts- und Währungsunion nach und analysiert die Ursprünge der Staatsschuldenkrise als Auslöser für den Fiskalpakt.
3. Inhalte und Intentionen des Fiskalpakts: Hier werden die zentralen inhaltlichen Bestimmungen des Fiskalpakts sowie die Absichten der beteiligten Akteure und die zugewiesenen Rollen der Institutionen untersucht.
4. Primärrechtliche Grundlagen und die juristische Kontroverse um den Fiskalpakt am Beispiel des innerdeutschen Ratifikationsprozesses: Dieses Kapitel befasst sich mit der juristischen Verankerung des Fiskalpakts im Primärrecht und der kontroversen Auseinandersetzung um dessen Ratifikation in Deutschland.
5. Ökonomische Grundlagen: Hier werden die ökonomischen Rahmenbedingungen der EU dargestellt und wirtschaftspolitische Konzepte der Neoklassiker, Monetaristen und Keynesianer gegenübergestellt.
6. Der Fiskalpakt als Ausweg der EU aus der wirtschafts- und finanzpolitischen Krise?: In diesem Kapitel werden die vorangegangenen Ergebnisse synthetisiert, um die Erfolgsaussichten des Fiskalpakts kritisch zu bewerten.
7. Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die zukünftigen Herausforderungen für die europäische Integration und Stabilität.
8. Anhang: Der Anhang enthält detaillierte statistische Daten und die relevanten juristischen Bestimmungen.
Fiskalpakt, Staatsschuldenkrise, Europäische Union, Währungsunion, Schuldengrenze, Ratifikation, Bundesverfassungsgericht, Primärrecht, Haushaltspolitik, Wirtschaftspolitik, Defizitverfahren, Finanzstabilität, Integration, Keynesianismus, Neoklassik
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und der Bedeutung des Fiskalpakts vor dem Hintergrund der europäischen Staatsschuldenkrise.
Zentrale Themen sind die ökonomischen Grundlagen der EU, die juristische Einordnung des Fiskalpakts sowie die politische Debatte um Souveränitätsfragen und Stabilitätsregeln.
Ziel ist es zu beurteilen, ob der Fiskalpakt als effektives Instrument zur Bewältigung der Finanzkrise und zur langfristigen Sicherung der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion dienen kann.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Methode, indem sie historischen Kontext, juristische Vertragstexte und ökonomische Theorien in einer synthetischen Betrachtung gegenüberstellt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Krise, die juristischen Grundlagen und Kontroversen sowie die ökonomische Bewertung unter Anwendung verschiedener Wirtschaftstheorien.
Wichtige Begriffe sind Fiskalpakt, Staatsschuldenkrise, Eurozone, Haushaltsdisziplin und supranationale Kontrolle.
Deutschland nahm eine Vorreiterrolle ein, wobei der Ratifikationsprozess aufgrund verfassungsrechtlicher Bedenken und Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht besonders intensiv und kontrovers diskutiert wurde.
Der Autor argumentiert, dass eine reine Sparpolitik nicht ausreicht und eine Erweiterung um eine Wachstumskomponente notwendig ist, um die Krise nachhaltig zu überwinden.
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