Bachelorarbeit, 2014
46 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Kontextualisierung
1.2 Zielstellung und Themenabgrenzung
2. Vereinsrecht
2.1 Rechtsform
2.2 Definition „Verein“
2.3 Vereinstypen
2.3.1 Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb
2.3.2 Nebenzweckprivileg
2.4 Steuerliche Gemeinnützigkeit
2.5 Satzung
2.6 Mitgliedschaft
3. Der 1. FC Union Berlin e.V.
3.1 Vereinsgeschichte
3.2 Vereinssatzung
3.2.1 Struktur
3.2.2. Vereinsrecht angewandt auf die Satzung des 1. FC Union Berlin e.V.
3.3 Mitglieder des 1. FC Union Berlin e.V.
3.3.1 Mitgliederzahlen
3.3.2 Fangruppen
3.3.3 Fan- und Mitgliederabteilung
4. Der wirtschaftliche Beitrag der Fans
4.1. Fandemonstration 1997
4.2 „Bluten für Union“
4.3. Modernisierung des Stadions
4.4 Stadionaktienkauf durch die Mitglieder
4.5. Veranstaltungen rund um den 1. FC Union Berlin e.V.
4.5.1 Das Theaterstück zum Spiel
4.5.2 Weihnachtssingen
4.5.3 „Gemeinsam SEHEN – UNION leben“
5. Betrachtung der wirtschaftl. Gesamtleistung der Fans unter verschiedenen Aspekten
5.1 Direkter wirtschaftlicher Beitrag
5.2 Indirekter wirtschaftlicher Beitrag
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die ökonomische Relevanz der Fans für den 1. FC Union Berlin e.V., indem sie sowohl direkte finanzielle Unterstützung durch Mitgliederbeiträge und Aktienkäufe als auch indirekte Beiträge durch ehrenamtliches Engagement und Repräsentation analysiert.
4.1. Fandemonstration 1997
Mitte der 1990er Jahre geriet der 1. FC Union Berlin in existenzielle Schwierigkeiten. Nachdem der Verein 1993 und 1994 keine Lizenz für die 2. Bundesliga erhielt, verließ der damalige Trainer mitsamt drei wichtiger Spieler die Mannschaft. Der Verein erreichte Ende 1996 einen wirtschaftlichen Tiefpunkt. Es gab kaum noch Sponsoren, es drohten Kassenpfändungen durch die Gläubiger und Spielergehälter konnten nicht mehr bezahlt werden. Im Februar 1997 stellte der Verein dann einen Antrag auf Eröffnung zum Insolvenzverfahren. Diese Krisen konnten die Fans nicht tatenlos ansehen und riefen, angesichts des drohenden Konkurses, zum Protestmarsch am 23. Februar 1997 zogen circa 3000 Unioner Fans vom Alexanderplatz durch das Brandenburger Tor bis zur Siegessäule. Mit ihrer Botschaft „Rettet Union“ wollten sie auf sich aufmerksam machen. Ein Fanrat wurde gegründet, der Aktionen wie das Erarbeiten von Imagepapieren über Union für den Regierenden Bürgermeister koordinierte. Aus dem damaligen Krisentreffen ist heute das monatliche Fantreffen immer noch demselben Moderator entstanden.
In Folge dessen wurde auch Dr. Kölmel aufmerksam, der sich im Dezember 1997 mit dem damaligen Präsidenten in Verbindung setzte. Dr. Kölmel, der Gründer der Münchner Filmrechte-Firma „Kinowelt“, griff dem 1. FC Union Berlin finanziell unter die Arme, der dadurch sportlich und wirtschaftlich einen Aufschwung erlangte. Bis heute stehen die Rückzahlungen aus. Dr. Kölmel, ebenfalls Union-Fan, würde auch auf die restlichen Rückzahlungen verzichten. Dies schließt sich aber aus steuerlichen Gründen aus, weil der 1. FC Union Berlin dann mit einem Schlag einen riesigen Gewinn bilanzieren müsste, der die Gemeinnützigkeit des Vereins in Frage stellt.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Sportart Fußball ein und thematisiert die zunehmende Kommerzialisierung sowie die Bedeutung von Traditionsvereinen, die auf das Engagement ihrer Mitglieder angewiesen sind.
2. Vereinsrecht: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für Sportvereine in Deutschland dargelegt, insbesondere die Rechtsform, die Bedeutung der Gemeinnützigkeit und die Rolle der Vereinssatzung.
3. Der 1. FC Union Berlin e.V.: Dieses Kapitel skizziert die Vereinsgeschichte, analysiert die Satzung, die interne Struktur und beleuchtet die Rolle sowie die Organisation der Fans im Verein.
4. Der wirtschaftliche Beitrag der Fans: Hier wird detailliert analysiert, wie Fans durch Aktionen wie die Fandemonstration 1997, das Projekt „Bluten für Union“, Stadionbau und Aktienkäufe wirtschaftlich zur Unterstützung des Vereins beitragen.
5. Betrachtung der wirtschaftl. Gesamtleistung der Fans unter verschiedenen Aspekten: Dieses Kapitel fasst die verschiedenen Beiträge der Fans zusammen und differenziert zwischen direkten finanziellen Leistungen und indirekten wirtschaftlichen Effekten.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass die Fans durch ihre vielfältigen Beiträge den Verein wirtschaftlich stützen und somit maßgeblich zu dessen langfristigem Fortbestand und Erfolg beitragen.
1. FC Union Berlin, Fans, Mitglieder, Vereinsrecht, wirtschaftlicher Beitrag, Stadion An der Alten Försterei, Fan- und Mitgliederabteilung, Gemeinnützigkeit, Sponsoring, Fanengagement, Stadionaktien, Tradition, Ehrenamt, Insolvenzprävention, Vereinsstruktur
Die Arbeit untersucht die ökonomische Relevanz der Fans für den 1. FC Union Berlin e.V. und zeigt auf, wie diese durch verschiedene Aktivitäten wirtschaftliche Werte für den Verein generieren.
Die zentralen Themen sind das deutsche Vereinsrecht, die Historie und Struktur des 1. FC Union Berlin sowie die Analyse spezifischer Fan-Aktionen, die zur wirtschaftlichen Konsolidierung und Modernisierung des Vereins beigetragen haben.
Das Ziel ist es, die Leistungen der Fans, die einen wirtschaftlichen Effekt zur Unterstützung ihres Vereins generieren, zu identifizieren, zu betrachten und zu bewerten.
Die Arbeit verwendet eine deskriptive und analytische Methode, basierend auf einer Literaturanalyse zu vereinsrechtlichen Themen sowie der detaillierten Fallstudie des 1. FC Union Berlin anhand von Quellen wie Vereinsunterlagen und Medienberichten.
Im Hauptteil werden die rechtlichen Grundlagen von Vereinen, das Vereinsprofil des 1. FC Union Berlin, konkrete Beispiele für den finanziellen Beitrag der Fans (wie Stadionumbau und Aktienkäufe) sowie die Rolle der Fan- und Mitgliederabteilung detailliert ausgeführt.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Fanengagement, wirtschaftlicher Beitrag, Vereinsrecht, Stadion An der Alten Försterei und die Mitgliederorientierung des 1. FC Union Berlin.
Die Demonstration war ein Wendepunkt in der Vereinsgeschichte, da sie auf die existenzielle finanzielle Notlage aufmerksam machte, die öffentliche Wahrnehmung beeinflusste und letztendlich Investoren wie Dr. Kölmel auf den Verein aufmerksam machte.
Die FuMA fungiert als organisatorische Schnittstelle, die verschiedene Arbeitsgruppen (Marketing, Soziales, etc.) bündelt, Fan-Interessen vertritt und durch direkte Mitarbeit sowie Mitspracherechte die Integration und Identifikation mit dem Verein stärkt.
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