Masterarbeit, 2015
72 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Vorbemerkungen
2. Theorie der Katapulte
2.1. Aufbau eines Katapults und Ablauf der Bewegung
2.2. Hebel, Drehmoment und Winkelgeschwindigkeit
2.3. Energien im System des Katapults
2.4. Die Wurfbewegung des Geschosses
3. Katapulte in der Praxis
3.1. Das selbstgebaute Gegengewichtskatapult
3.1.1. Bau des Katapults
3.1.2. Berechnung der theoretischen Reichweite
3.1.3. Messreihen
3.1.4. Bild- und Videoanalysen
3.2. Das Gegengewichtskatapult mit variablem Drehmoment
3.2.1. Messreihen
3.2.2. Bild- und Videoanalysen
3.3. Das Federkatapult
3.3.1. Bild- und Videoanalysen
3.4. Zusammenfassung Katapulte in der Praxis
4. Filmszenenanalysen
4.1. Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs
4.1.1. Abschätzungen, Messungen und Festlegungen zur Überprüfung
4.1.2. Überprüfung der Reichweite
4.1.3. Überprüfung der Katapultkonstruktion
4.1.4. Impuls des Geschosses
4.1.5. Objektspurverfolgung
4.2. Wickie und die starken Männer
4.2.1. Abschätzungen, Messungen und Festlegungen zur Überprüfung
4.2.2. Wurfweite des Federkatapults
4.2.3. Überprüfung der Katapultkonstruktion
4.3. Merida
4.3.1. Abschätzungen, Messungen und Festlegungen zur Überprüfung
4.3.2. Überprüfung der Flugparabel über den Scheitelpunkt
4.4. Zusammenfassung Filmanalysen
5. Umsetzung im Unterricht
5.1. Vermittlung physikalischer Aspekte
5.2. Behebung gängiger Präkonzepte
5.3. Methodenvorschläge
5.3.1. Medieneinsatz – Videoanalyse
5.3.2. Medieneinsatz - „Fake Check“
5.3.3. EggRace zur Förderung kooperativen Lernens
6. Fazit
7. Literatur
7.1. Texte
7.2. Filme
7.3. Internetquellen und Bildnachweise
7.4. Erworbene Bausätze
Die vorliegende Arbeit untersucht das Katapult als physikalisches System, indem sie theoretische Grundlagen mit experimentellen Untersuchungen und Videoanalysen verknüpft, um darauf aufbauend Methoden für einen kontextorientierten Physikunterricht zu entwickeln, die Fehlvorstellungen bei Schülern adressieren.
3.1.2. Berechnung der theoretischen Reichweite
Bevor Wurfversuche mit dem Katapult durchgeführt wurden, interessierte die Reichweite, die dieses Katapult unter idealisierten Bedingungen in Abhängigkeit von Geschossmasse und Gegengewichtsbeladung erreichen könnte. Reibungsverluste wurden bei den folgenden Berechnungen vernachlässigt.
Aus der Energiebilanz (9) kann die Winkelgeschwindigkeit ω ermittelt werden mit ω = Wurzel aus (2g(m_Korb*delta_h_Korb - m_Geschoss*delta_h_Geschoss) / (J + m_Arm*r_s^2 + m_Geschoss*l_Geschoss^2 + m_Korb*l_Korb^2)).
Folgend kann über die Winkelgeschwindigkeit und den Zusammenhang der Bahngeschwindigkeit mit dieser die Anfangsgeschwindigkeit des Geschosses berechnet werden durch (1). Abschließend kann (10) für die Wurfweite der Wurfbewegung mit gegebener Abwurfhöhe und nicht idealem Winkel, da der Abwurfwinkel bei Abwurfhöhe kleiner als 45° sein sollte, angewandt werden, um die Wurfweite zu berechnen.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik des Katapults als historisches und modernes, physikalisch interessantes Gerät sowie Vorstellung der verwendeten Programme.
2. Theorie der Katapulte: Erläuterung der physikalischen Grundlagen wie Rotation, Drehmoment, Energiebilanz und Wurfparabel.
3. Katapulte in der Praxis: Detaillierte Darstellung des Baus und der Messreihen von Eigenbaumodellen sowie deren Auswertung mittels Videoanalyse.
4. Filmszenenanalysen: Wissenschaftliche Untersuchung der physikalischen Plausibilität von Katapulteinsätzen in bekannten Filmen wie "Der Herr der Ringe", "Wickie und die starken Männer" und "Merida".
5. Umsetzung im Unterricht: Diskussion didaktischer Strategien, um physikalische Präkonzepte durch moderne Medien und kooperative Lernformen wie das EggRace abzubauen.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass das Katapult ein hervorragender, motivierender Kontext für den Physikunterricht ist.
Katapult, Physikunterricht, Videoanalyse, Gegengewichtskatapult, Federkatapult, Energiebilanz, Wurfparabel, Filmanalyse, Impuls, Drehmoment, Trägheit, Kontextorientierung, Medienkompetenz, Kooperatives Lernen, EggRace
Die Arbeit befasst sich mit der physikalischen Funktionsweise von Katapulten und deren didaktischer Einsetzbarkeit im Physikunterricht durch Verknüpfung von Theorie, Experimenten und Medienanalysen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Mechanik (Drehmoment, Energie, Wurf), der praktischen Modellierung, der Analyse filmischer Darstellungen und der fachdidaktischen Umsetzung.
Ziel ist es, die physikalischen Zusammenhänge des Katapults zu verstehen, deren Darstellung in Spielfilmen kritisch zu hinterfragen und Wege aufzuzeigen, wie dieser Kontext Schüler zu motivieren und ihre Medienkompetenz zu fördern vermag.
Es werden mathematische Modellierungen, physikalische Berechnungen (z.B. Energiebilanz), experimentelle Messreihen mit Modellbau und computergestützte Videoanalysen (EVA) eingesetzt.
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen, den praktischen Bau von Gegengewichts- und Federkatapulten, führt quantitative Videoanalysen von Wurfbewegungen durch und prüft die physikalische Korrektheit von Filmszenen.
Sie dient als Werkzeug, um Bewegungsabläufe (z.B. die Wurfparabel) sichtbar zu machen, Messwerte zu generieren und physikalische Fehlvorstellungen der Schüler gezielt zu adressieren.
Die Szene dient als Beispiel für eine computeranimierte Darstellung, bei der die physikalische Realität zugunsten der filmischen Unterhaltung vernachlässigt wird, was als "Real Check" im Unterricht dienen kann.
Während das Gegengewichtskatapult auf die Schwerkraft als primäre Antriebsenergie setzt, nutzt das Federkatapult gespeicherte Spannenergie aus Blattfedern oder verdrillten Seilen.
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