Diplomarbeit, 2013
85 Seiten, Note: 1,0
I. Einleitung
II. Das Wiederkaufsrecht
A. Definition
B. Gegenstand
1. Grundsatzregelung
2. Unternehmen
3. Bewegliche Gattungssachen
C. Zweck
D. Rechtsnatur des Wiederkaufsrechts
E. Vertragliche Begründung
F. Ausübung
G. Besonderheiten
1. Dauer
2. Unvererblichkeit und Unübertragbarkeit
3. Wiederkaufspreis
4. Eintragung ins Grundbuch
5. Gegenseitige Ansprüche
III. Das Wiederkaufsrecht in der Insolvenz
A. Überblick
B. Insolvenz des Verpflichteten
1. Rechtsausübung nach Insolvenzeröffnung
a) Das Wiederkaufsrechts als Anbot
(1) Grundsätzliches
(2) Fehlende Bindung oder Erlöschen?
(3) Zwingendes Recht
(4) Einverleibtes Wiederkaufsrecht
b) Das Wiederkaufsrecht als ein „zweiseitiger Vertrag“
(1) Tatbestand
(2) Vertragsbegriff
(3) Nicht ausgeübtes Wiederkaufsrecht
(4) Ausgeübtes Wiederkaufsrecht
c) Rechtsprechung
(1) Sachverhalt
(2) Rechtliche Beurteilung des LG St. Pölten als Erstgericht
(3) Rechtliche Beurteilung des OLG Wien als Berufungsgericht
(4) Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs
d) Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
(1) Anspruch des Wiederkaufsberechtigten
(2) Vermeidung des „Rosinenpickens“
(3) OGH Urteil ein „Billigkeitsurteil“?
(4) Eigene Meinung
2. Rechtsausübung vor Insolvenzeröffnung
3. Rechtsausübung nach Beendigung des Insolvenzverfahrens
4. Exkurs: Insolvenzfester Lösungsansatz
a) Dienstbarkeit
(1) Inhalt
(2) Durchsetzung
b) Reallast
(1) Inhalt einer Reallast
(2) Anwendbarkeit zur Zwecksicherung des Wiederkaufsrechts
C. Insolvenz des Berechtigten
1. Rechtsausübung vor Insolvenzeröffnung
2. Rechtsausübung nach Insolvenzeröffnung
a) Berechtigung zur Abgabe der Wiederkaufserklärung
(1) Höchstpersönliches Recht
(2) Insolvenzrechtliche Betrachtung
(3) Eigene Schlussfolgerungen
b) Ausübung durch den Insolvenzschuldner
3. Rechtsausübung nach Beendigung des Insolvenzverfahrens
D. Das Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung
1. Besonderheiten des Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung
a) Voraussetzungen
b) Aufgabenteilung
2. Auswirkungen der Eigenverwaltung auf das Wiederkaufsrecht
a) Gewöhnlicher Unternehmensbetrieb
b) Relative Unwirksamkeit
c) Entzug der Eigenverwaltung
d) Dem Sanierungsverwalter vorbehaltene Rechtshandlungen
e) Prozessführung und die Entstehung von Masseforderungen
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die rechtliche Stellung und Gültigkeit des Wiederkaufsrechts im österreichischen Insolvenzrecht. Ziel der Arbeit ist es, eine insolvenzspezifische Analyse der verschiedenen Aspekte der Rechtsposition sowohl des Wiederkaufsverpflichteten als auch des Wiederkaufsberechtigten vor, während und nach der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zu liefern und dabei praxisnahe Lösungsansätze zu entwickeln, insbesondere unter Berücksichtigung der §§ 21 und 26 IO.
(1) Sachverhalt
Die Streitteile errichteten am 02.03.1981 einen Übergabsvertrag bei einem öffentlichen Notar. In diesem übertrugen die beiden Kläger das Eigentum an einer Liegenschaft (EZ 20) an ihren Sohn, den Beklagten. Auf dieser Liegenschaft betrieben die beiden Kläger seit langem ein Wirtshaus. Im Gegenzug räumte der Beklagte den Klägern, zugunsten deren lebenslanger Versorgung, folgende Rechte an der übertragenen Liegenschaft ein:
Eine monatliche wertgesicherte Versorgungsrente in der Höhe von 10.000 Schilling. Aufgeteilt wurde dieser in Teilbeträge in der Höhe von 4.000 Schilling zugunsten des Erstklägers und 6.000 Schilling zugunsten der Zweitklägerin;
Das Wohnungsrecht an bestimmten Räumlichkeiten des übergeben Objektes, freie Wasserentnahme, Beleuchtung und Beheizung, usw;
Ein Veräußerungs- und Belastungsverbot zugunsten der Kläger.
I. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet den Wandel des Wiederkaufsrechts von der Kreditsicherung zur Zweckwidmung von Liegenschaften und stellt die insolvenzspezifische Untersuchung als zentrales Ziel dar.
II. Das Wiederkaufsrecht: Dieses Kapitel erläutert die Definition, den Gegenstand, den Zweck sowie die Rechtsnatur des Wiederkaufsrechts und behandelt dessen vertragliche Begründung, Ausübung und Besonderheiten wie Dauer und Verbücherung.
III. Das Wiederkaufsrecht in der Insolvenz: Hier werden die Insolvenz des Verpflichteten und des Berechtigten getrennt analysiert, wobei die Rechtsausübung zu unterschiedlichen Zeitpunkten und das Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung im Detail betrachtet werden.
IV. Fazit: Die Arbeit fasst die wichtigsten Aspekte zusammen, betont die Bedeutung der Rechtssicherheit durch die Einordnung als mittelbares Vermögensrecht und schlägt alternative Sicherungsmöglichkeiten vor.
V. Literaturverzeichnis: Verzeichnis der in der Arbeit zitierten selbständigen Werke und Kommentare sowie Beiträge in Zeitschriften.
VI. Entscheidungsverzeichnis: Chronologische Auflistung der in der Arbeit angeführten gerichtlichen Entscheidungen, sortiert nach Gerichten.
Wiederkaufsrecht, Insolvenzrecht, Insolvenzordnung, IO, § 21 IO, § 26 IO, Sanierungsverfahren, Eigenverwaltung, Liegenschaft, Eigentumsübertragung, Dienstbarkeit, Reallast, OGH, Rechtsprechung, Insolvenzmasse.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der insolvenzrechtlichen Behandlung des Wiederkaufsrechts in Österreich, insbesondere im Hinblick auf seine Gültigkeit und Ausübung bei Insolvenz des Verpflichteten oder des Berechtigten.
Die zentralen Themen sind die Rechtsnatur des Wiederkaufsrechts, dessen Einordnung unter die §§ 21 und 26 IO im Insolvenzfall sowie Möglichkeiten zur insolvenzfesten Sicherung durch dingliche Rechte.
Das Ziel ist eine praxisnahe, insolvenzrechtliche Analyse des Wiederkaufsrechts, um Rechtssicherheit für Wissenschaft und Praxis bei der Behandlung dieses komplexen Instituts in der Insolvenz zu schaffen.
Die Arbeit folgt einer systematischen und teleologischen Interpretation der Gesetzesnormen, ergänzt durch eine kritische Auseinandersetzung mit der herrschenden Lehre und aktueller Judikatur.
Im Hauptteil werden getrennt die Insolvenz des Wiederkaufsverpflichteten und des Wiederkaufsberechtigten untersucht, inklusive der Rechtsausübung vor, während und nach dem Verfahren sowie ein Exkurs zu Alternativen wie Dienstbarkeiten.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Wiederkaufsrecht, Insolvenzordnung, § 21 IO, Sanierungsverfahren, Eigenverwaltung und mittelbares Vermögensrecht.
Die Unterscheidung ist entscheidend für die Frage, ob der Insolvenzverwalter an ein Angebot des Schuldners gebunden ist (§ 26 IO) oder ob ein zweiseitiger, noch nicht vollständig erfüllter Vertrag vorliegt, der ein Wahlrecht auf Rücktritt oder Erfüllung eröffnet (§ 21 IO).
Der Autor stellt die Lehrmeinungen der Literatur der OGH-Entscheidung gegenüber und hinterfragt kritisch, ob eine Subsumtion unter § 26 Abs 3 IO in bestimmten Fällen zu einem sachgerechteren Ergebnis hätte führen können.
Das Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung bringt spezifische Anforderungen an die Handlungsbefugnis des Schuldners mit sich, insbesondere die Frage, ob die Ausübung des Wiederkaufsrechts als "gewöhnlicher Unternehmensbetrieb" gilt.
Der Autor erachtet die Dienstbarkeit als geeignetes Instrument, um den Zweck des Wiederkaufsrechts im Insolvenzfall des Verpflichteten gegenüber dem Eigentümer der belasteten Liegenschaft abzusichern, da sie als dingliches Recht auch gegen Dritte wirkt.
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