Bachelorarbeit, 2015
82 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
1 Problemstellung
2 Theoretische Hintergründe
2.1 Beweglichkeit
2.2 Dehnen
2.3 Dehnmethoden
2.4 Dynamisches Dehnen
2.5 Belastungskomponenten des Dynamischen Dehnens
2.6 Bandgeführte Bewegungen
2.7 Gelenkbehandlung in der Therapie
3 Experimenteller Teil
3.1 Untersuchungsdesign
3.2 Instrumente und Verwendung
3.3 Tests
3.3.1 Active-straight-leg-raise-Test (ASLR)
3.3.2 Test für die Dorsalextension im oberen Sprunggelenk (DE OSG)
3.4 Stichprobenkonstruktion
3.5 Versuchsablauf
3.6 Statistische Analysen
4 Ergebnisse
4.1 Verbesserung der maximalen Bewegungsreichweite
4.2 Unterschied Bandgeführte Bewegungen und Dynamisches Dehnen
5 Diskussion
Die Arbeit untersucht, ob die von Kelley Starrett populär gemachten „Bandgeführten Bewegungen“ eine größere kurzfristige Verbesserung der Beweglichkeit bewirken als herkömmliches dynamisches Dehnen, indem sie zusätzlich gezielte Traktion auf die Gelenkkapsel ausüben.
2.6 Bandgeführte Bewegungen
Um die Beweglichkeit zu verbessern, darf nach Starret (2014: ) nicht nur die verkürzte2 Muskulatur betrachten werden, sondern vor allem auch die Gelenkkapsel. Sie ist die bänderreiche Hülle, die ein Gelenk umfasst und das Gelenk stabilisiert und Überstreckungen verhindert. Auch diese Hülle kann verhärten und adaptiv verkürzen, wenn das Gelenk über längere Zeit eine Fehlstellung einnimmt und somit schlussendlich auch die Bewegungsreichweite in einem Gelenk einschränken. Nach den Ergebnissen von Johns und Wright (1962), beträgt der Anteil des Dehnungswiderstandes der Gelenkkapsel 47% und der der Muskulatur 41% (10% Sehnen und 2% Haut). Normale Dehnübungen berühren hauptsächlich die Muskulatur und weniger die Gelenkkapsel mit ihrem straffen kollagenem Bindegewebe und geringem Anteil an elastischen Fasern.
Als Vergleich beschreibt Starrett (2014: ) ein Gummiband mit einer dickeren und einer dünneren Seite, welches auseinandergezogen wird. Während am dickeren Ende kaum etwas geschieht dehnt sich das dünnere Ende immer mehr. Genauso verhalte es sich mit normalem Dehnen, wo die Gelenkkapsel das dicke Ende darstellt und kaum einen Dehnungsreiz erhält. Um sie zu beeinflussen, müsse die Abstandsfläche der Gelenkpartner vergrößert bzw. die Position der Gelenkpartner zueinander optimiert werden – eine Technik, die Physiotherapeuten seit langem anwenden. Mithilfe eines Widerstandsbands kann das jeder Sportler jedoch selbst machen. Er beschreibt beispielsweise diese Mobilisationstechnik zur Verbesserung der Hüftbeweglichkeit in Flexion folgendermaßen:
Einleitung: Einführung in die Thematik der Beweglichkeit und die Relevanz bandgeführter Bewegungen im Sportkontext.
1 Problemstellung: Formulierung der Forschungsfrage nach der kurzfristigen Effektivität von Bandgeführten Bewegungen gegenüber dynamischem Dehnen.
2 Theoretische Hintergründe: Theoretische Auseinandersetzung mit Beweglichkeit, Dehnmethoden, der Gelenkkapsel sowie der Physiotherapie-Theorie.
3 Experimenteller Teil: Beschreibung des Studiendesigns, der eingesetzten Testinstrumente (ASLR/DE OSG) und der methodischen Durchführung.
4 Ergebnisse: Statistische Auswertung und Vergleich der erzielten Beweglichkeitsgewinne durch beide Methoden.
5 Diskussion: Interpretation der Ergebnisse, Reflexion der methodischen Limitationen und Ausblick auf zukünftige Forschung.
Beweglichkeit, Dynamisches Dehnen, Bandgeführte Bewegungen, Traktion, Gelenkkapsel, Hüftflexion, Dorsalextension, Sportwissenschaft, Physiotherapie, Mobility-work, Crossfit, Testgütekriterien, Kinovea, Bewegungsreichweite, Intervention.
Die Bachelorarbeit untersucht, ob die im Crossfit-Bereich bekannt gewordenen „Bandgeführten Bewegungen“ effektiver sind als klassische dynamische Dehnmethoden, um kurzfristig die Beweglichkeit zu steigern.
Zentral sind die biomechanischen Grundlagen der Beweglichkeit, die physiologische Wirkung von Dehnung auf Muskeln und Gelenkkapseln sowie der methodische Vergleich therapeutischer Traktionstechniken mit sportpraktischen Dehnübungen.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob der kurzfristige Beweglichkeitszugewinn durch bandgeführte Bewegungen größer ausfällt als durch dynamisches Dehnen.
Es wurde eine quasi-experimentelle Feldstudie durchgeführt, bei der 19 Sportler ihre Beweglichkeit mittels Videoanalyse (Kinovea) vor und nach verschiedenen Interventionen (Hüftflexion und Dorsalextension) testen ließen.
Der Hauptteil umfasst eine Literaturrecherche zu Dehnmethoden und therapeutischer Gelenkbehandlung sowie die detaillierte Beschreibung und Auswertung eines kontrollierten Experiments.
Wichtige Begriffe sind Bandgeführte Bewegungen, Dynamisches Dehnen, Gelenkkapsel, Hüftflexion, Dorsalextension, Beweglichkeit und Traktion.
Der Autor vermutet methodische Schwächen bei der Umsetzung der Traktionsbewegung, insbesondere durch die abweichende Körperposition im Vergleich zur professionellen Therapie und eine möglicherweise nicht optimale Zugstärke des Gummibandes.
Bei der Verbesserung der Dorsalextension im oberen Sprunggelenk konnten durch bandgeführte Bewegungen statistisch signifikant größere Erfolge erzielt werden als durch dynamisches Dehnen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

