Diplomarbeit, 2000
131 Seiten, Note: 1,15
Diese Diplomarbeit untersucht die Entstehung von Oberflächenschäden an ultrapräzise geschliffenen keramischen Werkstoffen. Sie analysiert die bestehenden Ergebnisse zum Schleifen keramischer Werkstoffe und bestehende Modelle zur Schädigung beim Einzelschneideneingriff. Die Arbeit befasst sich mit Untersuchungen des Materialverhaltens bei Schleif- und Analogieversuchen und der eingebrachten Randzonenschädigungen. Ziel ist es, die Einflüsse von Prozeßparametern und Kühlschmierstoffen auf die Oberflächenausbildung und Randzonenschädigung zu erforschen.
Kapitel 2 bietet einen umfassenden Überblick über die Eigenschaften, das bruchmechanische Verhalten und die Bearbeitungstechnologie von keramischen Werkstoffen. Es behandelt gängige Modelle zur Beschreibung des Schleifprozesses und der Oberflächenentstehung sowie verschiedene Ansätze zur Modellierung von Randzonenschädigungen.
Kapitel 4 beschreibt die Herstellung und Präparation der Versuchswerkstoffe, die Durchführung der Ritztests und die Methodik der Schleifversuche. Es werden die verwendeten Meßtechniken zur Analyse der induzierten Schädigungen vorgestellt.
Kapitel 5 präsentiert die Ergebnisse der Gefügeanalyse und Härtemessungen sowie die Bestimmung der Rißzähigkeit. Es zeigt die Ergebnisse der Ritztests und Schleifversuche in Hinblick auf Materialverhalten, auftretende Kräfte und induzierte Randzonenschädigung.
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Schleifen, keramische Werkstoffe, Oberflächenschädigung, Randzonenschädigung, Kühlschmierstoffe, Ritztests, Indentertests, Nanoindentation, Rasterelektronenmikroskopie, Härte, Rißzähigkeit, Materialverhalten.
Hochleistungskeramiken sind extrem hart, aber wenig zäh. Bei der Bearbeitung neigen sie zu sprödem Verhalten und sind sehr empfindlich gegenüber Oberflächenrissen und Zugspannungen.
Untersuchungen zeigen, dass Mineralöl im Vergleich zu Emulsionen bessere Oberflächen liefert, jedoch durch höhere Schleifkräfte die Schädigung der tieferen Randzonen verstärken kann.
Das sind mikroskopische Risse (trans- oder interkristallin) und strukturelle Veränderungen unter der Oberfläche, die durch mechanische und thermische Belastungen während des Schleifprozesses entstehen.
Ein Ritztest (oder Analogieversuch) simuliert den Eingriff einer einzelnen Schleifschneide, um das Materialverhalten und die Spanbildung isoliert zu untersuchen.
In der vorliegenden Arbeit konnte keine völlig schädigungsfreie Oberfläche erreicht werden; die Randzonen zeigten stets ein gewisses sprödbrüchiges Verhalten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

