Bachelorarbeit, 2016
61 Seiten, Note: 1,7
Diese Bachelorarbeit analysiert die Vor- und Nachteile der Ministererlaubnis in der Fusionskontrolle anhand des Fallbeispiels Edeka-Tengelmann. Sie untersucht die rechtlichen Grundlagen und den praktischen Ablauf der Fusionskontrolle in Deutschland, insbesondere im Hinblick auf die Ministererlaubnis. Ziel ist es, die Funktionsweise dieses Instruments kritisch zu bewerten und seine Auswirkungen auf den Wettbewerb zu beleuchten.
Kapitel 2 erläutert die Grundlagen der Fusionskontrolle in Deutschland. Es werden die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Prüfungsrelevanz von Fusionen sowie die Rolle des Bundeskartellamtes dargestellt. Kapitel 3 befasst sich mit der Ministererlaubnis in der Fusionskontrolle. Es werden die rechtliche Verankerung, die Gründe für die Einführung, der Ablauf eines Ministererlaubnisverfahrens sowie die Rolle der Monopolkommission behandelt. Kapitel 4 analysiert den Fall Edeka-Tengelmann, wobei die beteiligten Unternehmen, die Vorgeschichte, das Verfahren bis zur Untersagung, der Antrag auf Ministererlaubnis, die Sichtweise der Monopolkommission und die Entscheidung des Wirtschaftsministers beleuchtet werden. Abschließend wird in Kapitel 5 eine Beurteilung von Sinn und Zweck der Ministererlaubnis in der deutschen Fusionskontrolle gegeben.
Fusionskontrolle, Ministererlaubnis, Bundeskartellamt, GWB, Monopolkommission, Wettbewerb, Edeka, Tengelmann, Fallbeispiel, ökonomische Analyse, Gemeinwohl, Wettbewerbsbeschränkung.
Die Ministererlaubnis gemäß § 42 GWB erlaubt es dem Bundeswirtschaftsminister, eine vom Bundeskartellamt untersagte Fusion dennoch zu genehmigen, wenn überragende Gemeinwohlgründe vorliegen.
Das Bundeskartellamt hatte die Fusion wegen Wettbewerbsbeschränkungen untersagt. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel überstimmte dies jedoch mit einer Ministererlaubnis, um Arbeitsplätze zu sichern.
Die Monopolkommission gibt in Ministererlaubnisverfahren ein Gutachten ab. Im Fall Edeka-Tengelmann sprach sie sich gegen die Erlaubnis aus, da sie die Wettbewerbsnachteile als zu schwerwiegend ansah.
Vorteile können die Berücksichtigung von Gemeinwohlinteressen wie Arbeitsplatzsicherung, technologische Innovation oder energiepolitische Ziele sein, die rein wettbewerbsrechtlich nicht zählen.
Kritiker bemängeln die Politisierung der Fusionskontrolle, die Schwächung des Wettbewerbsprinzips und die mögliche Bevorzugung einzelner Unternehmen zu Lasten der Konsumenten.
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