Bachelorarbeit, 2015
84 Seiten, Note: 2,0
1. Vom Zonenrandgebiet in die Mitte Deutschlands
2. Die Stadt Hof: 1988 und 1989
3. Auswirkungen auf Bevölkerung, Gaststätten & Fremdendverkehr
3.1. Bevölkerungsentwicklung
3.2. Wohnungsmarkt
3.3. Tourismus und Gaststätten
4. Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
5. Auswirkungen auf die Wirtschaft
5.1. Zonenrandförderung
5.2. Mittelstand und Einzelhandel
5.3. Wirtschaftsförderung
6. Auswirkungen auf die Verkehrsinfrastruktur
6.1. Öffentlicher Personennahverkehr: Busverbindungen
6.2. Regionalverkehr: Bahnverbindungen
6.3. Verkehrsnetz Region Hof
6.4. Verkehrsnetz Stadt Hof
6.5. Regionalflughafen Hof-Plauen
7. Sächsisch-Bayerisches Städtenetz
8. Region Oberfranken-Ost: Vom Grenzland zum Durchgangsland
Die vorliegende Arbeit untersucht den Transformationsprozess der Stadt Hof infolge der deutschen Grenzöffnung vom 09. November 1989 und analysiert, inwieweit die Stadt von diesem historischen Ereignis wirtschaftlich und strukturell profitieren konnte.
3.3. Tourismus und Gaststätten
Es folgte die Grenzöffnung und mit ihr eine unbeschreibliche Reisewelle. Keine zweite Stadt in der Bundesrepublik Deutschland durfte diese Zeit und die damit verbundenen Freuden, aber auch Sorgen und Probleme, so intensiv und hautnah erleben wie die Stadt Hof.23
Wie das oben aufgeführte Zitat von Oberbürgermeister Dieter Döhla verdeutlicht, war die Stadt Hof nach der Grenzöffnung am 09.11.1989 unmittelbar von einem massiven Besucherzustrom aus den angrenzenden Nachbarländern Sachsen und Thüringen betroffen.24 Welche Gründe, Dimensionen und Auswirkungen dieser Ansturm auf die Stadt Hof hatte, soll im Folgenden näher betrachtet werden.
1. Vom Zonenrandgebiet in die Mitte Deutschlands: Einleitung in die historische Zäsur der Grenzöffnung und Definition des Untersuchungszeitraums bis 1993.
2. Die Stadt Hof: 1988 und 1989: Darstellung der wirtschaftlichen Ausgangslage der Stadt Hof in einer Phase der Rezession unmittelbar vor der Grenzöffnung.
3. Auswirkungen auf Bevölkerung, Gaststätten & Fremdendverkehr: Untersuchung der kurzfristigen Bevölkerungszuwächse und des massiven Besucheransturms auf Gastronomie und Beherbergungsbetriebe.
4. Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: Analyse der Arbeitsmarktentwicklung, der Arbeitslosenzahlen und des verstärkten Pendleraufkommens aus den neuen Bundesländern.
5. Auswirkungen auf die Wirtschaft: Evaluation der wirtschaftlichen Entwicklung, der Zonenrandförderung und des Scheiterns langfristiger Hoffnungen auf einen dauerhaften Aufschwung durch den Einzelhandel.
6. Auswirkungen auf die Verkehrsinfrastruktur: Dokumentation der massiven Anpassung der Verkehrswege, des Ausbaus von Straßen und Parkplätzen sowie der Entwicklung des Regionalflughafens.
7. Sächsisch-Bayerisches Städtenetz: Beschreibung des städteübergreifenden Kooperationsprojekts zur Bewältigung der Herausforderungen der Transformation.
8. Region Oberfranken-Ost: Vom Grenzland zum Durchgangsland: Abschließende Synthese der Ergebnisse, die eine Transformation von der Randlage zum Durchgangsland konstatiert.
Hof, Grenzöffnung, Zonenrandgebiet, Transformation, Wirtschaftsförderung, Arbeitsmarkt, Tourismus, Verkehrsinfrastruktur, Regionalflughafen, Strukturwandel, Wiedervereinigung, Pendler, Einzelhandel, Oberfranken, Stadtentwicklung.
Die Arbeit analysiert die sozioökonomischen und infrastrukturellen Veränderungen der Stadt Hof in der unmittelbaren Nachkriegszeit nach der Grenzöffnung von 1989 bis zum Jahr 1993.
Die Schwerpunkte liegen auf der Bevölkerungsentwicklung, dem Arbeitsmarkt, der Wirtschaftsförderung, dem Tourismus sowie dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur.
Es wird erforscht, ob die Stadt Hof die Grenzöffnung nachhaltig nutzen konnte, um sich vom strukturschwachen Zonenrandgebiet zu einem prosperierenden Zentrum zu entwickeln.
Die Arbeit basiert auf der Auswertung von Statistiken, Zeitungsquellen, empirischen Erhebungen sowie Experteninterviews mit maßgeblichen Akteuren der damaligen Zeit.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der wirtschaftlichen, sozialen und infrastrukturellen Sektoren und deren Anpassung an die veränderten Rahmenbedingungen.
Wesentliche Begriffe sind die Transformation, der Strukturwandel, die Zonenrandförderung, das Besucheraufkommen und die verkehrliche Neuausrichtung.
Der Besucherzustrom war zeitlich begrenzt und konnte die strukturellen Probleme (wie die Monostruktur der Textilindustrie) sowie das "Sprung über Hof in den Osten" genannte Investitionsverhalten nicht langfristig kompensieren.
Der Flughafen wurde als strategisch wichtiges Instrument zur Etablierung als "Flughafen der Zukunft" angesehen, konnte jedoch die hohen Erwartungen aufgrund der Konkurrenz durch Leipzig und Nürnberg nicht erfüllen.
Sie betrachten die damalige Zeit als eine Phase der Euphorie, in der man aufgrund der neuen Situation zu optimistisch in die langfristige wirtschaftliche Zukunft blickte, ohne die realen strukturellen Defizite ausreichend zu berücksichtigen.
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