Diplomarbeit, 2013
57 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Die Unternehmenskrise
2.1 Abgrenzung sinnverwandter Begriffe
2.2 Krisenarten und -verläufe
2.3 Krisenursachen und -symptome
2.4 Insolvenz
3 Unternehmen
3.1 Mittelstand
3.2 Große Unternehmen
4 Rollenverteilung bei Krisensituationen
4.1 Die Rolle des Unternehmens
4.2 Die Rolle der Bank
4.3 Die Rolle der Politik und des Staates
4.4 Die Rolle der Medien
4.5 Die Rolle der „Marke“
5 Krisenmanagement aus Sicht des Unternehmens
5.1 Erkennen und Eigenleistung
5.2 Kommunikation
5.3 Konzept des Turnaround-Management
6 Krisenmanagement aus Sicht der Bank
6.1 Handlungsoptionen
6.2 Bankfinanzierung versus Finanzierung anderer Kriseninvestoren
7 Fazit
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Banken in Unternehmenskrisen und analysiert, ob namhafte Unternehmen mit starkem Markenimage bei Sanierungskonzepten von Banken bevorzugt behandelt werden als unbekanntere mittelständische Unternehmen. Dabei wird der Einfluss verschiedener Stakeholder, insbesondere von Banken, Staat und Medien, auf den Krisenverlauf und den Erfolg von Turnaround-Maßnahmen beleuchtet.
Die Rolle des Unternehmens
Das Unternehmen sollte nach folgendem Denkspruch streben: „Immer zuerst informiert“. Dieses Anliegen sollte dem Management, unabhängig von der Lage des Unternehmens, stets präsent sein. Immer informiert über den Unternehmenserfolg oder auch Nichterfolg. Vor allem in Krisensituationen ist es von Vorteil als erster den Kontakt zu den Stakeholdern aufzunehmen. Die Geschäftsführung sollte in der Lage sein, im Krisenfall die Medien von sich aus zu informieren. Insgesamt sollte die Rolle des Unternehmens die Dominierende sein.
In den nachfolgenden Kapiteln wird deutlich, dass das einen positiven Nutzen für die Entwicklung der Krise nach sich ziehen kann. Es ist der Rettung, der Reputation und der Zukunft eines Unternehmens zuträglich. Wie das Unternehmen in der Krise handeln sollte, wird im Kapitel 0 differenzierter behandelt.
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die hohe wirtschaftliche Bedeutung des Mittelstands dar und führt in die zentrale Fragestellung ein, ob Banken namhafte Unternehmen bei Sanierungskonzepten bevorzugen.
2 Die Unternehmenskrise: Dieses Kapitel definiert Unternehmenskrise und Insolvenz, erläutert verschiedene Krisenphasen sowie deren Ursachen und stellt das Planverfahren als Sanierungsoption vor.
3 Unternehmen: Es erfolgt eine Abgrenzung von Mittelstand und Großunternehmen sowie eine Analyse der wirtschaftlichen Bedeutung dieser beiden Unternehmensgruppen.
4 Rollenverteilung bei Krisensituationen: Dieses Kapitel beleuchtet die unterschiedlichen Rollen von Unternehmen, Banken, Politik, Medien und Marken bei der Bewältigung von Unternehmenskrisen.
5 Krisenmanagement aus Sicht des Unternehmens: Es werden Methoden zur Krisenerkennung, notwendige Turnaround-Arten, Kommunikationsstrategien und Konzepte für das Turnaround-Management detailliert erläutert.
6 Krisenmanagement aus Sicht der Bank: Dieses Kapitel analysiert das Agieren von Banken, deren Handlungsoptionen in der Krise, die Bedeutung von Kreditsicherheiten und den Vergleich zu anderen Finanzierungsquellen.
7 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass für Banken bei einer Zusammenarbeit oder Finanzierungsentscheidung in der Krise ausschließlich objektive Daten und Fakten zählen, während der Markenname keine entscheidende Rolle spielt.
Unternehmenskrise, Banken, Turnaround-Management, Mittelstand, Insolvenz, Sanierung, Marke, Eigenkapitalquote, Stakeholder, Krisenmanagement, Kreditvergabe, Reputation, Unternehmensfinanzierung, Fremdkapital, Krisenursachen
Die Arbeit analysiert die Rolle der Banken als Finanzierungspartner bei der Bewältigung von Unternehmenskrisen und untersucht, ob das Markenimage eines Unternehmens die Bereitschaft der Banken zur Sanierungsunterstützung beeinflusst.
Die zentralen Felder sind die Krisenursachen, die verschiedenen Krisenstadien, die Rollen der Akteure (Bank, Staat, Medien), Strategien des Turnaround-Managements sowie Unterschiede zwischen Mittelstand und Großunternehmen.
Die Forschungsfrage lautet, ob Banken eher bereit sind, namhafte Unternehmen mit bekannten Marken in der Krise durch Sanierungskonzepte zu stützen, als "unbekannte" Unternehmen aus dem Mittelstand.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender betriebswirtschaftlicher Forschung zu Krisenmanagement und Unternehmensfinanzierung, ergänzt durch die Auswertung statistischer Daten zu Insolvenzen und Finanzierungsformen.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen von Krisen, die Rollen der Stakeholder in Krisensituationen sowie die konkreten Prozesse des Krisenmanagements und der Bankeninteraktion aus Sicht der Unternehmen und der Kreditinstitute.
Wesentliche Begriffe sind Unternehmenskrise, Banken, Turnaround-Management, Mittelstand, Insolvenz, Sanierung und Eigenkapitalquote.
Die Eigenkapitalquote fungiert als wesentliches Indiz für die Kreditwürdigkeit; eine höhere Quote verbessert die Chancen auf eine Kreditvergabe signifikant und reduziert das wahrgenommene Ausfallrisiko für die Bank.
Das Fazit kommt zu dem Ergebnis, dass Banken in Krisenzeiten rein sachliche Entscheidungen auf Basis von Zahlen, Daten und Fakten treffen, weshalb der Status einer "Marke" für die Finanzierungsentscheidung unerheblich bleibt.
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