Bachelorarbeit, 2013
23 Seiten, Note: 1,9
Vorwort
1.) Einleitung
2.) Die Übergangszeit
3.) Wittgensteins Spätphilosophie
4.) Über die Sprache
5.) Die Regelbefolgung als sprachliches Muster
6.) Zusätzliche Kriterien
7.) Wittgensteins „philosophische Psychologie“
8.) Schlusswort
Die vorliegende Arbeit untersucht zentrale Aspekte der Spätphilosophie Ludwig Wittgensteins, insbesondere den Übergang von seinem frühen Werk "Tractatus logico-philosophicus" hin zu den "Philosophischen Untersuchungen". Ziel ist es, Wittgensteins neue Sprachtheorie zu beleuchten, die den Fokus von einer idealen Logik auf den praktischen Sprachgebrauch innerhalb komplexer Lebensformen verlagert.
4.) Über die Sprache:
Zuerst solle man sich von der Annahme freimachen, dass es eine einheitliche Erklärung der Sprache gibt, d.h. es gibt keine Darstellung, die die gesamte Arbeitsweise der Sprache in Begriffen eines einzigen theoretischen Modells erklärt. Gemeint ist hierbei natürlich sein Tractatus, den er hiermit gleichzeitig kritisiert.
Es gibt keine letzte Analyse unserer Sprachformen, so etwas wie eine komplett zerlegte Form eines Ausdrucks. Und was noch viel sagender ist, er ist der Meinung, dass es überhaupt keiner Analyse bedarf, um das Wesentliche aus dem Gesagten herauszuholen: „Die Philosophie stellt eben alles bloß hin, und erklärt und folgert nichts. – Da alles offen daliegt, ist auch nichts zu erklären. Denn, was etwa verborgen ist, interessiert uns nicht.“ (PU §126)
Was also offen daliegt, ist die Tatsache, dass es kein einheitliches „Ding“ gibt, sondern eine Vielzahl von Tätigkeiten. Wir benutzen unsere Sprache um zu berichten oder zu fragen oder etwas zu erzählen etc…
Alle diese verschiedenen Tätigkeiten nennt Wittgenstein „Sprachspiele“. Im Blauen Buch hat er diesen Begriff verwendet um einen kurzen Ausschnitt aus der Sprache zu bezeichnen, also einen untersuchungsrelevanten Teil. Jetzt erhält der Begriff eine allgemeine Bedeutung und steht für jede erdenkbare Sprachverwendung, wie z.B. Erinnerungen aufrufen, Gefühle ausdrücken, begrüßen, danken, schimpfen und vieles mehr.
Vorwort: Einführung in Wittgensteins biographischen Hintergrund und die Unterscheidung seiner zwei philosophischen Schaffensperioden.
1.) Einleitung: Darstellung des Fokus auf das Spätwerk Wittgensteins und der Abgrenzung zu seinen mathematikphilosophischen und posthum veröffentlichten Schriften.
2.) Die Übergangszeit: Analyse der Vorbereitungsphase der Spätphilosophie, insbesondere durch das Studium von Manuskripten wie dem "Blauen Buch" und der Abkehr vom Wiener Kreis.
3.) Wittgensteins Spätphilosophie: Untersuchung des Paradigmenwechsels von der starren logischen Struktur des "Tractatus" hin zu einer variablen, auf Alltagssprache basierenden Philosophie.
4.) Über die Sprache: Erläuterung des Konzepts der "Sprachspiele" und der Bedeutung als Gebrauch in konträrem Ansatz zur klassischen Abbildtheorie.
5.) Die Regelbefolgung als sprachliches Muster: Diskussion der sozialen Einbettung von Sprache in Lebensformen und die Ablehnung privater Regelbefolgung.
6.) Zusätzliche Kriterien: Synthese der vorangegangenen Überlegungen zur Bedeutung von Sprache als öffentlicher Praxis und Erläuterung des Privatsprachenarguments.
7.) Wittgensteins „philosophische Psychologie“: Auseinandersetzung mit der Widerlegung privater innerer Zustände und der Sichtweise psychologischer Begriffe als Ausdrucksformen.
8.) Schlusswort: Kritische Reflexion über die Klarheit und Anwendbarkeit der Spätphilosophie sowie die Identifizierung ungelöster Fragen.
Ludwig Wittgenstein, Spätphilosophie, Philosophische Untersuchungen, Sprachspiele, Sprachgebrauch, Lebensform, Regelbefolgung, Privatsprachenargument, Bedeutungstheorie, Tractatus logico-philosophicus, Grammatik, Fremdpsychisches, Philosophie des Geistes, Bedeutung, Öffentliche Kriterien.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Spätphilosophie von Ludwig Wittgenstein und analysiert, wie er seine Sichtweise auf Sprache und Bedeutung von seinem Frühwerk bis zu den "Philosophischen Untersuchungen" grundlegend gewandelt hat.
Zu den zentralen Themen gehören die Theorie der Sprachspiele, die Bedeutung von Sprache als Gebrauch, die soziale Einbettung durch Lebensformen und die kritische Auseinandersetzung mit psychologischen Begriffen.
Das Ziel ist es, Wittgensteins philosophische Wende nachzuvollziehen und aufzuzeigen, warum er die Sprache nicht mehr als ein starres, logisches System betrachtet, sondern als eine vielschichtige, soziale Praxis.
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse, indem sie zentrale philosophische Texte Wittgensteins sowie Sekundärliteratur heranzieht, um seine Argumentationsgänge zu rekonstruieren und kritisch zu hinterfragen.
Der Hauptteil deckt die Übergangszeit vom Frühwerk zur Spätphilosophie ab, analysiert Begriffe wie Sprachspiele, Regelbefolgung und Lebensform und untersucht Wittgensteins Kritik an der Idee privater geistiger Zustände.
Wichtige Begriffe sind Sprachspiele, Bedeutung als Gebrauch, Lebensform, Regelbefolgung, Privatsprachenargument und die Abkehr von einer rein logisch-analytischen Sprachphilosophie.
Wittgenstein argumentiert, dass Sprache auf öffentlichen Regeln basieren muss, die in einer sozialen Praxis verankert sind. Da eine private Sprache keine externen Prüfungskriterien für Richtigkeit hätte, kann sie nach seiner Auffassung nicht existieren.
Unter einer Lebensform versteht er das Fundament aus gemeinsamen sozialen Praktiken, Traditionen und natürlichen Verhaltensweisen, die den notwendigen Kontext bilden, damit unsere Sprache überhaupt Sinn ergibt.
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