Magisterarbeit, 1999
196 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Eingrenzungen und Rahmenbedingungen
1.3 Methodische Vorgehensweise
1.3.1. Zur Literaturstudie
1.3.2. Die Analyse von Datenmaterial
2 Filmwirtschaftliche Rahmenbedingungen
2.1 Zur Manifestation und Bedeutung der deutschen Filmwirtschaft
2.2 Der Aufbau der deutschen Filmwirtschaft
2.3 Das filmwirtschaftliche Risiko und die Wertschöpfungskette
2.4 Die Organisationen der deutschen Filmwirtschaft
3 Filmtheater – Bedeutung und Funktionen
3.1 Die Begriffe Film und Filmtheater
3.2 Funktion und Bedeutung des Filmtheaters
3.2.1. Die wirtschaftliche Funktion und Bedeutung
3.2.2. Die kulturelle Funktion und Bedeutung
3.2.3. Die soziale Funktion und Bedeutung
4 Die Filmtheaterformen und ihre Klassifizierung
4.1 Gewerbliche Filmtheaterformen
4.1.1 Klassifizierung nach Ortszugehörigkeit und baulich-technischen Merkmalen
4.1.1.1 Wanderkinobetriebe
4.1.1.2 Ortsfeste Filmtheater
4.1.2 Klassifizierung nach betriebswirtschaftlichem Status
4.1.2.1 Klassifizierung nach Abspielfolge
4.1.2.2 Klassifizierung nach Standort und Einzugsgebiet
4.1.2.3 Klassifizierung nach Besitzverhältnissen und Betriebsgröße
4.1.3 Klassifizierung nach Programmprofil
4.1.3.1 Filmtheater mit gemischtem Programm
4.1.3.2 Genrekinos
4.1.3.3 Filmtheater mit Qualitätsprogramm
4.2 Nichtgewerbliche Filmtheater
5 Die Rahmenbedingungen der Multiplexentwicklung
5.1 Strukturveränderungen in der Kinolandschaft von 1945 bis 1989 – ein historischer Abriß
5.2 Brancheninterne Einflußfaktoren auf die Kinolandschaft
5.2.1. Die Heterogenität der Filmtheaterlandschaft und intramediäre Konkurrenz
5.2.2. Das Marketing
5.2.3. Die Unternehmenskonzentration
5.2.4. Das Produktionsdefizit
5.2.5. Die Beziehung zwischen Verleih und Filmtheatern
5.2.6. Die Filmförderung
5.3 Branchenexterne Einflußfaktoren auf die Kinolandschaft
5.3.1. Die intermediäre Konkurrenz
5.3.2. Gesellschaftliche Entwicklungen und das Freizeitverhalten
5.3.3. Die extramediären Freizeitangebote und der Freizeitverbund
5.3.4. Sonstige Einflußfaktoren
5.3.5. Politische Rahmenbedingungen
6 Strukturveränderungen in der Kinolandschaft seit 1990
6.1 Die Besucherentwicklung in Deutschland von 1990 bis 1997 – Kino ist wieder „in“
6.2 Das Nutzungsverhalten der Besucher
6.3 Die Veränderung von Basisdaten des Kinosektors in Deutschland von 1990 bis 1997
7 Multiplexe – eine neue Kinoform
7.1 Die Definition von Multiplexkinos
7.2 Die Ursprünge von Multiplexkinos
7.3 Die Merkmale von Multiplexkinos
7.3.1. Das Betriebskonzept der Multiplexkinos
7.3.1.1 Das Filmabspiel
7.3.1.2 Die Zusatzangebote
7.3.1.3 Sonstige Merkmale
7.3.2. Die Unternehmensmerkmale der Multiplexkinos
7.3.2.1 Kennzahlen der Wirtschaftlichkeit
7.3.2.2 Wirtschaftlichkeitsanalysen
7.3.2.3 Kostenstrukturen
7.3.2.4 Erlösstrukturen
7.3.2.5 Fazit
7.3.3 Die Betreiberstruktur der Multiplexkinos und ihre Marktstrategien
7.3.3.1 Internationale Unternehmen
7.3.3.2 Nationale Unternehmen
7.3.3.3 Fazit
7.3.4 Die Wettbewerbsvorteile der Multiplexbetreiber gegenüber konventionellen Kinobetreibern
8 Die Multiplexentwicklung und ihre Auswirkungen
8.1 Die Multiplexentwicklung
8.1.1 Die Bestandsentwicklung
8.1.2 Die Entwicklung der Betriebsgröße
8.1.3 Die Standortentwicklung
8.2 Die Auswirkungen der Multiplexkinos auf die Kinolandschaft
8.2.1 Die Auswirkungen auf den Filmtheaterbestand und Kinodichte
8.2.2 Die Auswirkungen auf Standortverteilung und Kinodichte
8.2.3 Die Auswirkungen auf die Besucherentwicklung
8.2.4 Die Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung
8.2.5 Die Auswirkungen auf Investitionen
8.2.6 Die Auswirkungen auf das Programmangebot
8.2.7 Die Auswirkungen auf Imagewandel und Marketing
8.3 Sekundäreffekte
9 Zusammenfassende Bewertung der Strukturveränderungen und Ausblick
Die Arbeit analysiert den tiefgreifenden Strukturwandel im deutschen Filmtheatergewerbe seit 1990. Das primäre Ziel ist es, die Merkmale und die Entwicklung von Multiplexkinos exakt abzubilden und durch eine systematische Analyse der Umstrukturierungsprozesse Rückschlüsse auf die positiven sowie negativen Auswirkungen dieser neuen Kinoform auf die Kinolandschaft zu ziehen.
Die Multiplex-Idee
Das Kino der Zukunft wird in noch viel radikalerer Weise bisherige Konzeptionen und Selbstverständlichkeiten über Bord werfen und aus der gesellschaftlichen Isolierung heraustreten müssen. Analog dem Shopping-Center muß das Kino als eine unter vielen Freizeitbeschäftigungsformen in einer Art von Freizeitzentrum eingegliedert werden.
Mit dem Multiplex-Betriebskonzept versuchen die Betreiber das vor rund 20 Jahren von Dichter geforderte Konzept eines Freizeitzentrums konsequent umzusetzen.
1 Einleitung: Definiert die Problemstellung des Strukturwandels im Filmtheatergewerbe und die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2 Filmwirtschaftliche Rahmenbedingungen: Erläutert die ökonomische Einordnung des Filmtheaters und das filmwirtschaftliche Risiko.
3 Filmtheater – Bedeutung und Funktionen: Analysiert die wirtschaftliche, kulturelle und soziale Bedeutung des Kinos als Institution.
4 Die Filmtheaterformen und ihre Klassifizierung: Entwickelt ein System zur Einordnung verschiedener gewerblicher und nichtgewerblicher Kinos.
5 Die Rahmenbedingungen der Multiplexentwicklung: Untersucht die historischen und brancheninternen Einflußfaktoren, die den Nährboden für Multiplexe bereiteten.
6 Strukturveränderungen in der Kinolandschaft seit 1990: Betrachtet die Entwicklung von Kinobestand, Besucherzahlen und Nutzerverhalten in den 90er Jahren.
7 Multiplexe – eine neue Kinoform: Definiert Multiplexe, analysiert deren Betriebskonzepte, Unternehmensmerkmale und Marktstrategien.
8 Die Multiplexentwicklung und ihre Auswirkungen: Behandelt empirisch die Auswirkungen auf Kinodichte, Umsätze, Investitionen und Wettbewerbssituation.
9 Zusammenfassende Bewertung der Strukturveränderungen und Ausblick: Fazit zur Entwicklung und Prognose für die zukünftige Kinolandschaft.
Multiplexkino, Kinolandschaft, Filmwirtschaft, Strukturwandel, Kinosterben, Besucherentwicklung, Filmtheater, Marktkonzentration, Wettbewerbsvorteile, Filmförderung, Kinobetrieb, Freizeitwirtschaft, Programmangebot, Investitionen, Standortanalyse
Die Arbeit untersucht den Strukturwandel im deutschen Filmtheatergewerbe seit Beginn der 1990er Jahre, insbesondere den Einfluß und die Entstehung von Multiplexkinos.
Zentrale Themen sind die wirtschaftliche Stellung des Kinos, die Klassifizierung von Kinotypen, die Rolle der Filmförderung und die Auswirkungen von Großkinoketten auf kleine Filmtheaterbetriebe.
Das Ziel ist es, die Merkmale und Entwicklung von Multiplexkinos exakt abzubilden und Rückschlüsse auf positive sowie negative Auswirkungen der Multiplexentwicklung auf das gesamte Kinowesen zu ziehen.
Die Arbeit stützt sich primär auf Literaturstudien sowie die systematische Analyse von vorhandenem Datenmaterial und Trendanalysen filmwirtschaftlicher Organisationen wie der FFA und SPIO.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Rahmenbedingungen, eine Kategorisierung der Kinolandschaft sowie eine tiefgehende Analyse der Multiplex-Betriebskonzepte und deren marktstrategische Auswirkungen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Multiplexkino, Strukturwandel, Filmwirtschaft, Marktkonzentration, Kinosterben und Wettbewerbsvorteile charakterisiert.
Multiplexe wirken oft als „Staubsauger“ für Besucher und verdrängen traditionelle Betriebe in ihrer Umgebung, sofern diese sich nicht durch Investitionen oder Nischenprogramme anpassen.
Die Filmförderung versucht, durch Subventionen und Zusatzkopien eine flächendeckende Kinolandschaft zu erhalten, steht jedoch in der Kritik, da sie teilweise Großprojekte begünstigt und den Verdrängungswettbewerb nur begrenzt ausgleichen kann.
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