Masterarbeit, 2012
64 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Batterie
2.1.1 Funktionsprinzip
2.1.2 Doppelschicht
2.2 Li-Ionen Batterie
2.2.1 Stand der Technik
2.2.2 Entwicklungspotential
2.3 PVD Herstellung
2.3.1 Kathodenzerstäubung
2.3.2 Rakeln
2.3.3 Thermisches Verdampfen
2.4 Analytische Methoden
3. Experimentelle Basis
3.1 Herstellung
3.1.1 Sputtern
3.1.2 Dickschichtelektroden
3.1.3 Lithiierung der Siliziumelektroden
3.1.4 Coffeebag
3.2 Analyse
3.2.1 Experimentelle Ermittlung von Strom-Potential Kurven
3.2.2 Elektrochemische Impedanzspektroskopie
4. Darstellung der Ergebnisse und Auswertung
4.1 Evaluation der Sputterparameter
4.2 Charakterisierung der Siliziumelektrode
4.3 Alterungseffekte in Siliziumelektroden
4.4 Einfluss der Spannung auf die Alterung
4.5 Vorlithiiertes Silizium
5. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Eignung physikalisch abgeschiedener Dünnschicht-Siliziumelektroden für Lithium-Luft-Batterien, mit dem Ziel, durch Vorlithiierung die Lebensdauer und Kapazität gegenüber konventionellen Systemen zu steigern und gleichzeitig Degradationsmechanismen zu identifizieren.
4.2 Charakterisierung der Siliziumelektrode
Bevor die vorlithiierten Silizium Schichten im Vordergrund stehen, muss das ohnehin komplexe Material Silizium analysiert und verstanden werden. Zur Untersuchung wurden Halbzellen aus amorphem Silizium (gesputtert auf Kupferfolie) gegen Lithium im Zwei-Elektroden Aufbau zykliert. Als ein Zyklus wird Entladen (Lithiierung- Einbringen von Lithium ins Silizium) mit anschließendem Laden (Delithiierung- Entnahme von Lithium aus dem Silizium) bezeichnet. In Bild 15 sind die ersten zwei Zyklen als Potential über der spezifischen Kapazität aufgetragen. Im ersten Zyklus ist ein starker Abfall der Spannung auf 0.29 V zu Beginn der Lithiierung erkennbar. Anschließend ist ein Plateau mit konstanter Spannung und steigender Kapazität zu sehen. Ab einer Kapazität von etwa 1000mAhg-1 fällt das Potential langsam mit steigender Kapazität bis 10 mV ab. Die untere Spannungsgrenze von 10 mV wurde gewählt, um eine Degradation des Elektrolyten ausschließen zu können. Mit Beginn der Delithiierung steigt die Spannung sprunghaft an und geht ab etwa 200 mV in eine gemäßigtere Steigung bis etwa 600 mV über. Im Bereich zwischen 1 V und 1.2 V steigt die Spannung wieder sprunghaft an. Die Spannungsgrenze von 1.2 V ist ausreichend um das Silizium vollständig zu delithiieren.
1. Einleitung: Beschreibt die steigende Bedeutung der Elektromobilität und die Notwendigkeit, konventionelle Graphitanoden durch Silizium mit höherer Kapazität zu ersetzen.
2. Grundlagen: Erläutert die elektrochemischen Prinzipien von Batterien, PVD-Beschichtungsverfahren und die spezifischen Herausforderungen von Siliziumanoden.
3. Experimentelle Basis: Beschreibt die verwendeten Methoden zur Herstellung von Silizium-Dünnschicht- und Dickschichtelektroden sowie die Analysetechniken mittels Impedanzspektroskopie.
4. Darstellung der Ergebnisse und Auswertung: Analysiert Sputterparameter, Charakterisierung der Siliziumelektrode, Alterungseffekte, Spannungseinflüsse und Ansätze zur Vorlithiierung.
5. Fazit und Ausblick: Fasst die Ergebnisse zur Degradation und Lithiierung zusammen und bewertet die Eignung der Verfahren für die industrielle Elektrodenherstellung.
Siliziumanoden, Lithium-Luft-Batterien, PVD-Herstellung, Vorlithiierung, Dünnschichtelektroden, Sputtern, thermisches Verdampfen, Elektrochemische Impedanzspektroskopie, SEI-Bildung, Degradation, Kapazitätsverlust, Lithium-Ionen-Batterie, Festkörperdiffusion, Grenzfläche, Phasenbildung.
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung von Silizium als Anodenmaterial für Lithium-Batterien der nächsten Generation, insbesondere durch den Einsatz von physikalischen Abscheidungsprozessen und Vorlithiierung.
Die Schwerpunkte liegen auf der Elektrochemie von Siliziumelektroden, verschiedenen PVD-Beschichtungsverfahren (Sputtern, thermisches Verdampfen) und der Analyse von Alterungsprozessen wie der SEI-Schichtbildung.
Das Ziel ist die Steigerung der Kapazität und Lebensdauer von Siliziumanoden, um sie als leistungsfähigen Ersatz für Graphitanoden in Kombination mit lithiumfreien Kathoden nutzbar zu machen.
Es kommen unter anderem das Magnetron-Sputtern, thermisches Verdampfen, REM/FIB-Analytik zur Oberflächen- und Querschnittsuntersuchung sowie die elektrochemische Impedanzspektroskopie zum Einsatz.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte experimentelle Untersuchung der Sputterparameter, die Charakterisierung der elektrochemischen Zyklen, die Analyse von Alterungseffekten unter verschiedenen Spannungsfenstern sowie die Vorlithiierung.
Die wichtigsten Schlagworte sind Siliziumanoden, PVD-Herstellung, Lithiierung, Elektrochemische Impedanzspektroskopie (EIS) und Degradationsanalyse.
Die Arbeit zeigt, dass eine Einschränkung des Spannungsfensters auf mittlere Bereiche die Degradation signifikant reduziert, da extreme Delithiierung und die damit verbundene Bildung von a-Si Phasen vermieden werden.
Die SEI-Schicht bildet sich vor allem im ersten Entladezyklus durch irreversible Reaktionen. Mit zunehmender Zyklenzahl beeinflusst deren Dicke den Ladungstransport, wobei mechanische Degradation zu einer zyklischen Änderung der Widerstände führt.
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