Examensarbeit, 2016
110 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Mediation
2.1 Geschichtliche Entwicklung
2.2 Bedeutung und Ziele der Mediation
2.3 Prinzipien der Mediation
2.5 Vergleich der Mediationskonzepte
2.5.1 Harvard-Ansatz
2.5.2 Der Transformationsansatz
3. Theoretische Grundlagen
3.1 Kommunikation
3.2 Konflikt
3.2.1 Das Eskalationsmodell
4. Die Bedeutung der Kultur für die interkulturelle Mediation
4.1 Kulturbegriff
4.2 Die interkulturelle Mediation
4.3 Der interkulturelle Konflikt
5. Psychosoziale Einflüsse im Umgang mit dem Fremden
5.1 Psychosoziale Einflüsse auf Konflikte
5.2 Stereotype/Vorurteile
5.3 Institutionelle Diskriminierung
5.4 Kulturelle Fremdheit als Faszination und Angst
5.5 Geschichte der Ausländerpädagogik bis zur Interkulturellen Pädagogik
6. Schule als Ort interkultureller Mediation
6.1 Interkulturelle Kompetenz
6.2 Interkulturelle Kompetenz bei Lehrern/Innen
6.3 Forderungen für die Praxis der interkulturellen Mediation
7. Interkulturelle Mediation in der Schule – Chancen und Grenzen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die Grenzen interkultureller Mediation innerhalb der Schule. Angesichts einer zunehmend globalisierten und durch Migration geprägten Gesellschaft analysiert sie, wie schulische Institutionen durch Mediation Konflikte konstruktiv bewältigen und gleichzeitig zur sozialen Integration beitragen können.
1. Einleitung
Aufgrund des Asylbegehrens (476.649 Asylanträge wurden im Jahre 2015 in Deutschland gestellt) vieler Menschen aus Spannungsgebieten oder aus Ländern mit einem autoritären Regime, muss festgehalten werden, dass der aktuelle Zustrom und dessen Dimension neue Fragen hinsichtlich der Integration aufwerfen. In unserer globalisierten Welt, in welcher schon allein durch die Freizügigkeit der Arbeitnehmer/Innen und Arbeitgeber/Innen ein starker Austausch zwischen unterschiedlichen Kulturen stattfindet, kommt Europa, insbesondere Deutschland, eine besondere Verantwortung zu.
Bedenklich stimmt mich persönlich die gleichzeitige Entwicklung der Zunahme an rechtsextremistisch motivierten (Straf-)Taten, sowie das Emporkommen der rechtspopulistischen Partei AFD, welche in jüngster Vergangenheit durch die Aufnahme von harten Anti-Islam-Thesen in ihr Grundsatzprogramm Aufmerksamkeit erhielt. Der stärker werdende Protest von rechts, die Zunahme an rassistisch motivierten Straftaten, die Wahlerfolge der AFD bei den jüngsten Landtagswahlen sind eindeutige Parameter für eine Besorgnis erregende Entwicklung. Nicht nur die in Deutschland bereits lebende Migranten und die derzeit und auch in Zukunft nach Deutschland flüchtende Mitmenschen sollten besser und effektiver integriert werden, sondern scheinbar auch viele Menschen, die sich rechtsextremen Gedankenguts bedienen. Denn diese zeigen deutlich auf, dass auch sie „integrationsbedürftig“ sind, da zentrale Werte in unserem Bildungssystem scheinbar nicht vermittelt werden konnten. Integration muss also mehr sein als die Assimilation des Fremden, es sollte vielmehr auf die Bereitschaft aller abzielen, sich den Herausforderungen einer stetig verändernden Gesellschaft zu öffnen und die damit erforderlichen Kompetenzen der Teilhabe und Partizipation erwerben zu wollen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle gesellschaftliche Situation durch Migration und weist auf die wachsende Bedeutung einer effektiven Integrationsarbeit im Bildungssystem hin.
2. Mediation: Dieses Kapitel definiert Mediation als konstruktives Konfliktlösungsverfahren, erläutert dessen geschichtliche Wurzeln und stellt die zentralen Prinzipien sowie unterschiedliche Ansätze (Harvard vs. Transformation) gegenüber.
3. Theoretische Grundlagen: Hier werden kommunikationstheoretische Axiome sowie Eskalationsmodelle von Konflikten eingeführt, um ein fundiertes Verständnis für die Dynamik zwischenmenschlicher Spannungen zu schaffen.
4. Die Bedeutung der Kultur für die interkulturelle Mediation: Dieses Kapitel untersucht den Kulturbegriff und dessen Komplexität, um zu verstehen, wie kulturelle Faktoren in interkulturellen Konflikten wirken und mediated werden können.
5. Psychosoziale Einflüsse im Umgang mit dem Fremden: Es wird analysiert, wie Stereotype, Vorurteile und institutionelle Diskriminierung den Umgang mit dem "Fremden" erschweren und welche historische Entwicklung die Ausländerpädagogik durchlaufen hat.
6. Schule als Ort interkultureller Mediation: Fokus auf die Schule als zentralen Integrationsraum, wobei die interkulturelle Kompetenz von Lehrkräften und die Notwendigkeit curricularer Anpassungen hervorgehoben werden.
7. Interkulturelle Mediation in der Schule – Chancen und Grenzen: Das Fazit fasst zusammen, dass Mediation als präventives und unterstützendes Instrument in Schulen institutionalisiert werden muss, um soziale Teilhabe zu stärken.
Interkulturelle Mediation, Schule, Integration, Konfliktlösung, Interkulturelle Kompetenz, Migration, Diskriminierung, Schulentwicklung, Kommunikation, Stereotype, Vorurteile, Sozialisation, Pädagogik, Konfliktmanagement, Machtasymmetrie.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Chancen und Grenzen des Einsatzes interkultureller Mediation als Konfliktlösungsmethode an Schulen in einer durch Migration geprägten Gesellschaft.
Die Themen umfassen Mediationskonzepte, Kommunikationstheorien, die Dynamik interkultureller Konflikte, institutionelle Diskriminierung sowie die Förderung interkultureller Kompetenzen bei Schülern und Lehrkräften.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Institutionen wie Schulen durch interkulturelle Mediation nicht nur Konflikte bewältigen, sondern auch das soziale Miteinander und die Partizipation aller Schüler verbessern können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und theoretischen Herleitung von Konflikt- und Mediationsmodellen im Kontext der pädagogischen Praxis.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen von Kommunikation und Konflikt, die psychosozialen Einflüsse beim Umgang mit dem Fremden, die Entwicklung der Ausländerpädagogik zur interkulturellen Pädagogik und die Rolle von Lehrkräften.
Wichtige Begriffe sind interkulturelle Mediation, Schule, Interkulturelle Kompetenz, institutionelle Diskriminierung und Konfliktmanagement.
Der Harvard-Ansatz konzentriert sich primär auf die sachbezogene Problemlösung und eine win-win-Lösung, während der Transformationsansatz den Menschen und die Stärkung zwischenmenschlicher Beziehungen in den Mittelpunkt stellt.
Es hilft Lehrkräften zu verstehen, in welchem Stadium sich ein schulischer Konflikt befindet, und ermöglicht es, frühzeitig präventive Maßnahmen zu ergreifen, bevor die Situation destruktiv wird.
Lehrkräfte tragen durch ihren eigenen Habitus und ihre interkulturelle Kompetenz maßgeblich dazu bei, ob kulturelle Unterschiede als Chance oder als Belastung wahrgenommen werden.
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