Bachelorarbeit, 2013
47 Seiten, Note: 1,7
Diese Arbeit befasst sich mit dem Einfluss der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) auf die Besteuerung von Dividenden in Deutschland. Ziel ist es, die Entwicklung des deutschen Dividendenbesteuerungssystems im Kontext des europäischen Rechts zu beleuchten und die Auswirkungen der EuGH-Urteile auf das System zu analysieren.
Die Einleitung führt in das Thema ein und erläutert die Relevanz der Rechtsprechung des EuGH im Bereich der direkten Steuern. Das zweite Kapitel widmet sich der Durchsetzung der EU-Ziele im Bereich der Steuern und untersucht, wie sich die Rechtsprechung des EuGH auf die direkte Besteuerung auswirkt. Im dritten Kapitel werden die Veränderungen der Dividendenbesteuerung in Deutschland dargestellt, angefangen vom Anrechnungssystem bis hin zum Halbeinkünfteverfahren. Dabei wird die Europarechtswidrigkeit des Anrechnungssystems im Detail beleuchtet und die relevanten EuGH-Urteile („Manninen“ und „Meilicke“) analysiert. Kapitel vier befasst sich mit der steuerlichen Behandlung von Streubesitzdividenden in Deutschland und untersucht die Auswirkungen des EuGH-Urteils vom 20.10.2011 auf die Steuerfreiheit für Inländer.
EuGH-Rechtsprechung, Dividendenbesteuerung, Anrechnungssystem, Halbeinkünfteverfahren, Streubesitzdividenden, Europarecht, Steuerharmonisierung, Direktbesteuerung, Steuerfreiheit, Steuermindereinnahmen.
Der EuGH erzwingt durch seine Urteile eine indirekte Harmonisierung, indem er nationale Regelungen kippt, die gegen die EU-Grundfreiheiten (z. B. Diskriminierungsverbot) verstoßen.
Es galt als europarechtswidrig, da es inländische Dividenden gegenüber ausländischen Dividenden bevorzugte, was den freien Kapitalverkehr behinderte.
Diese Urteile stellten klar, dass Mitgliedstaaten die im Ausland gezahlte Körperschaftsteuer bei der Dividendenbesteuerung im Inland berücksichtigen müssen.
Aufgrund eines EuGH-Urteils wurde die Steuerfreiheit für Streubesitzdividenden (Beteiligungen unter 10%) für Inländer aufgehoben, um die steuerliche Gleichbehandlung mit Ausländern zu sichern.
Grundsätzlich ja, aber sie müssen ihre Souveränität unter Beachtung des Europarechts ausüben, was den Spielraum für rein nationale Sonderregeln stark einschränkt.
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