Masterarbeit, 2014
96 Seiten, Note: 2,0
1 Je mehr, desto besser oder die Qual der Wahl?
2 Wie treffen Konsumenten (Kauf-)Entscheidungen?
2.1 Der homo oeconomicus als Leitbild des Handelns
2.2 Ansätze zur Erklärung des Konsumentenverhaltens
2.2.1 Verhaltenswissenschaftliche Ansätze
2.2.2 Determinanten und Kaufentscheidungstypen als Erklärungsansätze
2.2.3 Der Einfluss von Bewertungsmöglichkeiten auf den Entscheidungsprozess
3 Auswirkungen gestiegener Entscheidungsmöglichkeiten
3.1 Positive Auswirkungen gestiegener Entscheidungsmöglichkeiten
3.1.1 Autonomie und Motivation
3.1.2 Abwechslung und Spaß
3.1.3 Präferenzübereinstimmung und Reduktion von Suchkosten
3.2 Negative Auswirkungen gestiegener Entscheidungsmöglichkeiten: Der Overload-Effekt
3.2.1 Explikation von Overload
3.2.2 Wie entsteht Overload?
3.2.3 Moderatoren von Overload
4 Maßnahmen zur Reduktion von Overload
4.1 Kategorisierung
4.2 Sequentielle Darbietung
4.3 Rückgaberecht
4.4 Informationsbereitstellung
4.5 Rezensionen
5 Empirische Prüfung der theoretischen Erkenntnisse
5.1 Untersuchungsdesign
5.2 Auswertung
6 Win-Win-Situation durch gestiegene Möglichkeiten
Das Hauptziel dieser Masterarbeit ist die Untersuchung der Auswirkungen gestiegener Entscheidungsmöglichkeiten auf das Konsumentenverhalten, insbesondere im Hinblick auf das Phänomen des Overload-Effekts. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, welche Faktoren zur Überforderung von Konsumenten führen und welche geeigneten Gegenmaßnahmen identifiziert und empirisch getestet werden können, um Konsumenten in ihrem Kaufprozess zu unterstützen und schlussendlich eine Kaufentscheidung zu fördern.
3.2 Negative Auswirkungen gestiegener Entscheidungsmöglichkeiten: Der Overload-Effekt
Die positiven Effekte die mit gestiegenen Auswahlmöglichkeiten einhergehen werden durch die zahlreichen negativen Effekte, wie z. B. die hohen Suchkosten, höhere Wechselkosten und die niedrige Entscheidungsqualität, kompensiert. Der Nettoeffekt ist daher eher gering oder sogar negativ. Zahlreiche Studien belegen diese negativen Effekte, die durch ein erhöhtes Angebot von Alternativen entstehen. Zunächst ist der Beitrag von Iyengar/Lepper anzuführen, der als Grundstein der 'Too Much Choice-Forschung' angesehen wird. In der ersten von drei Studien haben die Wissenschaftler herausgefunden, dass Konsumenten die Auswahl zwischen 24 Marmeladensorten gegenüber der Auswahl zwischen lediglich sechs Sorten präferieren. Unter den Probanden, die sich den sechs Sorten gewidmet haben, konnte jedoch eine viel höhere Kaufabsicht festgestellt werden.
In der zweiten Studie wurde Studenten angeboten einen Aufsatz zu schreiben, um sich Bonuspunkte zu verdienen. Die Studenten waren bei der Auswahl unter sechs Themen im Gegensatz zu 30 eher gewillt einen Aufsatz zu schreiben und diejenigen, die unter den sechs Themen gewählt haben, lieferten qualitativ bessere Aufsätze ab. In der dritten Studie haben die Probanden es vorgezogen unter 30 anstatt nur sechs Schokoladensorten zu wählen. Diese Probanden waren am Ende jedoch unzufriedener und bereuten ihre Entscheidung. Diese drei Studien bestätigen die These, dass Konsumenten eine größere Auswahl schätzen, da sie viele Möglichkeiten mit sich bringt. Dadurch entsteht aber auch ein höheres Verantwortungsgefühl, das in Frustration während des Entscheidungsprozesses und schließlich in Unzufriedenheit mit der Entscheidung mündet.
1 Je mehr, desto besser oder die Qual der Wahl?: Dieses Kapitel beleuchtet das paradoxe Phänomen, dass trotz des gesellschaftlichen Glaubens an "je mehr, desto besser" eine zu große Auswahl Konsumenten überfordern kann.
2 Wie treffen Konsumenten (Kauf-)Entscheidungen?: Es werden grundlegende Modelle und Theorien des Konsumentenverhaltens vorgestellt, um zu verstehen, wie Kaufentscheidungen unter verschiedenen Bedingungen getroffen werden.
3 Auswirkungen gestiegener Entscheidungsmöglichkeiten: In diesem Kapitel werden die positiven Aspekte (wie Autonomie) den negativen Auswirkungen (dem Overload-Effekt) gegenübergestellt, wobei ein besonderer Fokus auf der Entstehung und den Moderatoren von Überforderung liegt.
4 Maßnahmen zur Reduktion von Overload: Hier werden gezielte Strategien für Unternehmen analysiert, wie durch Instrumente wie Kategorisierung oder Rezensionen die negativen Folgen großer Sortimente abgemildert werden können.
5 Empirische Prüfung der theoretischen Erkenntnisse: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der Online-Umfrage, das Untersuchungsdesign sowie die statistische Auswertung der Daten zur Validierung der aufgestellten Hypothesen.
6 Win-Win-Situation durch gestiegene Möglichkeiten: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und leitet Implikationen für die Praxis ab, wie Anbieter ihre Sortimente sinnvoll gestalten können, ohne Kunden zu überfordern.
Konsumentenverhalten, Kaufentscheidung, Entscheidungsmöglichkeiten, Overload-Effekt, Sortimentsgröße, Suchkosten, Präferenzen, Online-Umfrage, Rezensionen, Rückgaberecht, Kaufabsicht, Satisfizierer, Maximierer, kognitive Überlastung, Autonomie.
Die Arbeit analysiert das Konsumentenverhalten im Kontext wachsender Sortimente und untersucht, warum eine große Auswahl an Alternativen sowohl positive als auch negative Effekte haben kann.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Entscheidungsfindung von Konsumenten, das Phänomen des "Choice Overload" sowie Methoden und Maßnahmen zur Reduktion dieser Überforderung.
Das Ziel ist es, Faktoren der Überforderung zu identifizieren und empirisch zu prüfen, ob bestimmte Maßnahmen wie Rezensionen oder ein Rückgaberecht dazu beitragen, den Konsumenten bei der Kaufentscheidung zu entlasten.
Die theoretischen Erkenntnisse werden durch eine umfassende Literaturanalyse gewonnen und mittels einer empirischen Online-Umfrage, ausgewertet durch Regressionsanalysen, validiert.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den psychologischen Prozessen hinter Kaufentscheidungen, der Entstehung von Overload sowie den verschiedenen Moderatoren, die diese Effekte beeinflussen.
Wesentliche Begriffe sind Konsumentenverhalten, Overload-Effekt, Kaufentscheidung, Entscheidungsstrategien (Maximierer/Satisfizierer) und kognitive Ressourcen.
Die Überforderung entsteht durch den hohen kognitiven Aufwand beim Abwägen zahlreicher Alternativen, Zielkonflikte bei der Auswahl sowie die Befürchtung, nach der Wahl eine Fehlentscheidung getroffen zu haben.
Rezensionen fungieren als hilfreiche Informationsquelle, die Unsicherheiten reduziert, bei der Bewertung unterstützt und somit den Overload-Effekt abschwächen kann.
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