Masterarbeit, 2014
154 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Abgrenzung des Themas
2.1 Forschungsfrage und Themeneingrenzung
2.2 Erhebungsdaten
2.3 Forschungsstand
3. Kirche in Deutschland vor 1940
4. Die Kirchenmitgliedschaftsentwicklung des Protestantismus in Deutschland 1940-1990
4.1 Nationalsozialismus und Kriegsjahre: 1940-1945
4.1.1 Externe Rahmenbedingungen
4.1.2 Interne Rahmenbedingungen
4.1.3 Mitgliederzahlen
4.1.4 Interpretation
4.2 Die Nachkriegszeit und die Besatzungszonen: 1945-1949
4.2.1 Externe Rahmenbedingungen
4.2.2 Interne Rahmenbedingungen
4.2.3 Mitgliederzahlen
4.2.4 Interpretation
4.3 Zeitalter der Teilung - DDR: Die 50er und 60er
4.3.1 Externe Rahmenbedingungen
4.3.2 Interne Rahmenbedingungen
4.3.3 Mitgliederzahlen
4.3.4 Interpretation
4.4 Zeitalter der Teilung - Bundesrepublik: Die 50er und 60er
4.4.1 Externe Rahmenbedingungen
4.4.2 Interne Rahmenbedingungen
4.4.3 Mitgliederzahlen
4.4.4 Interpretation
4.5 Zeitalter der Teilung - DDR: Die 70er und 80er
4.5.1 Externe Rahmenbedingungen
4.5.2 Das Spitzengespräch zwischen Regierung und Kirche
4.5.3 Interne Rahmenbedingungen
4.5.4 Mitgliederzahlen
4.5.5 Interpretation
4.6 Zeitalter der Teilung – Bundesrepublik: Die 70er und 80er
4.6.1 Externe Rahmenbedingungen
4.6.2 Interne Rahmenbedingungen
4.6.3 Mitgliederzahlen
4.6.4 Interpretation
4.7 Kirchenmitgliederentwicklung nach 1990
5. Zusammenfassung und Fazit
Diese Arbeit untersucht die Entwicklung der Mitgliederzahlen der evangelischen Kirche in Deutschland im Zeitraum von 1940 bis 1990. Dabei wird analysiert, welche kirchenexternen Faktoren (wie politische Rahmenbedingungen) und internen Faktoren (wie kircheneigene Strategien) die Entscheidung zur Kirchenmitgliedschaft beeinflussten und wie sich diese Prozesse auf die absolute Mitgliederzahl auswirkten.
4.1.3 Mitgliederzahlen
Während des Krieges ereigneten sich starke Veränderungen in den Gemeinden. Durch Flucht und Vertreibung verwischten die Grenzen der angestammten Konfessionsmilieus zusehends. KÖSTERS betont, „auch wenn das religiös-kirchliche Leben nicht substanziell gefährdet war, schmolz es im nationalsozialistischen Kriegsalltag auf kleine kirchenverbundene, nun überwiegend ältere Gläubige umfassende Kerngemeinden zusammen.“ Er hält zudem fest, dass sich die protestantische Bevölkerung durch die Situation der Kirche im Nationalsozialismus von dieser distanziert hatte. Die Folge war, dass die innere Kirchenbindung bei vielen Mitgliedern zurückging. Was heißt das nun für die Mitgliederzahlen? Diese wurden während der NS-Zeit nicht erhoben, es lässt sich daher wenig über deren genaue Entwicklung sagen. Für die Betrachtung der Kirchenmitgliedschaftsentwicklung müssen daher die Werte von 1940 als repräsentative Basis für die gesamte Kriegszeit verwendet werden. Folglich muss bewusst bleiben, dass sich diese Zahl trotzdessen innerhalb der ersten Hälfte der 40er Jahre änderte. Es können aus Gründen der Quellenlage jedoch leider keine zeitnahen Vergleichswerte hinzugezogen werden. Ich gehe in Bezug auf die Literatur und die Quellen dennoch von einem Absinken der Mitgliederzahlen aus. Dies ist nicht zuletzt den personellen Kriegsverlusten aber auch den wieder ansteigenden Kirchenaustritten geschuldet.
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den wahrnehmbaren Rückgang der Kirchenbesucher und stellt die Forschungsfrage nach den kirchenexternen und -internen Faktoren für die Entwicklung der evangelischen Kirchenmitgliedschaft von 1940 bis 1990.
2. Abgrenzung des Themas: In diesem Kapitel wird der Untersuchungszeitraum methodisch eingegrenzt, die Quellenlage (Kirchliche Jahrbücher, Volkszählungen) erläutert und der aktuelle Forschungsstand zum Mitgliederrückgang dargelegt.
3. Kirche in Deutschland vor 1940: Dieses Kapitel beleuchtet die kirchenpolitische Ausgangslage und die Säkularisierungstendenzen in der Weimarer Republik als Basis für die späteren Entwicklungen.
4. Die Kirchenmitgliedschaftsentwicklung des Protestantismus in Deutschland 1940-1990: Das Hauptkapitel analysiert chronologisch die verschiedenen Epochen (NS-Zeit, Nachkriegszeit, Teilung Deutschlands) und deren Einfluss auf Mitgliederzahlen, Taufen und Kirchenaustritte, unterteilt in externe und interne Rahmenbedingungen.
5. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass der Rückgang der Mitgliederzahlen primär durch gesellschaftliche Transformationsprozesse und eine alternde Kirchenstruktur verursacht wurde, verstärkt durch politische Druckverhältnisse, insbesondere in der DDR.
Kirchenmitgliedschaft, Protestantismus, Säkularisierung, DDR, Bundesrepublik, Nationalsozialismus, Kirchenstatistik, Kirchenaustritte, Taufzahlen, Entkirchlichung, Volkskirche, Minderheitskirche, Religionssoziologie, Kirchengeschichte, Religionsausübung
Die Arbeit analysiert die Entwicklung der Mitgliederzahlen der evangelischen Kirchen in Deutschland über einen Zeitraum von 50 Jahren (1940–1990).
Zentrale Themen sind der Einfluss historischer Zäsuren, staatliche Repressionen, wirtschaftliche Faktoren sowie kircheninterne Handlungsstrategien auf die Entscheidung zur Kirchenmitgliedschaft.
Die Forschungsfrage lautet: Welche kirchenexternen und -internen Faktoren beeinflussen die individuelle Entscheidung zur Kirchenmitgliedschaft und wie wirkt sich dies auf die Mitgliederzahlen aus?
Die Untersuchung basiert auf einer kirchenhistorischen Analyse, die durch die Auswertung statistischer Datenreihen (wie der "Kirchlichen Jahrbücher" und Volkszählungen) gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Abschnitte von der Zeit des Nationalsozialismus über die Nachkriegszeit bis hin zur Zeit der deutschen Teilung in DDR und Bundesrepublik, wobei jeweils Rahmenbedingungen und Daten analysiert werden.
Wichtige Begriffe sind Säkularisierung, Kirchenmitgliedschaft, Protestantismus, DDR-Kirchenpolitik und die Entwicklung zur Volks- bzw. Minderheitskirche.
In der DDR war die Kirche durch staatliche Unterdrückung, Diskriminierung und den Versuch der ideologischen Verdrängung geprägt, während die Kirche in der BRD in den politischen Prozess eingebunden war und ein höheres Ansehen genoss.
Die Jugendweihe wird als zentrales Instrument der DDR-Regierung analysiert, um den Einfluss der Kirche auf die junge Generation zu schwächen, was sich negativ in den Konfirmanden- und Taufzahlen niederschlug.
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