Diplomarbeit, 2004
50 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1.Migration
1.2. Die Fünf Phasen der Medienkultur der Türken in Deutschland
2. Türkische Zeitungen
2.1. Die „Erste Türkische Zeitung in Deutschland“
2.2.„Die Neue Türkei. Illustrierte unabhängige Deutsch-Türkische Wochenschrift“, Jahrgang 1, Nummer 1, 1.Februar 1917
3. Gastarbeiterprogramme der ARD
4. Fernsehen als Medium
4.1 Türkischer TV-Sender vs. Deutscher TV-Sender
5. Die Internetnutzung der Jugendlichen
5.1. Türkische Internet-Nutzer sind Newcomer
5.2. Die Internetnutzung von Türken in Deutschland
5.3. Haushaltsausstattung des PCs in türkischen Haushalten von 1992
5.4 Die Haushaltsaustattung des PCs in türkischen Haushalten
5.5. Struktur der türkischen Internetnutzer
5.6. Welche Dienste bzw. Programme wird von den türkischen Jugendlichen genutzt
6. Welche kulturspezifische Medienkonzepte wurden für türkischsprachige Jugendliche entwickelt?
7. Deutschtürkisches Radio
7.1. Metropol FM – Radio – Deutschtürkisches Radio für Deutschtürken
7.2. Die Vorteile der Ethnomarketing
7.3. Statistiken von Metropol FM
8. Virtuelle Welten für türkische Migranten im www
9. Türkische Jugendliche im Internet
9. 1. Auswertung meines Interviews
9.2. Ein Auszug eines 1:1 Interviews
10. Wie wird die Zukunft der türkischen Domänen in den Medien in Deutschland in der nahen Zukunft aussehen?
11. Türkische Zeitungsleser 2000
12. Countdown läuft – Digitales Fernsehen in Rhein- Main
13. Bestimmungsfaktoren der Mediennutzung
14. Fazit
Die Diplomarbeit untersucht den Wandel und die Bedeutung der Mediennutzung bei türkischstämmigen Jugendlichen in Deutschland, von den Anfängen der Gastarbeiterprogramme bis hin zur modernen Internetnutzung der zweiten und dritten Generation.
Die Fünf Phasen der Medienkultur der Türken in Deutschland
„In den letzten Jahrzehnten hat sich die türkische Medienlandschaft in Deutschland entscheidend gewandelt.“ (Zwischen Abgrenzung und Integration – Türkische Medienkultur – Teil 1, Rehburg-Loccum,2003 von Jörg Becker/Reinhard Behnisch Seite 5 Vorwort). In dieser ersten Phase gab es noch keine türkischsprachige Fernsehprogramme, so verfolgten auch die türkischen Radioprogramme das Ziel, die in Deutschland lebenden Türken einerseits über aktuelle Ereignisse im Gastland, vor allem betreffend der Situation der Türken, zu informieren, anderseits ihre nationale Identität und ihre Bindung an die Heimat zu sichern, denn viele der Türken planten sowieso nicht allzu lange in Deutschland zu bleiben.“ (Zwischen Abgrenzung und Integration – Türkische Medienkultur – Teil 1, Rehburg-Loccum 2003 M. Nail Alkan „Brückenschlag oder Barriere Türkisch – Deutsche Pressebeziehung Seite 54) Am 17. Dezember 1965 wurde die erste fremdsprachige Sendung in den WDR Senderreihen „Ihre Heimat – Unsere Heimat“ gesendet. Im Jahr 1966 wurde dann vom ZDF die Senderreihen „Nachbarn in Europa“ produziert und in sechs Sprachen ausgestrahlt. Seit 1973 wurde in diese Sendung auch „ein Brief aus der Türkei“ aufgenommen, die vom TRT produziert wurde. Diese Medienangebote fanden bei der türkischen Bevölkerung in Deutschland großen Zuspruch. 1980 sahen 75 bis 80 Prozent der Türken in Deutschland die wöchentlichen Fernsehprogramme für Ausländer. Die täglichen Radioprogramme hörten nur noch 40 bis 60 Prozent der Türken.
Die Dritte Phase begann in den Achtzigern, die Einschaltquoten der Ausländerprogramme gingen zurück. Grund: Unter der türkischen Bevölkerung in Deutschland gewannen die Videokassetten an Bedeutung, welche aus der Heimat importiert oder in türkischen Lebensmittelgeschäften ausgeliehen worden sind. – davon 80 Prozent türkische Spielfilme, 20 Prozent Unterhaltung und Sport -. Fazit: Die Türken in Deutschland wollten zwar etwas aus der Umgebung sehen ( Nachrichten aus Deutschland ), ihr Hauptinteresse jedoch galt den Informationen aus der Heimat.
1. Einleitung: Beschreibt die persönliche Motivation der Autorin und den historischen Prozess der Arbeitsmigration ab 1961.
2. Türkische Zeitungen: Analysiert die historische Medienzusammenarbeit und die Bedeutung der frühen zweisprachigen Zeitungen wie „Die Neue Türkei“.
3. Gastarbeiterprogramme der ARD: Behandelt die Entwicklung und den Bedeutungsverlust der frühen Radiosendungen für Gastarbeiter.
4. Fernsehen als Medium: Untersucht die Dominanz türkischer Fernsehsender und die Nutzungsspezifika durch Satelliten- und Kabelanschlüsse.
5. Die Internetnutzung der Jugendlichen: Beleuchtet den rasanten Anstieg der Internetnutzung als zentrales Medium der zweiten und dritten Generation.
6. Welche kulturspezifische Medienkonzepte wurden für türkischsprachige Jugendliche entwickelt?: Erörtert das Aufkommen türkischer Lifestyle-Magazine und die Herausforderungen für Werbefachleute.
7. Deutschtürkisches Radio: Dokumentiert den Erfolg von Sendern wie Metropol FM und die Entstehung von Ethnomarketing.
8. Virtuelle Welten für türkische Migranten im www: Analysiert die Bedeutung von Online-Communities und Portalen wie „vaybee.de“ für die Identitätsbildung.
9. Türkische Jugendliche im Internet: Präsentiert die Ergebnisse empirischer Interviews zur Mediennutzung junger türkischstämmiger Migranten.
10. Wie wird die Zukunft der türkischen Domänen in den Medien in Deutschland in der nahen Zukunft aussehen?: Diskutiert die Popularität von Online-Angeboten türkischer Tageszeitungen.
11. Türkische Zeitungsleser 2000: Zitiert Studien zum Leseverhalten bei Printmedien.
12. Countdown läuft – Digitales Fernsehen in Rhein- Main: Spricht das Thema digitales Fernsehen und dessen zukünftige Potenziale an.
13. Bestimmungsfaktoren der Mediennutzung: Listet zentrale soziologische Faktoren auf, die das Medienverhalten beeinflussen.
14. Fazit: Fasst zusammen, dass Medien ein unverzichtbares Instrument zur Wahrung der Identität und zur Integration geworden sind.
Mediennutzung, türkische Jugendliche, Migration, Internet, Ethnomarketing, Identitätsfindung, Integrationsprozess, Türkische Zeitungen, Metropol FM, digitale Medien, Deutschtürken, Medienlandschaft, Online-Communities, Sprachkompetenz, Gastarbeiter.
Die Arbeit analysiert die Mediennutzung und deren Bedeutung für türkischstämmige Jugendliche in Deutschland, wobei der Bogen von den ersten Gastarbeiterprogrammen bis hin zur modernen Internetnutzung gespannt wird.
Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der türkischen Medienkultur in Deutschland, den Einfluss des Internets, den Erfolg von Ethnomarketing und die Bedeutung von Medien für die kulturelle Identität.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich türkischstämmige Jugendliche heute informieren, welche Bedeutung das Internet für sie hat und wie Medien zur Überbrückung zwischen Herkunftskultur und Lebensrealität in Deutschland beitragen.
Neben der Auswertung bestehender soziologischer Studien und Fachliteratur führte die Autorin eigene Interviews mit türkischen Jugendlichen durch, um ein aktuelles Stimmungsbild zu erheben.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Medienentwicklung, eine Untersuchung der Internetnutzung und eine detaillierte Auswertung der selbst durchgeführten Befragungen.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Mediennutzung, Migration, Identitätsfindung, Ethnomarketing und Digitalisierung beschreiben.
Das Internet fungiert als zentraler Bestandteil des Alltags, der sowohl zur Unterhaltung und zum Kontakt mit der Heimat als auch zur Pflege sozialer Kontakte unter Gleichgesinnten genutzt wird.
Die Untersuchung deutet darauf hin, dass die Jugendlichen meist zweisprachig aufwachsen und Medien nutzen, um ihre Identität zu festigen, wobei das Internet den Zugang zu deutsch- und türkischsprachigen Inhalten gleichermaßen ermöglicht.
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