Masterarbeit, 2016
89 Seiten, Note: 1,5
1 Einführung
1.1 Motivation und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Grundzüge des internationalen Handels
2.1 Zwischen Freihandel und Protektionismus
2.2 Theorien des internationalen Handels
2.2.1 Smith-Modell des absoluten Kostenvorteils
2.2.2 Ricardo-Modell des komparativen Vorteils
2.2.3 Heckscher-Ohlin-Modell der Faktorproportionen
2.2.4 Krugman-Modell des intrasektoralen Handels
2.3 Freihandel und seine Auswirkungen
3 Die Anfänge der multilateralen Welthandelsordnung
3.1 Das GATT – General Agreement on Tariffs and Trade
3.1.1 Entstehung des GATT
3.1.2 Grundlegende Inhalte des GATT
3.1.2.1 Prinzipien des GATT
3.1.2.2 Ausnahmen des GATT
3.1.3 Entwicklung des GATT
3.2 Die WTO – World Trade Organization
3.2.1 Gründung der WTO
3.2.2 Ziele und Aufgaben der WTO
3.2.3 Konflikte der WTO
4 Der Trend zu regionalen Handelsabkommen
4.1 Regionale Integrationen und ihr Fortschritt
4.2 Regionalismus im globalen Handelssystem
4.2.1 Chancen und Risiken regionaler Integrationen
4.2.2 Regionalismus versus Multilateralismus
5 Die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft TTIP
5.1 Eckpunkte der transatlantischen Handelsbeziehung
5.2 Gegenstand der Verhandlungen
5.2.1 Inhalte und Ziele
5.2.2 Konfliktthemen
5.3 Volkswirtschaftliche Effekte – Studien und ihre Ergebnisse
5.3.1 Vorstellung und methodologisches Vorgehen der Studien
5.3.2 Effekte auf den Handel
5.3.3 Effekte auf das Wirtschaftswachstum
5.3.4 Effekte auf den Arbeitsmarkt
5.3.5 Kritische Stellungnahme
6 TTIP und die multilaterale Welthandelsordnung
6.1 Gefahren und Potenziale für den Multilateralismus
6.2 Zukunft der WTO
6.3 Harmonisierungsmöglichkeiten …
6.3.1 … von Seiten der TTIP
6.3.2 … von Seiten der WTO
7 Resümee
7.1 Zusammenfassung
7.2 Kritische Würdigung und Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) und ihre potenziellen Auswirkungen auf die multilaterale Welthandelsordnung der World Trade Organization (WTO). Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob TTIP als Treiber oder Hemmer für den multilateralen Prozess fungiert.
2.1 Zwischen Freihandel und Protektionismus
Freihandel versus Protektionismus – diese Gegenüberstellung beschäftigt die globale Wirtschaftspolitik seit jeher und bildet die Grundlage eines der meist diskutierten Themen der Handelsgeschichte.
Freihandel gilt dabei als das klassische Leitbild der Außenhandelstheorie, dessen Tradition insbesondere durch die Ökonomen Adam Smith (1723-1790) und David Ricardo (1772-1823) begründet wurde. Ausgangspunkt ihrer außenhandelstheoretischen Überlegungen war die Umsetzung des klassischen Liberalismus, nach dem sich Handel frei von staatlichen Eingriffen vollziehen sollte (vgl. Wagner, 2009, S. 54). Freihandel umfasst daher allen voran die Abwesenheit oder Reduzierung von Handelshemmnissen zwischen Nationen und die damit einhergehende Schaffung eines gemeinsamen Marktes (vgl. Osabuohien, Efobi & Beecroft, 2014, S. 14). Die Abschöpfung vorhandener Wohlfahrtsgewinne sowie die Verbesserung der Faktormobilität sind dabei die angestrebten Ziele der klassischen Freihandelsdoktrin (vgl. Beck & Ohr, 2014, S. 345). Trotz der aufgezeigten Vorteile besteht jedoch immer noch ein starker Kontrast zwischen den in der Theorie vermittelten Erkenntnissen und deren Umsetzung in die Realität. So ist Freihandel in seiner idealtypischen Form in der Praxis kaum anzutreffen, sondern wird durch eine Vielzahl regulierender Außenhandelsmaßnahmen in seiner Wirkung eingeschränkt (vgl. Haas & Neumair, 2006, S. 211).
Dieses handelspolitische Konzept des Protektionismus wendet sich grundsätzlich gegen die prinzipielle Marktoffenheit und befürwortet die Regulierung des internationalen Handels mittels protektionistischer Maßnahmen. Tarifäre Handelshemmnisse wie Zölle oder Exportsubventionen werden dabei direkt auf ein bestimmtes Gut erlassen. Zusätzlich erschweren nichttarifäre Handelshemmnisse wie Einfuhrkontingente, Sicherheitsstandards oder auch Importverbote den Marktzugang ausländischer Waren zu Gunsten der heimischen Industrie (vgl. Sell, 2003, S. 205). Mit der Regulierung von Importen und Marktzugängen soll folglich die Erreichung wohlfahrtsökonomischer Ziele gewährleistet sowie möglichen Marktineffizienzen entgegengewirkt werden (vgl. Osabuohien et al., 2014, S. 13f.).
1 Einführung: Die Einleitung motiviert das Thema TTIP, definiert die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich des Verhältnisses zum multilateralen Welthandelssystem und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2 Grundzüge des internationalen Handels: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen des Außenhandels, diskutiert das Spannungsfeld zwischen Freihandel und Protektionismus und führt klassische sowie moderne Handelstheorien ein.
3 Die Anfänge der multilateralen Welthandelsordnung: Hier wird die historische Entwicklung von den Anfängen des GATT bis zur Gründung und Arbeitsweise der World Trade Organization (WTO) nachgezeichnet.
4 Der Trend zu regionalen Handelsabkommen: Das Kapitel analysiert den zunehmenden Regionalismus, klassifiziert verschiedene Integrationsstufen und diskutiert die Debatte um die Vor- und Nachteile regionaler versus multilateraler Handelsansätze.
5 Die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft TTIP: Dieses Kernkapitel untersucht spezifisch das TTIP-Abkommen, seine inhaltlichen Schwerpunkte, Konfliktthemen sowie volkswirtschaftliche Auswirkungen basierend auf verschiedenen wissenschaftlichen Studien.
6 TTIP und die multilaterale Welthandelsordnung: Hier werden die Gefahren und Potenziale der TTIP für das multilaterale System erörtert, die Zukunft der WTO bewertet und konkrete Harmonisierungsmöglichkeiten aufgezeigt.
7 Resümee: Die abschließenden Abschnitte fassen die zentralen Erkenntnisse zusammen und wagen eine kritische Würdigung sowie einen Ausblick auf die zukünftige Gestaltung globaler Handelsbeziehungen.
TTIP, Freihandel, Welthandelsorganisation, WTO, Protektionismus, Regionalismus, Multilateralismus, Handelsabkommen, Außenwirtschaftstheorie, Investitionsschutz, nichttarifäre Handelshemmnisse, globale Handelsordnung, Handelsliberalisierung, Wirtschaftswachstum, Weltwirtschaft.
Die Arbeit untersucht das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA und analysiert, inwiefern dieses Projekt die bestehende multilaterale Welthandelsordnung der WTO stützen oder gefährden könnte.
Neben den theoretischen Grundlagen der Außenhandelstheorie liegt der Fokus auf der Geschichte und Funktion der WTO, dem globalen Trend zum Regionalismus und einer kritischen Analyse der TTIP-Inhalte sowie deren ökonomischen Prognosen.
Das Ziel ist es, zu klären, ob die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) als Widerspruch zur multilateralen Welthandelsordnung der WTO betrachtet werden muss oder ob sie konstruktive neue Impulse setzen kann.
Die Arbeit basiert auf einer diskursiven Untersuchung und der Analyse bestehender wissenschaftlicher Studien (einschließlich CGE-Modellen und des GPM), um die potenziellen Auswirkungen des Abkommens objektiv darzustellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Handels, die historische Entwicklung der Welthandelsorganisation, die Analyse des Regionalismus-Trends und die detaillierte Untersuchung der TTIP-Verhandlungen und deren Auswirkungen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie TTIP, Multilateralismus, WTO, Freihandel, Handelshemmnisse und wirtschaftliche Integration geprägt.
Da TTIP noch nicht umgesetzt ist, stützen sich Studien auf hypothetische Annahmen. Die Kritik zeigt, dass die Ergebnisse der Modelle oft von deren mathematischen Annahmen abhängen und daher eher als Potenzialanalysen denn als präzise Vorhersagen zu verstehen sind.
Spillover-Effekte beschreiben die Möglichkeit, dass Standards aus dem TTIP-Raum auch für Drittländer als Vorbild oder indirekter Standard fungieren könnten, was den Handel global erleichtern würde, sofern das Abkommen offen gestaltet ist.
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