Bachelorarbeit, 2015
65 Seiten, Note: 2,7
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
Diese Arbeit befasst sich mit dem Familien-Kohärenzsinn und dessen Bedeutung als Ressource für Familien in Belastungssituationen. Anhand einer systematischen Analyse von 20 empirischen Primärstudien werden zwei Arbeitshypothesen untersucht, die den Zusammenhang zwischen dem Familien-Kohärenzgefühl und potentiellen Schutz- sowie Belastungsfaktoren beleuchten. Die Ergebnisse sollen Aufschluss darüber geben, ob der Familien-Kohärenzsinn als Schutzfaktor in belastenden Situationen fungiert.
Die Einleitung führt in das Thema Familien-Kohärenzsinn ein und stellt die Forschungsfrage sowie die Arbeitshypothesen vor. Der theoretische Hintergrund beleuchtet das Konstrukt Familien-Kohärenzgefühl nach Antonovsky und Sourani, dessen Operationalisierungsformen sowie die Konstruktvalidierung des FSOC-Fragebogens. Es werden Übersetzungen und Weiterentwicklungen der FSOC-Skala sowie die Sense of Family Coherence Scale nach Sagy vorgestellt. Zudem wird der Zusammenhang des Familien-Kohärenzgefühls mit ähnlichen Konstrukten untersucht. Die Methode und Auswahl der Studien beschreibt das Vorgehen bei der Literaturrecherche und die Ein- und Ausschlusskriterien für die ausgewählten Studien. Die Ergebnisse präsentieren die Zusammenhänge zwischen dem Familien-Kohärenzgefühl und potentiellen Schutzfaktoren (z.B. familiäre Anpassungsmaßnahmen, Funktionsfähigkeit, Wohlbefinden, individuelle Ressourcen) sowie Belastungsfaktoren (z.B. Stresserleben, depressive Symptome, familiäre Konflikte). Die Diskussion fasst die Ergebnisse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage. Es wird eine kritische Beurteilung der Studien sowie der vorliegenden Arbeit vorgenommen und ein Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten gegeben.
Die zentralen Themen dieser Arbeit sind Familien-Kohärenzsinn, Familien-Kohärenzgefühl, Ressourcen, Schutzfaktoren, Belastungsfaktoren, Salutogenese und Stress. Die Analyse der empirischen Studien legt den Fokus auf den Zusammenhang zwischen dem Familien-Kohärenzgefühl und den genannten Faktoren, um die Bedeutung des Familien-Kohärenzsinns als Ressource für Familien in Belastungssituationen zu beleuchten.
Der Familien-Kohärenzsinn ist ein Konstrukt aus der Salutogenese, das beschreibt, wie eine Familie das Leben als verstehbar, handhabbar und bedeutsam wahrnimmt, was ihr hilft, Belastungen gemeinsam zu bewältigen.
Es dient als psychische Ressource und Schutzfaktor. Familien mit hohem Kohärenzsinn zeigen eine bessere Funktionsfähigkeit, ein höheres Wohlbefinden und eine effektivere Anpassung an Stresssituationen.
Studien belegen eine signifikant negative Korrelation: Ein starker Familien-Kohärenzsinn verringert das subjektive Stressempfinden und schützt vor depressiven Symptomen bei Familienmitgliedern.
Ein gängiges Instrument ist die "Family Sense of Coherence Scale" (FSOC) nach Antonovsky und Sourani, die verschiedene Dimensionen des familiären Zusammenhalts und der Weltsicht abfragt.
Ja, ein ausgeprägter Kohärenzsinn korreliert negativ mit der Häufigkeit und Intensität familiärer Konflikte, da Herausforderungen eher als gemeinsam lösbare Aufgaben betrachtet werden.
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