Bachelorarbeit, 2014
51 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
2. Gesetzliche Grundlagen
2.1. Historische Entwicklung des Dritten Wegs
2.2. Grundlagen der betrieblichen Interessenvertretung
2.3. Beteiligung, Mitwirkung und Mitbestimmung der MAV
3. Hintergrund und Ziele der Antragsstellung
3.1. Einrichtung und Aufgabe der Kommissionen zur Ordnung des Arbeitsvertragsrechts
3.2. Inhalte und Ziele des Antrags nach §11 der AK-Ordnung
4. Prozess der Antragsstellung
4.1. Antragsvoraussetzungen
4.2. Umfang der Regelungen
4.3. Verfahren
5. Ermittlung des Ist-Zustandes
5.1. Auswahl des Instruments Fragebogen
5.2. Rücklauf und Auswertung der Fragebögen
6. Ableitung von Kommunikationsstrategien
6.1. Kommunikation mit der Mitarbeiterschaft
6.1.1. Das geeignete Informationsmanagement
6.1.2. Motivation erhalten und erhöhen
6.1.3. Mitarbeiter integrieren
6.2. Kommunikation mit der Geschäftsführung
6.2.1. Kooperation zwischen MAV und Leitung
6.2.2. Nachhaltige Organisationsentwicklung fördern
7. Fazit
Die Arbeit entwickelt Kommunikationsstrategien für die Mitarbeitervertretung (MAV), um im Falle wirtschaftlicher Krisen bei der Anwendung von §11 der AK-Ordnung („Einrichtungsspezifische Regelungen“) erfolgreich zwischen der Einrichtungsleitung und der Belegschaft zu vermitteln und notwendige Veränderungsprozesse konstruktiv zu begleiten.
6.1.3. Mitarbeiter integrieren
In den vergangenen Jahren hat in weiten Teilen der Dienstleistungsbranche ein Umdenken der Informationsverbreitung und –verarbeitung stattgefunden und zum Abbau von hierarchischen Unternehmensstrukturen geführt. In diesen Unternehmen findet die Kommunikation nicht nur von oben nach unten, sondern auch von unten nach oben sowie seitwärts statt. Ein Kommunikationsstil, der auf Anweisungen und Befehle setzt, wird heute als regelrecht kontraproduktiv angesehen. Führungskräfte sollten mit ihren Mitarbeitern auf Augenhöhe kommunizieren (Hockling, 2014). Leider hat diese Form des Umdenkens gerade in Krankenhäusern mit ihren traditionell gelebten hierarchischen Strukturen noch nicht stattgefunden, wodurch viele Potenziale verschenkt werden.
In den Unternehmen, die heute das neue Führungsmodell der Unternehmenskonversation leben, stehen die Elemente Vertrautheit, Interaktivität, Integration und Zielsetzung im Mittelpunkt. Vertrauen entsteht, wenn die Führungskräfte ihren Mitarbeitern authentisch begegnen, eine emotionale Nähe aufbauen und die Kommunikation persönlich und direkt verläuft. Das wirkt sich positiv auf das Betriebsklima aus und erzeugt eine Atmosphäre, in der sich Mitarbeiter an einem Ideenaustausch von unten nach oben beteiligen. Im zweiten Schritt geht es darum eine gewisse Interaktivität zu erreichen. Während die herkömmliche Kommunikation über gedruckte Rundschreiben, Memos oder Reden erfolgte, sprechen die Führungskräfte in Zukunft direkt mit den Mitarbeitern. Das fördert eine wechselseitige und persönliche Interaktion. Blogs und Foren können im Intra- oder Internet unterstützend eingesetzt werden, damit auch ein Austausch unter Kollegen Stations-, Abteilungs- und Bereichsübergreifend stattfinden kann. Das führt unweigerlich zu der Frage der Einbeziehung. Dadurch, dass die Mitarbeiter mehr Einfluss erhalten, können Veränderungsprozesse angestoßen werden, neue Ideen ausgeschöpft und ein dynamisches Wissensmanagement integriert werden. Die Mitarbeiter unterhalten eine aktive Kommunikation im Unternehmen, werden zu Vordenkern und Markenbotschaftern. Dazu ist es jedoch zwingend notwendig, dass die Mitarbeiter die Unternehmensstrategie kennen und mitgestalten (siehe Kap. 6.2.1.). Die Teams müssen strategisch und ständig informiert werden und die gesamte Kommunikation einem Konzept folgen, das von jedem Mitarbeiter mitgetragen werden kann (Hockling, 2014). Im Folgenden sollen einige Instrumente zur Integration der Mitarbeiter dargestellt werden.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den finanziellen Druck in kirchlichen Einrichtungen und die Relevanz von §11 AK-Ordnung als Mittel zur Sanierung bei gleichzeitiger Notwendigkeit einer verbesserten MAV-Kommunikation.
2. Gesetzliche Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung des "Dritten Wegs", die Strukturen der betrieblichen Interessenvertretung und die spezifischen Mitwirkungsrechte der MAV.
3. Hintergrund und Ziele der Antragsstellung: Hier werden die Aufgaben der Kommissionen zur Ordnung des Arbeitsvertragsrechts sowie die Ziele und der Inhalt des Antragsverfahrens nach §11 AK-Ordnung dargelegt.
4. Prozess der Antragsstellung: Dieses Kapitel strukturiert den Antragsprozess in die Phasen der Voraussetzungen, des Regelungsumfangs und des eigentlichen Verfahrens bei der Regionalkommission.
5. Ermittlung des Ist-Zustandes: Es wird die methodische Vorgehensweise zur Analyse der aktuellen Situation in den Einrichtungen mittels Fragebögen beschrieben und begründet.
6. Ableitung von Kommunikationsstrategien: Der Hauptteil der Arbeit entwickelt konkrete Kommunikationsstrategien für die MAV, unterteilt in die Interaktion mit der Belegschaft und der Geschäftsführung.
7. Fazit: Das Fazit reflektiert kritisch die gewählte Untersuchungsmethode und fasst die zentralen Erkenntnisse zur Notwendigkeit einer verbesserten Kommunikation in wirtschaftlichen Krisenzeiten zusammen.
Mitarbeitervertretung, MAV, §11 AK-Ordnung, Kommunikationsstrategie, Dritter Weg, Arbeitsrecht, Unternehmenskonversation, Krisenmanagement, Antragsstellung, Interessenvertretung, Organisationsentwicklung, Mitarbeitermotivation, Mitbestimmung, Caritas, Restrukturierung
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Mitarbeitervertretung (MAV) bei Sanierungsprozessen in kirchlichen Einrichtungen, insbesondere bei Anträgen nach §11 der AK-Ordnung zur temporären Abweichung von Tarifstandards.
Die zentralen Themen sind das kirchliche Arbeitsrecht, die Mitbestimmungsrechte der MAV, die psychologischen Auswirkungen von Krisen auf die Belegschaft sowie moderne Methoden der internen Kommunikation.
Das Ziel ist die Entwicklung effektiver Kommunikationsstrategien für die MAV, um trotz wirtschaftlicher Notsituationen das Vertrauen der Belegschaft zu erhalten und die Akzeptanz für notwendige Restrukturierungsmaßnahmen zu fördern.
Der Autor führt eine quantitative Befragung mittels Fragebögen bei MAV-Mitgliedern in verschiedenen Einrichtungen durch, um den Ist-Zustand der Kommunikation zu ermitteln und daraus Strategien abzuleiten.
Im Hauptteil werden neben der Kommunikation mit der Mitarbeiterschaft (Informationsmanagement, Motivation, Integration) auch Ansätze zur Verbesserung der Kommunikation und Kooperation zwischen MAV und Geschäftsführung erarbeitet.
Wichtige Begriffe sind Mitarbeitervertretung (MAV), §11 AK-Ordnung, Kommunikationsstrategie, Dritter Weg, Krisenmanagement, Antragsstellung und Organisationsentwicklung.
Da §11-Anträge häufig mit Lohnverzicht oder Arbeitszeitverlängerungen einhergehen, besteht eine hohe emotionale Belastung. Fehlerhafte Kommunikation kann hier zu Resignation, Leistungsabfall oder dem Verlust wichtiger Fachkräfte führen.
Das Konzept dient dazu, Schlüsselpersonen im Unternehmen gezielt in Veränderungsprozesse einzubinden, um Informationen schneller und zielgruppengerechter zu verbreiten sowie Ängste innerhalb der Belegschaft abzubauen.
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