Bachelorarbeit, 2016
86 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung und Forschungsfragen
1.2 Gang der Untersuchung
2. Begriffliche Grundlagen
2.1 Definition und Typologien von Startups
2.2 Besondere Charakteristika von Startups in der Seed-Phase
2.2.1 Begriffliche Eingrenzung
2.2.2 Zentrale Aufgaben
2.2.3 Bedarfsanalyse
3. Unterstützungsangebote für Startups
3.1 Angebote mit Finanzierungsfokus
3.1.1 Eigenfinanzierung
3.1.2 Crowdfunding
3.1.3 Öffentliche Fördermittel
3.2 Angebote mit Beratungsfokus
3.2.1 Zentrale Anlaufstellen
3.2.2 Hochschulen
3.3 Angebote mit Finanzierungs- und Beratungscharakter
3.3.1 Investment Fonds
3.3.2 Business-Inkubatoren
3.3.3 Business Angels
3.3.4 Gründungswettbewerbe
4. Forschungsdesign
4.1 Methodik der qualitativen Leitfadeninterviews
4.2 Aufbau des Interviewleitfadens
4.3 Durchführung und Auswertung
5. Ergebnisse der empirischen Untersuchung
5.1 Finanzierungsbezogene Kriterien
5.1.1 Umfang und Aufwand
5.1.2 Abhängigkeitsverhältnisse und Einflussnahme
5.2 Beratungsbezogene Kriterien
5.2.1 Qualität und Umfang der unternehmerischen Beratung
5.2.2 Vertrauen und Persönlichkeit
5.2.3 Kommunikation / Geographische Nähe
6. Bewertungsansatz für Angebote
6.1 Angeboten mit Finanzierungsfokus
6.2 Angebote mit Beratungsfokus
6.3 Angebote mit Finanzierungs- und Beratungscharakter
7. Fazit und Ausblick
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Entwicklung praxisorientierter Kriterien zur Auswahl von Unterstützungsangeboten für Startups in der Seed-Phase, um auf dieser Grundlage einen Bewertungsansatz zu etablieren, der Gründern in der Region Stuttgart bei der Auswahl der richtigen Unterstützung hilft.
Besondere Charakteristika von Startups in der Seed-Phase
Der Begriff der Seed-Phase kommt aus der Venture-Capital-Finanzierung und beschreibt ein bestimmtes Entwicklungsmodell für die erste Phase nach der Unternehmensgründung eines Startups (vgl. Kollmann 2009, S. 360). Eine fixierte zeitliche Abgrenzung verschiedener Entwicklungsphasen ist bei Neugründungen sehr schwierig und wird vielmehr als ein Prozess mit mehreren Planungsschritten verstanden. Daher werden Entwicklungsprozesse bei Unternehmensgründungen seit einigen Jahren oft in Analogie zu aus der Biologie stammenden Lebenszyklusmodellen dargestellt (vgl. Engel 2003, S. 24).
Die Seed-Phase oder auch Seed-Stage genannt, ist Bestandteil der Early Stage, welche die Entwicklungsphase von der Geschäftsidee bis zum Erreichen der Marktreife darstellt (vgl. Engel 2003, S. 24). Die Seed-Phase beginnt mit der ersten unternehmensgebundenen Tätigkeit des Gründers. Dieser Zeitpunkt ist wie oben bereits erwähnt nicht durch ein bestimmtes Ereignis zu definieren, sondern ergibt sich aus dem unternehmerischen Entwicklungsprozess. (vgl. Kollmann, S. 16) Das Ende der Seed-Phase markiert das Hervorbringen eines marktfähigen Produktes zum Beispiel in Form eines funktionsfähigen Prototyps (vgl. Güllmann 2000, S. 20).
1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die wirtschaftliche Relevanz der Region Stuttgart dar, formuliert die Forschungsfragen zur Auswahl von Unterstützungsangeboten und erläutert den Aufbau der Untersuchung.
2. Begriffliche Grundlagen: Es werden Definitionsansätze für Startups sowie die spezifischen Charakteristika und der Unterstützungsbedarf von Startups in der Seed-Phase erarbeitet.
3. Unterstützungsangebote für Startups: Dieses Kapitel kategorisiert verschiedene Unterstützungsmaßnahmen mit Finanzierungs-, Beratungs- oder kombiniertem Fokus und stellt Praxisbeispiele vor.
4. Forschungsdesign: Hier wird der qualitative Forschungsansatz mittels Leitfadeninterviews vorgestellt, inklusive der methodischen Vorgehensweise bei Durchführung und Auswertung.
5. Ergebnisse der empirischen Untersuchung: Dieses Kapitel präsentiert die aus den Experteninterviews abgeleiteten Finanzierungs- und Beratungskriterien, die für Startups bei der Wahl von Unterstützung relevant sind.
6. Bewertungsansatz für Angebote: Auf Basis der zuvor identifizierten Kriterien wird ein zweistufiger Ansatz entwickelt, um die Eignung der in Kapitel 3 beschriebenen Angebote zu bewerten.
7. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und Diskussion der Ergebnisse sowie Ausblick auf potenzielle Anknüpfungspunkte für zukünftige Forschung.
Startup, Seed-Phase, Region Stuttgart, Gründungsfinanzierung, Beratungsbedarf, Venture Capital, Business Angels, Inkubatoren, Gründungswettbewerbe, Innovationsgutscheine, EXIST-Gründerstipendium, Businessplan, Standortwahl, Unternehmensentwicklung, Leitfadeninterviews.
Die Arbeit analysiert die bestehenden Unterstützungsangebote für Startups in der Seed-Phase und entwickelt Kriterien, mit denen Gründer die für sie am besten geeignete Unterstützung in der Region Stuttgart auswählen können.
Die Arbeit deckt die Bereiche Gründungsfinanzierung (Eigenfinanzierung, Crowdfunding, Fördermittel, VC), unternehmerische Beratung, institutionelle Unterstützung durch Hochschulen und Inkubatoren sowie die Bedeutung von Netzwerken ab.
Das Hauptziel ist die Ausarbeitung eines praxisnahen Bewertungsansatzes, der Stuttgarter Startups bei der schwierigen Wahl zwischen diversen Finanzierungs- und Beratungsmöglichkeiten als Entscheidungshilfe dient.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf Experteninterviews (Leitfadeninterviews) basiert. Diese wurden ausgewertet, um praxisrelevante Kriterien für die Auswahl von Unterstützungsangeboten zu identifizieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Bedarfsanalyse und Angebotsbeschreibung sowie einen empirischen Teil, in dem Finanzierungs- und Beratungskriterien direkt aus der Praxis (Interviews) abgeleitet und anschließend für einen Bewertungsansatz genutzt werden.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Startup, Seed-Phase, Region Stuttgart, Finanzierungsarten, Business Angels und Evaluationskriterien.
Laut den befragten Experten erleichtert die geographische Nähe die Kommunikation, ermöglicht effektivere Face-to-Face-Beratung und verbessert den Zugang zu relevanten regionalen Business-Netzwerken, was insbesondere in Krisenzeiten entscheidend sein kann.
Die empirische Analyse zeigt, dass viele Gründer die bürokratischen Hürden bei der Antragstellung als sehr hoch empfinden, was den zeitlichen Aufwand in einer kritischen Aufbauphase überproportional belastet.
Das Programm wird als solide Unterstützung wahrgenommen, jedoch kritisieren die Befragten die teilweise intransparenten Vergabekriterien und die starke Abhängigkeit vom Betreuer bzw. der Hochschule.
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