Masterarbeit, 2015
79 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Fragestellung, Aufbau und Ziel der Arbeit
1.2 Relevanz und Einordnung in die EB/WB-Forschung
2 Theoretische Grundlagen zum Lernen in Communities
2.1 Begriffliche Verortung von „Communities“
2.2 Die Wurzel der Community-Konzepte: Situiertes Lernen
2.2.1 Lernen Erwachsener in professionellen Kontexten
2.2.2 Kernmerkmale des Situierten Lernens
2.2.3 Verortung im lehr-/lerntheoretischen Diskurs
2.3 Communities of Practice
2.3.1 Begriffsbestimmung
2.3.2 Abgrenzung zu anderen Gemeinschaftsformen
2.3.3 Zusammenfassung zentraler Merkmale von CoP
2.4 Kritische Kommentierung: Grenzen des Lernens in Communities
2.5 Empirische Studien zu Potenzialen der Zusammenarbeit in CoP
3 Methodologische Grundlagen und Forschungsdesign
3.1 Fallstudien als Verfahren der Community-Forschung
3.2 Fallbeschreibung und Feldzugang
3.3 Datenerhebung
3.4 Datenaufbereitung und -auswertung
3.5 Methodendiskussion und Probleme
4 Empirische Ergebnisse der Fallstudie
4.1 Einordnung des Fallbeispieles in die Community-Theorie
4.2 Potenziale der Zusammenarbeit in der CoP für die Teilnehmenden
4.2.1 Austausch von Erfahrungswissen
4.2.2 Sozialen Rückhalt finden
4.2.3 Synergieeffekte
4.2.4 Perspektivenwechsel
4.2.5 Exkurs: Persönlicher Wissenszuwachs?
5 Fazit
5.1 Zusammenfassung
5.2 Ausblick und mögliche Bedeutung
Die Arbeit untersucht, welche Lernumgebungen hochqualifizierte Experten benötigen, um ihr Fachwissen weiterzuentwickeln, und analysiert hierzu die Potenziale informell organisierter Lerngemeinschaften (Communities of Practice) am Beispiel einer Experten-Fallstudie.
2.2.2 Kernmerkmale des Situierten Lernens
Heute subsumieren sich unter der Bezeichnung ‚SL‘ verschiedene lehr-/lerntheoretische Ansätze, die Annahmen neuerer, konstruktivistisch geprägter Instruktionsansätze enthalten, die sowohl individuelle als auch soziale Anteile in Lernprozessen miteinander verbinden. Den Ansätzen des SL ist gemeinsam, dass sie soziale Interaktionen und Austauschprozesse von Wissen in den Vordergrund stellen (vgl. Mandl et al. 2000; vgl. Gerstenmaier/Mandl 2001). Jede Aktivität (damit auch Lernen) ist eingebettet in einen situierten Kontext, eine bestimmte Situation oder Kultur. So ist der reale oder zumindest mentale Bezug zur sozialen Umwelt in jedem individuellen Lernprozess präsent und beeinflusst unsere Handlungen. Das SL stellt den sozialen und kontextgebundenen Charakter des Lernens heraus und bietet damit eine andere analytische Sichtweise auf Lernprozesse (vgl. Lave/Wenger 1991, S.40) als es z.B. kognitivistische Lerntheorien anbieten.
Für die Beschreibung der Kernmerkmale des SL als integratives Konzept eignet sich die Strukturierung nach Stein (vgl. 1998, S.3-4) nach „content“, „context“ und „community“:
„Content“: Wissensinhalte sind im Verständnis des SL nicht festgeschrieben, sondern werden immer sozial ausgehandelt. Daher geht es beim SL inhaltlich weniger darum Wissensinhalte (Faktenwissen) mental abzuspeichern, als sie stattdessen praktisch anzuwenden und dadurch auch „Denkprozesse höherer Ordnung einzuüben“ (Reinmann 2009, S.2). Daher ist nicht jede Art von Wissen (z.B. faktische Aneignung von Wissensinhalten) als Ziel für SL geeignet. Insbesondere Erfahrungswissen aus dem alltäglichen Handeln der Lernenden wird beim SL miteinbezogen und als Ausgangspunkt für Reflexion in und mit der Theorie betrachtet.
„Context“: SL zeichnet sich dadurch aus, dass die Situation und der soziale Kontext, in dem Lernen stattfindet, Berücksichtigung findet. Die Lernenden interagieren mit ihrer sozialen wie materiellen Umwelt, d.h. der Situation, die sie umgibt mit den jeweils vorherrschenden Normen, Werten und Ressourcen. Das konkrete Erleben, der eigene praktische Zugang sowie das aktive Engagement im Lernprozess rücken beim SL in den Mittelpunkt des Interesses.
„Community“: Essentiell für die Theorie des SL ist schließlich, dass Lernen untrennbar mit der Teilhabe („participation“) an einer sozialen Gemeinschaft, an deren Denken und Handeln man als Lernende/r teilhat, verbunden ist.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Notwendigkeit neuen Lernens in der Wissensgesellschaft und führt in das Forschungsfeld der informellen Communities of Practice ein.
2 Theoretische Grundlagen zum Lernen in Communities: Dieses Kapitel verortet das Konzept des situierten Lernens sowie von Communities of Practice theoretisch und arbeitet zentrale Merkmale dieser gemeinschaftlichen Lernform heraus.
3 Methodologische Grundlagen und Forschungsdesign: Hier wird das qualitative Forschungsdesign der Fallstudie beschrieben, einschließlich der Datenerhebung durch Gruppeninterviews und der Auswertung mittels strukturierender Inhaltsanalyse.
4 Empirische Ergebnisse der Fallstudie: Das Kapitel präsentiert die Analyseergebnisse hinsichtlich der Einordnung des Falls als CoP sowie der identifizierten Potenziale für die Teilnehmenden.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung der CoP-Initiierung und Moderation in professionellen Kontexten.
Communities of Practice, Situiertes Lernen, Wissensmanagement, Experten, Erwachsenenbildung, Weiterbildung, Informelles Lernen, Fallstudie, Qualitative Inhaltsanalyse, Kompetenzentwicklung, Wissensaustausch, Soziale Lernumgebung, Professionelle Lerngemeinschaft, Erfahrungswissen, Synergieeffekte.
Die Arbeit erforscht, wie hochqualifizierte Experten ihr Wissen in informell organisierten Lerngemeinschaften weiterentwickeln und welche Rolle dabei soziale Interaktionen spielen.
Die zentralen Themen umfassen Communities of Practice, situiertes Lernen, informelle Lernprozesse im professionellen Kontext sowie die Analyse von Wissensaustausch und Synergieeffekten in Expertengruppen.
Ziel ist es, ein besseres Begriffsverständnis von Communities of Practice zu entwickeln und auf Basis einer Fallanalyse Handlungsempfehlungen für die Initiierung und Moderation solcher Gruppen zu geben.
Es wird eine qualitative Fallstudie durchgeführt, die auf der Analyse von Gruppeninterviews und internen Dokumenten mittels strukturierender Inhaltsanalyse nach Mayring basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Community-Konzepte und einen empirischen Teil, der die Motive und den Nutzen für die Mitglieder einer konkreten Expertengruppe untersucht.
Schlüsselbegriffe sind Communities of Practice, situiertes Lernen, Expertise, Erfahrungswissen und informelle Lernumgebungen.
Da die Gruppe zwar von außen durch eine wissenschaftliche Begleitung initiiert wurde (formale Aspekte), aber der Lernprozess und die Interaktion informell und auf Freiwilligkeit basieren, wird die Bezeichnung „non-formal“ als treffend gewählt.
Die wissenschaftliche Begleitung fungiert als Moderatorin und Initiatorin, die Struktur bietet und den Austausch kanalisiert, was von den Teilnehmenden als sehr hilfreich für den informellen Wissensaustausch empfunden wird.
Die Auswertung zeigte, dass Teilnehmende selten explizit fachlichen Wissenszuwachs nannten, sondern eher Prozesse wie „Perspektivenwechsel“ oder „Arbeitserleichterung“ betonten, was auf das Problem der Messbarkeit informellen Lernens hinweist.
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