Diplomarbeit, 2004
121 Seiten, Note: 2,3
1. Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen der Logistik
2.1. Historische Entwicklung des Logistikbegriffs
2.2. Logistik als Teildisziplin der Betriebswirtschaftslehre
2.3. Definitionen und Betrachtungsebenen der Logistik
2.4. Ziele der Logistik
2.5. Funktion und Aufgaben der Logistik
2.5.1 Beschaffungslogistik
2.5.2. Produktionslogistik
2.5.3. Distributionslogistik
2.5.4. Entsorgungslogistik
2.6. Logistikdienstleister
3. Verkehrswirtschaftliche Rahmenbedingungen
3.1. Die Verkehrsträger einer Volkswirtschaft
3.1.1. Verkehrsträger Straße
3.1.2. Verkehrsträger Schiene
3.1.3. Verkehrsträger Schiff
3.1.4.Verkehrsträger Luftverkehr
3.1.5. Verkehrsträger Rohrleitungsverkehr
3.2. Mögliche Verkehrsträgerkombinationen
3.3. Verkehrspolitik
3.4. Der Verkehrsweg Straße und seine Finanzierung
3.4.1. Die Maut
4. Betriebswirtschaftliche Auswirkungen der Maut auf Logistikdienstleister
4.1. Entwicklungsstand der Bereitstellung von Kosten- und Leistungsinformationen für die Logistik
4.2. Logistikkosten- und Logistikleistungsrechnung
4.2.1. Logistikkostenarten
4.2.2. Logistikkostenkategorien
4.3. Folgen der Maut für die Transportwirtschaft
4.3.1. Kostenrechnungssysteme
4.3.2. Die Deckungsbeitragsrechnung einer Spedition
4.3.2.1. Die Deckungsbeitragsrechnung nach RIEBEL
4.3.3. Das Ausmaß der Kostenerhöhung für eine Spedition
4.3.3.1. Unmittelbare Wirkung
4.3.3.2. Mittelbare Wirkung
4.3.4. Der Einfluss der Maut auf die Wahl des Verkehrsträgers
4.3.4.1. Ausgangslage im Beispiel
4.3.4.2. Berechnung des kritischen Mautsatzes
4.3.4.3. Diskussion und Schlussfolgerung
5. Betriebswirtschaftliche Reaktionen von Logistikdienstleistern auf die Maut
5.1. Die Ausgangslage
5.2. Der Einsatz allgemeiner Transportstrategien
5.2.1. Bewertung allgemeiner Transportstrategien
5.3. Die operative Tourenplanung
5.3.1. Die Lösungsverfahren der knotenorientierten Tourenplanung
5.3.2. Das Savings- Verfahren
5.3.3. Der Sweep- Algorithmus
5.3.4. Verbesserungsverfahren und Modifikationen
5.3.5. Ergebnisse der operativen Tourenplanung
5.4. Die langfristige Unternehmens- und Tourenplanung
5.4.1. Strategische Allianzen, Unternehmenszusammenschlüsse und Kooperationen
5.5. Die Kooperation des Kombinierten Verkehrs
5.5.1. Der Kombinierte Verkehr Straße-Schiene
5.5.1.1. Lösungsvorschlag zur Entscheidung für ein Verkehrsträgerkonzept
5.5.1.2. Die Kooperationspartner
5.5.2. Der Kombinierte Verkehr mit dem Schiff
5.5.3. Der Kombinierte Verkehr mit dem Flugzeug
5.6. Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik
5.6.1. Telematiksysteme
5.6.2. Flottenmanagement
6. Schlussbetrachtung
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der betriebswirtschaftlichen Auswirkungen der in Deutschland eingeführten streckenbezogenen LKW-Maut auf Logistikdienstleister. Dabei wird untersucht, wie Speditionen auf die dadurch entstehende Kostenerhöhung reagieren, welche verkehrsträgerübergreifenden Alternativen existieren und wie eine fundierte Beurteilung der Mautkosten im Rahmen der Logistikleistungsrechnung erfolgen kann.
4.3.1. Kostenrechnungssysteme
Die Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben der kalkulatorischen Erfolgsrechnung ließ in Theorie und Praxis unterschiedliche Kostenrechnungssysteme entstehen. Je nach dem ob Istgrößen, Durchschnittswerte vergangener Perioden (Normalkosten, -erlöse) oder geplante Zukunftsgrößen (Plan- bzw. Sollkosten und –erlöse) als Grundlage der Rechnung dienen, werden Kostenrechnungssysteme nach dem Zeitbezug in Ist-, Normal- und Plankostenrechnungen unterschieden. Sie sind je nach Rechnungszweck als sinnvolle Komplemente zu sehen.
Wird entgegengesetzt dazu nach Art und Umfang der Verrechnung der Kosten differenziert, führt das zur Unterscheidung in Voll- und Teilkostenrechnungen. Bei der Vollkostenrechnung werden alle in einer Periode anfallenden Kosten auf die Produkte des Unternehmens weiterverrechnet. Teilkostenrechnungen umfassen u.a. das Direct costing, die stufenweise Fixkostendeckungsrechnung, die Grenz(plan)kostenrechnung sowie die relative Einzelkosten- und Deckungsbeitragsrechnung.
1. Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit: Diese Einleitung führt in die Problematik der steigenden Verkehrsaufkommen ein und definiert das Ziel der Arbeit: die Analyse der wirtschaftlichen Folgen der LKW-Maut sowie die Untersuchung von Reaktionsmöglichkeiten für Speditionen.
2. Grundlagen der Logistik: Hier werden die historischen Ursprünge und betriebswirtschaftlichen Funktionen der Logistik erläutert, wobei die spezifischen Subsysteme (Beschaffungs-, Produktions-, Distributions- und Entsorgungslogistik) sowie die Rolle der Logistikdienstleister beleuchtet werden.
3. Verkehrswirtschaftliche Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die verschiedenen Verkehrsträger einer Volkswirtschaft, die Ziele der Verkehrspolitik und die Finanzierungsmodelle für Verkehrswege, inklusive der spezifischen Einordnung der Maut.
4. Betriebswirtschaftliche Auswirkungen der Maut auf Logistikdienstleister: Der Fokus liegt auf der Einordnung der Mautkosten in die Logistikrechnung einer Spedition, der Analyse von Kostenarten und der Auswirkungen der Maut auf die Entscheidung zur Wahl des Verkehrsträgers.
5. Betriebswirtschaftliche Reaktionen von Logistikdienstleistern auf die Maut: Dieses Kapitel untersucht verschiedene Strategien zur Kostensenkung, von der operativen Tourenplanung über strategische Allianzen bis hin zum Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechniken.
6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet kritisch, wie Logistikunternehmen auf die Maut reagieren können und dass die Wahl des Verkehrsträgers nicht rein von Kosten abhängt.
Logistik, LKW-Maut, Transportwirtschaft, Spedition, Logistikdienstleister, Deckungsbeitragsrechnung, Tourenplanung, Kostenrechnung, Verkehrsträger, Kombinierter Verkehr, Telematik, Flottenmanagement, Kostensenkung, Wettbewerb, Infrastruktur.
Die Arbeit analysiert die betriebswirtschaftlichen Folgen der streckenbezogenen LKW-Maut in Deutschland für Logistikdienstleister und zeigt Handlungsoptionen für betroffene Speditionen auf.
Die zentralen Felder umfassen die Kostenrechnung (Deckungsbeitragsrechnung), die operative und strategische Tourenplanung sowie die verkehrspolitischen Rahmenbedingungen.
Das Ziel ist die fundierte Darstellung der wirtschaftlichen Auswirkungen der LKW-Maut und die Identifikation von Reaktionen, mit denen Speditionen die Kostenerhöhungen kompensieren können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung der Logistik- und Kostenrechnungssysteme sowie einer praxisnahen Fallstudie zur Kalkulation von Transportaufträgen unter Mautbedingungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Mautauswirkungen auf die Kostenstruktur von Speditionen und die Untersuchung strategischer sowie operativer Gegenmaßnahmen wie den Kombinierten Verkehr oder Telematiksysteme.
Logistik, LKW-Maut, Transportwirtschaft, Deckungsbeitragsrechnung, Tourenplanung und Kostensenkung stehen im Zentrum der Untersuchung.
Obwohl die Maut die Kosten für den Straßentransport erhöht, bleiben Transportzeit, Flexibilität und die Anforderungen der Kunden (Zeitfenster) kritische Parameter, die eine Verlagerung auf andere Verkehrsträger wie die Schiene oft unattraktiv machen.
Sie dient als wichtiges Instrument, um die Mautkosten als neue Kostenart präzise in die Auftragskalkulation einzuordnen und fundierte Entscheidungen über die Wirtschaftlichkeit von Transportalternativen zu treffen.
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