Masterarbeit, 2015
63 Seiten, Note: 2,00
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHER HINTERGRUND
2.1. Handy am Steuer
2.1.1. Gesetzeslage in Österreich
2.1.2. Gesetzeslage in Deutschland
2.1.3. Gesetzeslage europaweit
2.1.4. Gesetzeslage weltweit
2.1.5. Unfallstatistiken
2.1.6. Schwierigkeiten bei der Erfassung von Mobiltelefonnutzung am Steuer als Unfallursache
2.1.7. Auswirkungen der Ablenkung im Straßenverkehr durch Benutzung von Mobiltelefonen mit und ohne Freisprecheinrichtungen
2.1.7.1. Auswirkungen auf Fahrverhalten und Fahrleistung
2.1.7.2. Visuelle Einschränkungen
2.1.7.3. Auswirkungen auf die Reaktionszeit
2.1.7.4. Auswirkungen der Ablenkung durch Freisprecheinrichtungen
2.1.7.5. Vergleich der Ablenkung durch Telefonieren am Steuer mit der Ablenkung durch Gespräche mit Beifahrerinnen und Beifahrern
2.1.8. Themenrelevante Berufsbereiche
2.2. Konzentration und Aufmerksamkeit
2.2.1. Begriffserklärung Konzentration
2.2.2. Begriffserklärung Aufmerksamkeit
2.2.3. Das Dual-Task-Paradigma
2.2.4. Das Kapazitätsmodell von Kahnemann
2.3. Ziele, Fragestellungen und Hypothesen der vorliegenden Studie
3. METHODE
3.1. Stichprobenbeschreibung
3.2. Erhebungsinstrumente
3.2.1. Soziodemografischer Fragebogen
3.2.2. Progressive Testserie – Testebene E
3.3. Untersuchungsablauf
3.4. Untersuchungsdesign
4. ERGEBNISSE
4.1. Fragebogen zum Thema „Handy am Steuer“
4.2. Fragestellung 1: Unterschied in der Konzentrationsleistung zwischen der Leistungserbringung in Ruhe und der Leistungserbringung in der Dual-Task Bedingung (verbale Ablenkung als Secondary-Task)
4.3. Fragestellung 2: Übungseffekt
4.4. Fragestellung 3: Unterschied in der subjektiven Einschätzung der Schwierigkeit der Erbringung von Konzentrationsleistungen in Ruhe und der Konzentrationsleistungserbringung in einer Dual-Task Bedingung
4.5. Selbsteinschätzung Fokus während der Aufgabenbearbeitung in der Dual-Task Bedingung
5. DISKUSSION
5.1. Relevanz der Ergebnisse für das Thema „Handy am Steuer“
5.2. Methodische Stärken und Schwächen der vorliegenden Studie
5.3. Resümee und Vorschläge für Folgestudien
Diese Masterarbeit untersucht den Einfluss verbaler Ablenkung durch Handytelefonie auf die kognitive Leistungsfähigkeit von Personen zwischen 18 und 30 Jahren. Hierbei wird der Fokus auf die Konzentrationsleistung unter Ruhebedingungen sowie unter einer Dual-Task-Bedingung gelegt, um zu klären, ob verbale Ablenkung die Konzentration signifikant beeinträchtigt und welche Auswirkungen dies auf die aktuelle gesetzliche Situation zur Freisprecheinrichtungsnutzung hat.
2.2.3. Das Dual-Task-Paradigma
Die für das Dual-Task-Paradigma grundlegende Annahme zur Informationsverarbeitung stellt die von Broadbent (1958) aufgestellte und im Abschnitt 2.2.2. bereits detaillierter beschriebene Filtertheorie dar. Das Dual-Task-Paradigma wird auch als Secondary-Task, Subsidiary-Task oder Auxiliary-Task-Paradigma benannt. Es stellt eine häufig genutzte Methode in der kognitiven Psychologie zur Überprüfung und Evaluation von Automatisierungsgraden und der kognitiven Interferenz von zwei Prozessen dar. Diese Methode wird angewandt, um das Arbeitsgedächtnis beziehungsweise um das Kurzzeitgedächtnis zu überprüfen.
Zum ersten Mal beschrieben wurde das Dual-Task Paradigma von Bahrick, Fitts und Noble (1954) im ”Journal of Experimental Psychology”. Das Ziel der Autoren war es eine Methode zu finden, die es ermöglicht, Lernvorgänge, die mit den bisher verwendeten Messmethoden nicht aufzudecken waren sichtbar zu machen. Dazu sollten zwei Aufgaben gleichzeitig bearbeitet werden. Die Annahme der Autoren war, dass das Ergebnis der zweiten Aufgabe etwas über die Qualität der durchgeführten ersten Aufgabe aussagen kann. Es wird davon ausgegangen, dass die menschliche Informationsverarbeitung eingeschränkten kognitiven Kapazitäten oder Ressourcen unterliegt.
Wenn, wie beim Dual-Task-Prinzip, zwei Aufgaben gleichzeitig ausgeführt werden und der Anspruch in der Erstaufgabe konstant gehalten wird, ist die Leistung in der Zweitaufgabe eine Möglichkeit der Messung verbleibender kognitiver Ressourcen. Je mehr die Erstaufgabe eingeübt worden ist, desto weniger würden Aufmerksamkeitsressourcen verbraucht und somit der Bearbeitung der zweiten Aufgabe zur Verfügung stehen. Deshalb spiegelt das Ergebnis der Zweitaufgabe den Anspruch der Erstaufgabe auf indirekte Art und Weise wider.
1. EINLEITUNG: Diese Einleitung thematisiert das Unfallrisiko durch Handy am Steuer und hinterfragt die Relevanz der aktuellen Gesetzeslage zur Nutzung von Freisprecheinrichtungen.
2. THEORETISCHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Handytelefonie am Steuer, die Unfallstatistiken sowie die psychologischen Grundlagen von Konzentration, Aufmerksamkeit und dem Dual-Task-Paradigma.
3. METHODE: Dieser Abschnitt beschreibt das Studiendesign, die Stichprobe von 60 Personen, die verwendeten Instrumente (u.a. Progressive Testserie) sowie den experimentellen Ablauf.
4. ERGEBNISSE: Hier werden die Ergebnisse des Fragebogens sowie der Konzentrationstests präsentiert, die eine signifikant schlechtere Leistung unter Dual-Task-Bedingungen belegen.
5. DISKUSSION: Die Diskussion interpretiert die Ergebnisse im Kontext der Verkehrssicherheit, reflektiert methodische Stärken und Schwächen und gibt Ausblicke auf zukünftige Forschungsansätze.
Autofahren, Handy am Steuer, Konzentrationsleistung, Dual-Task, verbale Ablenkung, Progressive Testserie, Freisprecheinrichtung, Verkehrssicherheit, kognitive Kapazität, Aufmerksamkeit, Unfallursache, Multitasking, Arbeitspsychologie, psychologische Forschung, Reaktionszeit.
Die Arbeit untersucht, wie verbale Ablenkung – insbesondere durch Handytelefonie – die Konzentrationsfähigkeit und Fahrleistung beeinflusst.
Die zentralen Themen umfassen die Verkehrspsychologie, die aktuelle Gesetzeslage zur Handynutzung in Österreich und theoretische Aufmerksamkeitsmodelle.
Das Ziel ist herauszufinden, ob ein messbarer Leistungsabfall bei Konzentrationsaufgaben auftritt, wenn gleichzeitig ein Gespräch (Dual-Task) stattfindet.
Es wurde eine experimentelle Laborstudie mit einem 3x2-faktoriellen Messwiederholungsdesign durchgeführt, bei der Teilnehmer Konzentrationstests in Ruhe und unter verbaler Ablenkung bearbeiteten.
Im Hauptteil werden der theoretische Hintergrund, die experimentelle Methode und die Ergebnisse zu Konzentrationsleistung, Übungseffekten und subjektiven Belastungseinschätzungen detailliert analysiert.
Wichtige Begriffe sind Autofahren, Dual-Task-Paradigma, Konzentrationsleistung und verbale Ablenkung.
Die Studie zeigt eindeutig, dass die Konzentrationsleistung in Ruhebedingungen durchgehend besser ist als in der Dual-Task-Bedingung.
Ein Übungseffekt wurde über die Durchgänge hinweg festgestellt, wobei dieser in der Ruhebedingung stärker ausfiel als unter der komplexeren Dual-Task-Bedingung.
Ja, die Studie zeigt, dass Probanden die Dual-Task-Bedingung selbst als deutlich schwieriger einstufen und ihre Aufmerksamkeit eher beim Gespräch als bei der Aufgabe sehen.
Die Ergebnisse legen nahe, dass auch Gespräche mit Freisprecheinrichtungen eine hohe kognitive Last darstellen, was die Annahme der Sicherheit dieser Hilfsmittel kritisch hinterfragt.
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