Masterarbeit, 2015
105 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Der Begriff ‚Fernsehen‘
2.1 Definitionen des Massenmediums ‚Fernsehen‘ in der Literatur
2.2 Bewertung der Literatur und Herausarbeitung einer eigenen Definition
3 Die Geschichte des deutschen Fernsehens
3.1 1883 – 1945: Vorläufer und Pioniere
3.2 Fünfziger Jahre: Neuanfang und Aufschwung
3.3 Sechziger und siebziger Jahre: Etablierung als Massenmedium
3.4 Achtziger und neunziger Jahre: Umbau und Kommerzialisierung
3.5 Seit 2000: Digitalisierung und Ausbreitung von Online-Angeboten
4 Zugangswege und Formen der Online-Videoangebote
4.1 Smart-TV / Hybrid-TV
4.2 IPTV
4.3 Web-TV
4.4 Video-Streamingdienste
4.4.1 Apple iTunes
4.4.2 Maxdome
4.4.3 Watchever
4.4.4 Amazon Prime Instant Video
4.4.5 Sky Snap
4.4.6 Netflix
4.5 Videoplattformen
4.6 Videopodcasts
5 Fernsehen im Internetzeitalter: Zahlen und Fakten
5.1 Internet-Nutzung der Gesamtbevölkerung
5.2 Internet-Nutzung nach Altersgruppen
5.3 TV-Nutzung der Gesamtbevölkerung
5.4 TV-Nutzung nach Altersgruppen
5.5 Die technischen Voraussetzungen
5.6 Nutzungsmotive für das Fernsehen
6 Faszinationsmerkmale des ‚herkömmlichen’ Fernsehens
6.1 Fernsehen zur Entspannung, Ablenkung und Zerstreuung
6.1.1 Passivität des Rezipienten
6.1.2 Switchen, Zappen, Scannen
6.1.3 Der ‚Flow’
6.2 Fernsehen als soziales Erlebnis
6.2.1 Fernsehkommunikation
6.3 Second Screen / Social TV
6.3.1 Live Fernsehen
6.3.2 Der Sender als Marke
6.3.3 Fernsehen als parasoziales Erlebnis
6.4 Fernsehen als Informationsmedium
6.4.1 Die universelle Zugänglichkeit
6.4.2 Das Fernsehen als moderner Marktplatz
6.4.3 Umfassende und eindringliche Information
6.4.4 Die Tradition des Fernsehens als Informationsmedium
6.4.5 Nutzungszahlen des Fernsehens als Nachrichtenquelle
7 Fernsehen aus Gewohnheit
8 Die Qual der Wahl?
9 Zusammenfassung und Ausblick
Die Masterarbeit untersucht, ob das klassische lineare Fernsehen im Zuge der Verbreitung von internetbasierten Videoangeboten an Popularität verliert oder ob seine Organisationsform maßgeblich zu seiner anhaltenden Faszination beiträgt.
6.1.2 Switchen, Zappen, Scannen
Der Fernsehkonsum entspricht nur selten einem beständigen Verweilen bei einem einzigen Sender. Durch das verbreitete Switchen bzw. Zappen oder Scannen schweift der Zuschauer mal mehr und mal weniger zielorientiert zwischen den Kanälen umher. Eine drahtlose Fernbedienung wurde schon in den siebziger Jahren eingeführt, besonders populär wurde diese Nutzungsweise aber erst mit der stark ansteigenden Senderzahl nach der Einführung des Dualen Systems. Ein Senderwechsel war natürlich auch schon ohne Fernbedienung möglich, doch erst der bequeme und aufwandslose Wechsel revolutionierte die Sehgewohnheiten. Mit dem Zappen bzw. Switchen (Umschalten ohne spezielles Ziel) oder Scanning (Durchschalten, bis man auf ein attraktives Programm gestoßen ist) entwickelten sich eigene, neue Arten des Fernsehens:
Der Zuschauer wurde mit der Fernbedienung zum Teleflaneur, der durch die Fernsehwelten flaniert, suchend nach Ereignissen, nach speziellen Angeboten, aber auch gelangweilt, mit der Lust an der nur punktuellen Zuwendung zu längeren Darstellungen, mit der Lust am Verbinden divergierender Sinneindrücke, die sich im Switchen durch die Programme ergeben: Crossreading, als Sinnsuche in der Montage des Zufälligen, als eine denkbare neue Wahrnehmungsform.
Besonders im Vergleich zur üblichen Nutzungsweise des Fernsehens in den fünfziger Jahren – als es nur ein Programm gab, das meist vollständig verfolgt wurde – ist dies ein völlig anderes Fernseherlebnis.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Kontroverse um die Zukunft des herkömmlichen Fernsehens im Internetzeitalter und stellt die Forschungsfrage nach dem Fortbestand linearer Übertragungsformen.
2 Der Begriff ‚Fernsehen‘: Dieses Kapitel klärt die theoretische Definition des Mediums und bewertet bestehende Ansätze aus der Literatur zur Herausarbeitung eines eigenen Begriffsverständnisses.
3 Die Geschichte des deutschen Fernsehens: Hier wird der historische Werdegang des Fernsehens von den ersten Vorläufern bis hin zur heutigen Digitalisierung und Online-Ausbreitung skizziert.
4 Zugangswege und Formen der Online-Videoangebote: Das Kapitel bietet einen systematischen Überblick über moderne Abruf- und Empfangsformen wie Smart-TV, IPTV, Web-TV und verschiedene Streamingdienste.
5 Fernsehen im Internetzeitalter: Zahlen und Fakten: Die Arbeit analysiert hier quantitative Daten zur Internet- und TV-Nutzung verschiedener Altersgruppen in Deutschland, um Trends und Nutzungsmotive aufzuzeigen.
6 Faszinationsmerkmale des ‚herkömmlichen’ Fernsehens: Das Hauptkapitel untersucht die spezifischen Merkmale des linearen Fernsehens, wie Entspannung, soziale Erlebnisse, Live-Charakter und parasoziale Interaktion.
7 Fernsehen aus Gewohnheit: Es wird analysiert, wie die habituelle Nutzung und rituelle Verankerung des Fernsehens im Alltag zur starken Bindung an das Medium beitragen.
8 Die Qual der Wahl?: Dieses Kapitel beleuchtet, wie das lineare Fernsehen dem Zuschauer als Gegenpol zur Entscheidungsangst in einer individualisierten Gesellschaft dient.
9 Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Untersuchung und einer Prognose zum künftigen Stellenwert des herkömmlichen Fernsehens.
Fernsehen, Medienkulturanalyse, Digitalisierung, Streamingdienste, lineares Fernsehen, Nutzungsmotive, Fernsehgeschichte, Online-Video, Zuschauerbindung, Second Screen, Social TV, parasoziale Interaktion, Medienwandel, Programmfluss, Fernsehgewohnheiten
Die Arbeit analysiert die Konkurrenz zwischen dem traditionellen, linearen Fernsehen und modernen, internetbasierten Videoangeboten in Deutschland.
Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung des Mediums, der Einordnung neuer Online-Zugangswege, der Analyse von Nutzerzahlen und der Erforschung der spezifischen Faszinationsmerkmale des herkömmlichen TVs.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob das herkömmliche Fernsehen durch Streamingdienste abgelöst wird oder ob seine Organisationsform (lineare Übertragung) einen unersetzlichen Mehrwert bietet.
Die Autorin kombiniert eine medienhistorische Aufarbeitung mit einer quantitativen Analyse aktueller Langzeitstudien (ARD/ZDF-Onlinestudie) und einer medientheoretischen Reflexion von Faszinationsmerkmalen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Faszinationsmerkmalen, unterteilt in die Kategorien Entspannung, soziales Erlebnis, parasoziale Interaktion und Informationsvermittlung im Vergleich zum Internet.
Fernsehen, Medienkulturanalyse, Digitalisierung, Streamingdienste, Zuschauerbindung, Second Screen und Fernsehgewohnheiten.
Das Fernsehen wird als Medium betrachtet, das oft beiläufig konsumiert wird, während Streamingdienste eher für fokussiertes "Viewing" stehen, bei dem Nutzer gezielt Inhalte auswählen und konzentrierter verfolgen.
Der Flow beschreibt den tranceähnlichen Zustand, der durch die serielle Montage und den Programmfluss erzeugt wird, wodurch das Bedürfnis der Zuschauer nach "Abschalten" bedient und das Ausschalten erschwert wird.
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