Bachelorarbeit, 2015
63 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Internationale Einordnung Singapurs
3 Stand der Forschung
3.1 Markteffizienzhypothese nach Fama (1970)
3.2 Kalenderanomalien
3.3 Halloween-Effekt
4 Empirische Analyse
4.1 Erwartungen
4.2 Datensatz
4.3 Methodik
4.3.1 Rendite
4.3.2 Annualisierte Rendite und Risikoberechnung
4.3.3 OLS-Regression und Signifikanztest
4.4 Wahl des Zeitraums
4.5 Analyse der übergeordneten Marktindizes
4.5.1 Risiko und Rendite
4.6 Analyse der Sektorindizes
4.6.1 Risiko und Rendite
4.7 Einfluss des Januar-Effekts
4.8 Einfluss von Ausreißern
4.8.1 Identifikation der Ausreißer
4.8.2 Robuste Regression
4.9 Zeitliche Entwicklung des Halloween-Effekts
4.10 Handelsstrategie – Test auf ökonomische Signifikanz des Halloween-Effekts
5 Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Existenz des sogenannten Halloween-Effekts am Aktienmarkt von Singapur, um zu klären, ob sich durch die „Sell in May and Go Away“-Strategie weiterhin systematische Überrenditen erzielen lassen. Dabei wird analysiert, inwieweit der Effekt von Branchenzugehörigkeit und Unternehmensgröße abhängt sowie ob er durch externe Faktoren wie Ausreißer oder den Januar-Effekt beeinflusst wird.
3.3 Halloween-Effekt
Der Halloween-Effekt stellt eine der bekanntesten Kalenderanomalie in der heutigen Zeit dar. Die in der Literatur vielmals diskutierte Handlungsempfehlung „Sell in May and go away“, findet ihren Ursprung im September 1776 in England. Mitte des Monats fand zu dieser Zeit zum ersten Mal das sich danach jährlich wiederholende, traditionelle Pferderennen “St. Leger Stakes“ in Doncaster, England statt. Dieses Rennen ist mit einer Länge von einer Meile, 6 Furlongs und 132 Yards (in Summe 2937 m) das längste und älteste Rennen der fünf „British Classic Races“. Außerdem ist es das dritte und letzte Rennen der „Triple Crown of Thoroughbred Racing“, einer Rennserie für dreijährige Rassepferde, die traditionell zwischen Ende April und Anfang Mai mit den „Two Thousand Guineas Stakes“ auf der Rennbahn von Newmarket, England startet. Die „Two Thousand Guineas Stakes“ wurden erstmals am 18. April 1809 ausgetragen.
Man kann also zu dem Schluss kommen, dass sich das Leben der vermögenden Oberschicht Englands zu dieser Zeit eher um Pferderennen drehte, als um die im Jahr 1801 gegründete Londoner Börse. Dies könnte einen ersten Anhaltspunkt zu einer möglichen Begründung für das Auftreten eines Sell-in-May-Effekts darstellen - Moderne Investoren meiden in der Zeit zwischen Mai und September die Börse, um anderen Aktivitäten nachzugehen.
1 Einleitung: Diese führt in die Thematik der Börsenweisheit „Sell in May and Go Away“ ein, stellt den Bezug zur Markteffizienzhypothese her und erläutert die Zielsetzung der empirischen Untersuchung für den Standort Singapur.
2 Internationale Einordnung Singapurs: Dieses Kapitel vergleicht die Kreditwürdigkeit und die wirtschaftliche Bedeutung des Finanzplatzes Singapur mit anderen internationalen Metropolen und stellt die Rolle der Börse Singapur dar.
3 Stand der Forschung: Hier wird der theoretische Rahmen durch die Diskussion der Markteffizienzhypothese nach Fama, die Vorstellung verschiedener Kalenderanomalien und eine detaillierte Literaturübersicht zum Halloween-Effekt gesetzt.
4 Empirische Analyse: Dieser Hauptteil umfasst die methodische Herleitung, die Datengrundlage, die Durchführung verschiedener Regressionsanalysen, die Prüfung von Ausreißern sowie den Test der Handelsstrategie auf ökonomische Signifikanz.
5 Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zur Existenz und Robustheit des Halloween-Effekts am Aktienmarkt von Singapur zusammen und ordnet diese kritisch ein.
Halloween-Effekt, Sell-in-May-Strategie, Aktienmarkt Singapur, Markteffizienz, Kalenderanomalien, OLS-Regression, Robuste Regression, Januar-Effekt, Marktkapitalisierung, Sektorindizes, Rendite, Volatilität, Finanzmarktanomalien, Handelsstrategie, Kapitalmarktforschung
Die Arbeit analysiert die Existenz und die ökonomische Relevanz des sogenannten Halloween-Effekts („Sell in May and Go Away“) speziell für den Aktienmarkt von Singapur.
Die Untersuchung deckt die theoretischen Grundlagen der Markteffizienz, die Analyse diverser Kalenderanomalien und die empirische Prüfung saisonaler Kursmuster in Singapur ab.
Das primäre Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob der Halloween-Effekt in Singapur nach wie vor existiert, ob er durch andere Faktoren wie den Januar-Effekt erklärt werden kann und ob er eine profitable Handelsstrategie ermöglicht.
Die Arbeit nutzt multivariate lineare Regressionsanalysen (OLS-Ansatz) sowie die Methode der „Robusten Regression“ nach Huber, um Ausreißer in den Daten angemessen zu berücksichtigen.
Im Hauptteil werden zunächst die Datensätze (FTSE Straits Times und MSCI Indizes) aufbereitet, bevor statistische Analysen zum Halloween-Effekt, zur Risiko-Rendite-Struktur, zu Ausreißern und zur zeitlichen Entwicklung des Effekts durchgeführt werden.
Wichtige Begriffe sind Halloween-Effekt, Aktienmarkt Singapur, Markteffizienz, Rendite-Anomalien, OLS-Regression und Sektorindizes.
Ja, es gibt deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Indexfamilien (MSCI gegenüber FTSE Straits Times), was teilweise durch die unterschiedliche zeitliche Datenverfügbarkeit und Unternehmensgröße erklärt wird.
Die Analyse zeigt, dass Ausreißer keine Treiber des Effekts sind; vielmehr hemmen einige extreme Monatsrenditen eher den statistischen Nachweis des Halloween-Effekts.
Die Ergebnisse sind nicht einheitlich: Während die Strategie auf Basis des MSCI Singapore eine Outperformance zeigen kann, gilt dies nicht für alle Indizes, wodurch keine allgemeingültige ökonomische Signifikanz attestiert werden kann.
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