Diplomarbeit, 2004
64 Seiten, Note: 2.0
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG
1.2 GANG DER ARBEIT
2 BEGRIFFLICHE GRUNDLAGEN
2.1 DEFINITION UND ABGRENZUNG DES BEGRIFFES MARKIERUNG
2.1.1 Markierung und Marke – Ursprünge und Zusammenhänge
2.1.2 Marke als formales Zeichen und Markierung als konstitutives Merkmal einer Marke
2.1.3 Branding – Markierung als Prozess
2.2 DER BEGRIFF DER DIENSTLEISTUNG
2.2.1 Die konstitutiven Merkmale von Dienstleistungen
2.2.2 Typologisierung von Dienstleistungen
2.3 DEFINITION DER DIENSTLEISTUNGSUMGEBUNG
3 INFORMATIONSÖKONOMIE ALS THEORETISCHER ERKLÄRUNGSRAHMEN
3.1 BEGRÜNDUNG FÜR DIE AUSWAHL
3.2 DARSTELLUNG DES GEGENSTANDES DER INFORMATIONSÖKONOMIE
3.2.1 Informationsasymmetrien als Ursache von Qualitäts– und Verhaltensunsicherheit
3.2.2 Dienstleistungen aus informationsökonomischer Sicht
3.3 BEWÄLTIGUNG VON INFORMATIONS– UND UNSICHERHEITSPROBLEMEN
3.3.1 Strategien zur Unsicherheitsreduktion
3.3.2 Strategien zur Unsicherheitskompensation
4 UNTERSUCHUNGEN ZUR MARKIERUNG VON DIENSTLEISTUNGEN
4.1 BETRACHTUNG DER BESONDEREN NOTWENDIGKEIT DER MARKIERUNG VON DIENSTLEISTUNGEN
4.2 MARKIERUNG ALS MITTEL ZUR LÖSUNG DIENSTLEISTUNGSSPEZIFISCHER PROBLEME
4.3 DIENSTLEISTUNGSSPEZIFISCHE MARKIERUNGSPROBLEME ALS HERAUSFORDERUNG
5 UNTERSUCHUNGEN ZUR WAHRNEHMUNG DER DIENSTLEISTUNGSUMGEBUNG UND IHRER WIRKUNG AUF DIE KUNDEN
5.1 STAND DER EMPIRISCHEN FORSCHUNG
5.2 ELEMENTE DER DIENSTLEISTUNGSUMGEBUNG
5.3 BEDEUTUNG, AUFGABEN UND FUNKTIONEN DER DIENSTLEISTUNGSUMGEBUNG
5.4 ASPEKTE DER GESTALTUNG DER DIENSTLEISTUNGSUMGEBUNG
5.4.1 Wahrnehmungstheoretische Grundlagen
5.4.2 Die Wirkung der Dienstleistungsumgebung – ein umweltpsychologisches Modell
5.4.3 Fehler der Gestaltung
6 INFORMATIONSÖKONOMISCHE ANALYSE DER GESTALTUNG DER DIENSTLEISTUNGSUMGEBUNG ALS LÖSUNG SPEZIFISCHER PROBLEME DER DIENSTLEISTUNGSMARKIERUNG
6.1 MARKIERUNG UNTER INFORMATIONSÖKONOMISCHEN ASPEKTEN
6.2 DIE DIENSTLEISTUNGSUMGEBUNG ALS TRÄGER DER MARKIERUNG
6.3 MARKIERUNG DURCH DIE GESTALTUNG DER DIENSTLEISTUNGSUMGEBUNG
7 IMPLIKATIONEN FÜR DIE MARKIERUNG VON DIENSTLEISTUNGEN
8 ZUSAMMENFASSUNG UND KRITIK
Die Arbeit untersucht, wie Dienstleistungsunternehmen durch eine gezielte Gestaltung ihrer Dienstleistungsumgebung die Markierung ihrer Leistungen unterstützen können, um informationsökonomisch begründete Unsicherheitsprobleme beim Kunden zu mindern.
Die Dienstleistungsumgebung als Träger der Markierung
Die Markierung als Informationsträger kann unter den in Kapitel 6.1 dargestellt Bedingungen einen Beitrag zur Bewältigung der Qualitäts- und Verhaltensunsicherheiten leisten. Welche Möglichkeiten ergeben sich nun konkret für diese Art des Signalings aus der Gestaltung der Dienstleistungsumgebung? Die Dienstleistungsumgebung kann zum einen mit Hilfe der Markierung Signale übermitteln. Zu diesem Zweck können an den einzelnen Kontaktobjekten die verschiedenen Markierungsmittel angebracht werden.
In diesem Fall kann von einer Markierung im engeren Sinn gesprochen werden. Als Markierungsträger kommen die in Kapitel 4.3 vorgestellten Kontaktobjekte des internen Verfügungsbereiches in Frage. Bei der Gestaltung sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Ob Markenname und Logo an der Außenseite des Gebäudes, auf Sitzplätzen in Flugzeugen oder in Zügen angebracht sind, oder ob beim Betreten der Räumlichkeiten ein Jingle ertönt, die Dienstleistungsumgebung kann der Visualisierungsproblematik des Markenzeichens entgegen wirken. Diese Form der Kennzeichnung stellt eine Möglichkeit zum Signaling dar und erleichtert das Screening des Nachfragers.
Eine Reduktion der Unsicherheiten im Sinne der Informationsökonomie kann auf diese Weise jedoch nur erfolgen, wenn bereits eine starke Dienstleistungsmarke existiert, die durch Kommunikationsmaßnahmen des Unternehmens aufgeladen ist. Überwiegen beispielsweise aus Sicht des Nachfragers die Vertrauenseigenschaften bei einer Dienstleistung, so wird ein wahrgenommener Markenname an Kontaktobjekten der Dienstleistungsumgebung nur dann zu einer Minderung der Qualitäts- oder Verhaltensunsicherheiten führen können, wenn der Nachfrager vorher durch z. B. Print- oder Fernsehwerbung eine Positionierungsbotschaft wahrnehmen konnte.
1 EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit, die sich mit der Markierung von Dienstleistungen durch die Dienstleistungsumgebung befasst.
2 BEGRIFFLICHE GRUNDLAGEN: Definition und Abgrenzung der Begriffe Markierung, Marke und Dienstleistung sowie deren Typologisierung.
3 INFORMATIONSÖKONOMIE ALS THEORETISCHER ERKLÄRUNGSRAHMEN: Einführung in die informationsökonomischen Aspekte wie Informationsasymmetrien und Strategien zur Unsicherheitsbewältigung.
4 UNTERSUCHUNGEN ZUR MARKIERUNG VON DIENSTLEISTUNGEN: Analyse der Notwendigkeit und der Möglichkeiten der Markierung speziell für Dienstleistungen zur Lösung spezifischer Probleme.
5 UNTERSUCHUNGEN ZUR WAHRNEHMUNG DER DIENSTLEISTUNGSUMGEBUNG UND IHRER WIRKUNG AUF DIE KUNDEN: Untersuchung der Elemente, Aufgaben und Funktionen der Dienstleistungsumgebung unter Einbeziehung psychologischer Aspekte.
6 INFORMATIONSÖKONOMISCHE ANALYSE DER GESTALTUNG DER DIENSTLEISTUNGSUMGEBUNG ALS LÖSUNG SPEZIFISCHER PROBLEME DER DIENSTLEISTUNGSMARKIERUNG: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf die Gestaltung der Dienstleistungsumgebung als Markierungsträger.
7 IMPLIKATIONEN FÜR DIE MARKIERUNG VON DIENSTLEISTUNGEN: Ableitung von Handlungsempfehlungen für das Dienstleistungsmanagement zur Gestaltung der Umgebung.
8 ZUSAMMENFASSUNG UND KRITIK: Kritisches Fazit und Zusammenfassung der zentralen Kernaussagen der Arbeit.
Dienstleistungsmarketing, Dienstleistungsumgebung, Markierung, Marke, Informationsökonomie, Informationsasymmetrie, Unsicherheitsreduktion, Signaling, Reputation, Qualitätswahrnehmung, Dienstleistungsdesign, Dienstleistungsmanagement, Servicemarketing, Vertrauen, Markenführung
Die Arbeit untersucht Möglichkeiten, Dienstleistungen durch eine gezielte Gestaltung der Dienstleistungsumgebung – den sogenannten "Servicescape" – zu markieren und somit wettbewerbsfähig zu profilieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle von Dienstleistungsmarketing, Informationsökonomie (Umgang mit Unsicherheit) und der Umweltpsychologie (Gestaltung und Wahrnehmung von physischen Umgebungen).
Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für das Dienstleistungsmanagement abzuleiten, wie durch die bewusste Gestaltung der Dienstleistungsumgebung Unsicherheiten bei Kunden abgebaut und eine Marke aufgebaut werden kann.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf informationsökonomischen Erklärungsrahmen (Signaling, Screening, Reputation) sowie verhaltenswissenschaftlichen und psychologischen Theorien basiert.
Der Hauptteil analysiert, wie Markierung als Informationsinstrument zur Überwindung von Informationsasymmetrien bei Dienstleistungen eingesetzt werden kann und welche Rolle die Gestaltung der Umgebung dabei spielt.
Zentrale Begriffe sind Dienstleistungsumgebung, Markierung, Informationsökonomie, Qualitätsunsicherheit und Markenführung.
Da bei Dienstleistungen oft kein materielles Produkt als Markierungsträger existiert, muss die Markierung stärker über die Umgebung (z. B. Architektur, Ausstattung, Atmosphäre) visualisiert werden.
Reputation wird als essenzielle Markenkomponente verstanden, die das Vertrauen der Kunden stärkt und sicherstellt, dass Signale (Markierungen) vom Kunden als glaubwürdig akzeptiert werden.
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