Masterarbeit, 2012
196 Seiten, Note: 1,0
Diese Arbeit befasst sich mit der Krise um den ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff aus der Perspektive der Krisenkommunikation. Sie untersucht, ob das Krisenmanagement des Staatsoberhaupts die Krise um seine Person verschärft hat.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in die Thematik der Krisenkommunikation und beleuchtet die Krise um Christian Wulff als Fallbeispiel. Kapitel 2 definiert den Begriff der Krise und beschreibt verschiedene Krisenarten und -phasen. In Kapitel 3 werden die Grundlagen der Krisen-PR erläutert, Handlungsempfehlungen für einen professionellen Ablauf gegeben und typische Verhaltensweisen sowie potentielle Fehlerquellen aufgezeigt. Kapitel 4 analysiert das Verhältnis zwischen Medien und Politik und beleuchtet die Rolle der Medien als Krisenkatalysatoren. Kapitel 5 widmet sich dem Fall Wulff im Detail, analysiert die Vorwürfe, Verfehlungen und Verfahren sowie das Verhältnis des Bundespräsidenten zu den Medien und untersucht die Wirkung seiner kommunikativen Maßnahmen.
Krisenkommunikation, Krisenmanagement, Politik, Medien, Bundespräsident, Christian Wulff, Imagepflege, Reputationsmanagement, Medienberichterstattung, Krisenphasen, Experteninterview, Fallstudie.
Die Arbeit attestiert Wulff eine defensive Verteidigungstaktik („Mauern“), mangelnde moralische Einsicht und eine Fehlsteuerung in der Kommunikation mit den Medien.
Die Mailboxnachricht an den Bild-Chefredakteur wird als verheerender Fehler gewertet, der das Verhältnis zu den Medien eskalieren ließ und Wulffs Glaubwürdigkeit massiv schadete.
Im Zentrum standen die Affäre um einen privaten Hauskredit, Urlaube auf Kosten befreundeter Unternehmer (z.B. David Groenewold) und der Vorwurf der Klüngelei zwischen Politik und Wirtschaft.
Nein, die Untersuchung zeigt, dass das Interview die Bedürfnisse der Medien nicht befriedigte und Wulffs Botschaften nicht mehr zur Öffentlichkeit durchdrangen.
Es wurde eine explorative Studie mittels teilstandardisierter Experteninterviews mit fünf Fachleuten aus Politik und Krisenkommunikation durchgeführt.
Die Arbeit legt nahe, dass durch frühzeitige Transparenz und präventive Maßnahmen die Eskalation hätte vermieden werden können, Wulff jedoch durch diverse Versäumnisse seinen Kredit verspielt hat.
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