Bachelorarbeit, 2013
31 Seiten, Note: 1,0
1. Vorwort
2. Einleitung: Intermediale Fragestellungen an einen literarischen Text
3. Der Erzähltext und die Exkursion
4. Autor vs. Erzähler oder Autor/Erzähler-Differenz
5. Realität vs. Fiktion oder Erlebnis vs. Erinnerung
6. Zur Gestaltung intermedialer Bezüge und ihrer medialen Differenzen in Die amerikanische Fahrt
7. Intermediale Erweiterung in der Medienkombination
8. Resümee
Die Arbeit untersucht das poetologische Konzept von Patrick Roths "Die amerikanische Fahrt" unter dem Fokus der Intermedialität, wobei das Verhältnis von Autobiographie und Fiktion sowie die metamediale Strukturierung der Erzählung im Vordergrund stehen.
Realität vs. Fiktion oder Erlebnis vs. Erinnerung
Da... – da sah ich das Zeichen. In Hollywood-Filmen der dreißiger, vierziger, fünfziger Jahre war überm hinteren Bühnenausgang immer ein Schild angebracht. So auch hier. Über einer in die Betonwand eingelassenen, grauweiß lackierten Metalltür stand: STAGE DOOR
Der Begriff der „Autofiktion“ beinhaltet weiterhin den der Fiktion und wird von Doubrovsky bei der Beschreibung von Autobiographie auch als solche verstanden, denn „[d]as Arrangment der Fakten und ihre sprachliche Bearbeitung sind es, die den Einsatz der Fiktion auf den Plan rufen“. Bei der „sprachliche[n] Bearbeitung“ können beispielsweise Fiktionssignale als Beobachtungsgegenstand deskribiert werden, anhand derer die Fiktion in der vorliegenden Forschungslektüre sichtbar wird. Sogenannte Fiktionssignale sind unter anderem die Kontextmarkierung, bestimmte Eingangsformeln sowie spezielle Textabschlüsse, das epische Präteritum oder die Verwendung von Verben, die die inneren Vorgänge dritter Personen schildern.
Außerdem weisen Reflexionen des Erzählers über die Form, den Inhalt und/oder die Rezeption des Erzähltextes auf eine weitere Form fiktionaler Markierung hinaus. In solchen Fällen könne dann sogar von Metafiktion gesprochen werden. (In diesem Sinne lässt sich schlussfolgern, dass eine metafiktionale Erzähltextgestaltung einer metamedialen Kommunikationssituation vorausgeht). Sucht man in der AF nach einer Kontextmarkierung, wie etwa die der Werkbezeichnung z. B. 'Roman', sind die einzig gegebenen Hinweise die im Untertitel erwähnten 'Stories'. Der angloamerikanische Ausdruck 'Stories', der im Deutschen für (kürzere) 'Erzählungen' steht, deutet bereits den bevorstehenden Narrationsgrad an.
1. Vorwort: Das Vorwort führt in die intermediale Präsentationsform der Lesung ein und thematisiert das Spannungsfeld zwischen Wahrheit und literarischer Vermittlung in Patrick Roths Werk.
2. Einleitung: Intermediale Fragestellungen an einen literarischen Text: Diese Einleitung skizziert die wissenschaftliche Untersuchung des poetologischen Konzepts von Patrick Roths Textsammlung unter Einbeziehung medienwissenschaftlicher und narratologischer Theorien.
3. Der Erzähltext und die Exkursion: Dieses Kapitel analysiert die zeitliche Gliederung und die erzähltechnischen Besonderheiten des Werks, wobei die Exkursionsstruktur als zentrales Merkmal der Erzählweise identifiziert wird.
4. Autor vs. Erzähler oder Autor/Erzähler-Differenz: Hier werden die literaturtheoretischen Positionen zu Autorschaft und Erzählinstanz diskutiert, um das Verhältnis von biografischer Nähe und fiktionaler Konstruktion zu bestimmen.
5. Realität vs. Fiktion oder Erlebnis vs. Erinnerung: Der Abschnitt befasst sich mit der Differenzierung von Fiktion und Realität anhand von Fiktionssignalen und analysiert, wie Erinnerungsprozesse im Text medial vermittelt werden.
6. Zur Gestaltung intermedialer Bezüge und ihrer medialen Differenzen in Die amerikanische Fahrt: Dieses Kapitel widmet sich der systematischen Kategorisierung intermedialer Phänomene und deren funktionaler Umsetzung im literarischen Text.
7. Intermediale Erweiterung in der Medienkombination: Die Analyse konzentriert sich auf die Integration von Fotografien in den Text als spezifische Form der Medienkombination und deren metamediale Funktion.
8. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, wie Roths Texte durch die metamediale Strukturierung eine tiefere Ebene der Wahrnehmung eröffnen.
Intermedialität, Autofiktion, Patrick Roth, Medienkombination, Narratologie, Metamedialität, Fiktion, Erzähltext, Filmtheorie, Literaturwissenschaft, Autor-Erzähler-Verhältnis, mediale Differenz, Erinnerung, Die amerikanische Fahrt, Medienbiographie.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit dem poetologischen Konzept hinter Patrick Roths Text "Die amerikanische Fahrt" und untersucht, wie der Autor verschiedene Medienformen literarisch miteinander verwebt.
Die zentralen Themen sind Intermedialität, das komplexe Verhältnis von Autobiographie und Fiktion sowie die mediale Reflexion über den Schreibprozess selbst.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie das Struktur- und Organisationsprinzip des Buches auf Metamedialität basiert und wie intermediale Marker dabei als "Beobachtung zweiter Ordnung" fungieren.
Die Autorin kombiniert erzähltheoretische Modelle (nach Genette und Scheffel) mit medienwissenschaftlichen Ansätzen, insbesondere der Medium/Form-Differenz von Niklas Luhmann und der Intermedialitätstheorie von Irina Rajewsky.
Der Hauptteil analysiert die erzählerische Gestaltung, die Unterscheidung von Autor und Erzähler, die Rolle von Erinnerung vs. Erlebnis sowie die spezifische Medienkombination von Literatur, Film und Fotografie.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Intermedialität, Autofiktion, Metamedialität, Medienkombination, Narratologie und das Verhältnis von Autor und Erzähler.
Der Erzähler ist ein "Filmbesessener", dessen Wahrnehmung und Schreibweise stark vom Medium Film geprägt sind; die Filmwelten dienen als Referenzrahmen für seine eigene Identität und Narration.
Der Unterschied liegt laut Arbeit in der materiellen Präsenz: Während ein intermedialer Bezug auf ein anderes Medium verweist, vereint die Medienkombination mehrere Medienmaterialitäten (wie Text und Foto) direkt im Werk.
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