Bachelorarbeit, 2015
86 Seiten, Note: 2
1 Open Data als Ressource im digitalen Zeitalter
1.1 Wirtschaftliches Potential von Open Data
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau und Vorgehensweise
2 Grundlagen zu „Big Open Data“ und „Big Company Value“
2.1 Definition zentraler Begriffe anhand einer Literaturanalyse
2.2 Abgrenzung von Open Data zu Big Data
2.3 Arten, Quellen und Anwendungsbereiche von Open Data
2.4 Einsatzbeispiele aus der Praxis
2.5 Marktanalyse von Open Data-Anbietern
3 Erstellung eines Analyserahmens zur Einordnung von Anwendungsfällen
3.1 Vorgehen bei der Entwicklung des Analyserahmens
3.2 MECE-Bäume zur Problemstrukturierung
3.3 Skalenentwicklung und Gewichtung der Indikatoren
3.4 Achsenwertberechnung mit Beschreibung der Extrema
3.5 Entwicklung und Einordnung beispielhafter Anwendungsfälle
4 Evaluierung des Analyserahmens mit Hilfe einer Expertenbefragung
4.1 Vorgehen und Durchführung der Befragung
4.2 Auswertung der Erkenntnisse
5 Kritische Bewertung von Open Data
5.1 Unternehmerische und akademische Relevanz
5.2 Herausforderungen und Probleme zu Open Data
5.3 Staat, Gesellschaft und Bürger als Gewinner
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Einblick in das Thema Open Data zu vermitteln und ein praktisches Instrument zur Kundenakquise für das Software-Startup ‚One Logic‘ zu entwickeln. Dabei steht die Erstellung eines Analyserahmens im Mittelpunkt, der es ermöglicht, das Potenzial öffentlich zugänglicher Datensätze für spezifische unternehmerische Anwendungsfälle zu bewerten und einzuordnen.
2.2 Abgrenzung von Open Data zu Big Data
Aufbauend zu den Definitionen wird in diesem Kapitel auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Open und Big Data eingegangen. Um die Aspekte der Konzepte Big Data und Open Data nochmals in Erinnerung zu rufen, werden sie in Abbildung 5 als zwei Kreise dargestellt, die eine Schnittmenge in Form von gleichen bzw. ähnlichen Eigenschaften besitzen. Die Überschneidung der zwei Datenarten wird mit ‚Big Open Data’ bezeichnet.
Open und Big Data sind zwei verwandte, aber verschiedenartige Konzepte. Im Gegensatz zu Open Data sind manche Merkmale von Big Data alles andere als offen. Werden in einer Firma Kundendaten erhoben werden diese ausschließlich im Unternehmen verwendet, um interne Prozesse zu optimieren und bessere Marketingmaßnahmen zu entwickeln. Je genauer ein Unternehmen die Bedürfnisse seiner Kunden kennt, desto zielgerichteter können Produkte entworfen und vertrieben werden.
Bevor die Gemeinsamkeiten erläutert werden, wird auf die Unterschiede der beiden Phänomene eingegangen. Offenheit (Open) von Daten beschreibt, wie verfügbar und übertragbar sie sind, wohingegen die Größe (Big) von Daten die Menge und die Komplexität der Datensätze meint. Big Data bezieht sich auf Datensätze, die äußerst voluminös, vielfältig und aktuell sind. Open Data kann oft Big Data sein. Ein Unterschied ist, dass die Datensätze oft kleiner sind. Big Data beschreibt lediglich Datensätze, die eine extreme Größe vorweisen. Open Data ist öffentlich, wohingegen Big Data meistens privat ist. Der Ursprung bzw. die Quelle von Open Data ist zum Großteil die Regierung oder Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung, wobei auch ein kleiner Teil der Nichtregierungsorganisationen und anderen Firmen Daten veröffentlichen. Bei Big Data sind die Datenquellen überaus vielfältig, weshalb sie in strukturierter, semistrukturierter oder unstrukturierter Form vorliegen können.
1 Open Data als Ressource im digitalen Zeitalter: Einführung in die Bedeutung von Daten als wirtschaftliche Schlüsselressource und Vorstellung der Zielsetzung der Arbeit.
2 Grundlagen zu „Big Open Data“ und „Big Company Value“: Detaillierte Definition der Fachbegriffe sowie Abgrenzung der Konzepte Open Data und Big Data anhand ihrer Merkmale.
3 Erstellung eines Analyserahmens zur Einordnung von Anwendungsfällen: Entwicklung einer methodischen Taxonomie zur Bewertung von Datenanwendungsfällen basierend auf MECE-Prinzipien.
4 Evaluierung des Analyserahmens mit Hilfe einer Expertenbefragung: Qualitative Untersuchung und Validierung des entwickelten Schemas durch Experten aus der Praxis.
5 Kritische Bewertung von Open Data: Zusammenfassende Betrachtung der unternehmerischen Relevanz, der Herausforderungen sowie des gesellschaftlichen Nutzens von Open Data.
Open Data, Big Data, Analyserahmen, Business Value, Datenverarbeitung, Datenanalyse, Expertenbefragung, Entscheidungsfindung, Prozessoptimierung, Unternehmensperformance, Datensätze, Innovationsfähigkeit, Wissenstransfer, Wirtschaftsinformatik, Public Sector Information.
Die Arbeit befasst sich mit der Nutzung von Open Data als wirtschaftliche Ressource für Unternehmen und entwickelt einen Analyserahmen, um das Potenzial solcher Daten für konkrete betriebliche Anwendungsfälle messbar zu machen.
Die zentralen Themen sind Open Data, Big Data, die Generierung von Business Value aus Daten (BVdOD) sowie die methodische Strukturierung und Bewertung von Datenanwendungsfällen.
Ziel ist es, ein hilfreiches Instrument zu schaffen, das datenverarbeitende Unternehmen bei der Kundenakquise unterstützt, indem es den potenziellen Mehrwert öffentlich zugänglicher Datensätze für Kunden transparent und anschaulich darstellt.
Die Autorin verwendet eine Literaturanalyse zur Begriffsklärung, das MECE-Prinzip (Mutually Exclusive Collectively Exhaustive) zur Strukturierung des Analyserahmens sowie eine qualitative Expertenbefragung zur Evaluierung der Ergebnisse.
Im Hauptteil werden nach einer theoretischen Fundierung der Begriffe ein Analyserahmen konstruiert, Skalen zur Gewichtung der Indikatoren definiert und beispielhafte Anwendungsfälle (Use Cases) in das Modell eingeordnet.
Die wichtigsten Begriffe sind Open Data, Big Data, Business Value, Datenanalyse, Analyserahmen, Innovationsfähigkeit und Expertenbefragung.
Die Gewichtung erfolgte nach dem Bottom-Up-Ansatz, wobei untergeordnete Aspekte innerhalb der MECE-Strukturbäume in Abhängigkeit von ihrer Relevanz für das jeweilige übergeordnete Ziel gewichtet wurden.
Die Befragung bestätigte die Eignung des Analyserahmens für Kundengespräche, zeigte jedoch, dass die subjektive Einschätzung bei der Gewichtung variieren kann und dass der Aufwand der Datenaufbereitung eine zentrale Herausforderung darstellt.
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