Bachelorarbeit, 2016
82 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Abgrenzung
2 Grundlagen des Insolvenzrechts
2.1 Der Insolvenzbegriff
2.2 Bedeutung und Ziele des Insolvenzverfahrens
2.3 Der rechtliche Rahmen des Insolvenzverfahrens
2.4 Verfahrensbeteiligte
2.4.1 Der Insolvenzschuldner
2.4.2 Das Insolvenzgericht
2.4.3 Die Gläubigergruppen
2.4.4 Der Insolvenzverwalter
2.4.5 Der Treuhänder
2.5 Verfahrensarten der Insolvenzordnung
2.5.1 Abgrenzung des Regelinsolvenzverfahrens von dem Verbraucherinsolvenzverfahren
2.5.2 Besondere Verfahren
3 Die Verfahrensabschnitte im Überblick
3.1 Das Insolvenzverfahren
3.1.1 Das Insolvenzeröffnungsverfahren
3.1.2 Das eröffnete Insolvenzverfahren
3.1.3 Die Beendigung des Verfahrens
3.2 Das Restschuldbefreiungsverfahren
3.2.1 Der Eröffnungsantrag
3.2.2 Ablauf des Restschuldbefreiungsverfahrens
3.2.3 Voraussetzungen für die Erteilung der Restschuldbefreiung
3.2.4 Wirkung der Restschuldbefreiung
4 Die Besteuerung natürlicher Personen im Insolvenzverfahren
4.1 Das Verhältnis von Steuerrecht und Insolvenzrecht
4.2 Veranlagung in der Insolvenz
4.3 Steuerrechtliche Stellung der Beteiligten
4.3.1 Der Insolvenzschuldner
4.3.2 Der Insolvenzverwalter
4.3.3 Der vorläufige Insolvenzverwalter
4.3.4 Der Treuhänder
4.4 Die Ermittlung der festzusetzenden Einkommensteuer
4.4.1 Das einheitliche Einkommen
4.4.2 Ermittlung des zu versteuernden Einkommens
4.4.3 Verlustabzug und Verlustausgleich
4.5 Besteuerung von Ehegatten
4.5.1 Durchführung der Zusammenveranlagung
4.5.2 Durchführung der getrennten Veranlagung
5 Die insolvenzrechtliche Einordung der festgesetzten ESt
5.1 Abzugrenzende insolvenzrechtliche Kategorien
5.1.1 Insolvenzforderung
5.1.2 Masseverbindlichkeit bzw. Masseforderung
5.1.3 Insolvenzfreies Vermögen
5.2 Aufteilung der festgesetzten ESt im Zeitverlauf
5.2.1 Im Jahr der Eröffnung des Insolvenzverfahrens
5.2.2 In den Jahren des laufenden Insolvenzverfahrens
5.2.3 Im Jahr der Einstellung des Insolvenzverfahrens
5.2.4 Im Jahr der Erteilung der Restschuldbefreiung
5.2.5 Besonderheiten bei der Zusammenveranlagung
5.3 Sonderproblematik der Aufrechnung
5.4 Einkommensteuervorauszahlungen
6 Fazit
Die Arbeit untersucht die komplexen Berührungspunkte zwischen dem Einkommensteuerrecht und dem Insolvenzrecht. Ziel ist es, die steuerliche Behandlung natürlicher Personen im Insolvenz- und Restschuldbefreiungsverfahren zu analysieren, insbesondere im Hinblick auf die Einordnung von Steuerschulden oder Erstattungen in die insolvenzrechtlichen Forderungskategorien.
4.1 Das Verhältnis von Steuerrecht und Insolvenzrecht
Mit der InsO hat der Gesetzgeber die konkursrechtlichen Prinzipien der Konkursordnung übernommen und kein gänzlich neues insolvenzrechtliches System eingeführt. Die ertragsteuerlichen Normen blieben dabei unangetastet. Damit sind die Regelungen des Verhältnisses zwischen dem Insolvenz- und Steuerrechts unvollkommen. Das sog. Insolvenzsteuerrecht bezeichnet das Schnittfeld zwischen Insolvenz- und Steuerrecht, ist selbst aber keine Rechtsmaterie, die in sich geschlossen ist. Bestimmte Teile des Insolvenzrechts agieren mit Teilen des Steuerrechts, wobei sich die beiden Rechtsgebiete nicht wechselseitig beeinflussen oder überlagern. In der Literatur wird der Grundsatz des RFH „Insolvenzrecht geht vor Steuerrecht“ im Zusammenhang mit dem Spannungsfeld der Rechtsgebiete verwendet.
Nach hinreichender Meinung besteht Einigkeit darüber, dass dieser Betrachtung aufgrund der Einseitigkeit nicht zugestimmt werden kann. Die Entstehung eines Steueranspruchs und dessen Höhe bleibt tatsächlich den gesetzlichen Bestimmungen des Steuerrechts vorbehalten. Im Insolvenzverfahren richtet sich die Form und Umfang der Durchsetzung des Steueranspruchs nach dem Insolvenzrecht.
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die rückläufige Insolvenzstatistik und identifiziert die Besteuerung natürlicher Personen als eine nicht umfassend geregelte Schnittstelle im Insolvenzrecht.
2 Grundlagen des Insolvenzrechts: Dieses Kapitel definiert den Insolvenzbegriff, die Ziele des Verfahrens sowie die Rollen der beteiligten Akteure und erläutert die verschiedenen Insolvenzverfahrensarten.
3 Die Verfahrensabschnitte im Überblick: Hier werden die zeitlichen Phasen des Insolvenzverfahrens, vom Eröffnungsantrag über das eigentliche Insolvenzverfahren bis zur Restschuldbefreiung, systematisch dargestellt.
4 Die Besteuerung natürlicher Personen im Insolvenzverfahren: Der Hauptteil analysiert die steuerrechtliche Einordnung von Schuldnern, Verwaltern und Treuhändern sowie die Ermittlung des zu versteuernden Einkommens während der Insolvenz.
5 Die insolvenzrechtliche Einordung der festgesetzten ESt: Dieser Abschnitt behandelt die Klassifizierung von Steuerschulden als Insolvenzforderungen oder Masseverbindlichkeiten und diskutiert Aufteilungsmodelle sowie Sonderproblematiken der Aufrechnung.
6 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass das Insolvenzrecht keine eigenständige Steuergesetzgebung benötigt, sondern die Verzahnung bestehender Normen durch den Insolvenzverwalter in dessen maßgeblicher Rolle gesteuert werden muss.
Insolvenzordnung, Einkommensteuergesetz, Insolvenzmasse, Restschuldbefreiung, Masseverbindlichkeit, Insolvenzforderung, Insolvenzverwalter, Steuersubjekt, Zusammenveranlagung, Steuererklärung, Aufrechnung, Einkommensteuervorauszahlung, Insolvenzverfahren, Einkunftsarten, Steuerfestsetzung.
Die Arbeit analysiert die steuerrechtliche Behandlung von natürlichen Personen, die sich in einem Insolvenz- oder Restschuldbefreiungsverfahren befinden, und deren Schnittstellen zum Steuerrecht.
Die zentralen Felder umfassen die insolvenzrechtlichen Grundlagen, die steuerrechtliche Stellung von Insolvenzverwaltern und Treuhändern sowie die korrekte Zuordnung von Einkommensteueransprüchen in die verschiedenen Insolvenzkategorien.
Das Ziel ist es, Rückschlüsse auf die Besteuerung des Einkommens natürlicher Personen zu ziehen und aufzuzeigen, wie die Verzahnung von Einkommensteuergesetz und Insolvenzordnung Einfluss auf den Ausgang eines Insolvenzverfahrens nimmt.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literatur- und Gesetzesanalyse, die aktuelle insolvenz- und steuerrechtliche Vorschriften sowie relevante BFH-Rechtsprechung kombiniert.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens, der Stellung der Beteiligten im steuerlichen Kontext und den Besonderheiten der Ehegattenbesteuerung in der Insolvenz.
Wichtige Begriffe sind Insolvenzmasse, Masseverbindlichkeit, Insolvenzforderung, Restschuldbefreiung, Insolvenzverwalter, Steuersubjekt und Zusammenveranlagung.
Die Unterscheidung ist für die steuerliche Pflichtenübernahme entscheidend: Nur der "starke" vorläufige Insolvenzverwalter übernimmt als Vermögensverwalter die steuerlichen Pflichten des Schuldners.
Hierzu existieren in der Literatur verschiedene Modelle; meist erfolgt die Aufteilung im Verhältnis der Teileinkünfte, um die insolvenzrechtliche Zuordnung zu den verschiedenen Vermögensmassen abzubilden.
Die Steuerschuld bleibt als unvollkommene Verbindlichkeit bestehen, ist jedoch nicht mehr zwangsweise gegen den Schuldner durchsetzbar.
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