Bachelorarbeit, 2015
94 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Theorie
1.1 Das Konzept der Cultural Media Studies
1.2 Die Funktionen der Medien
1.2.1 Medien als Wissensvermittler
1.2.2 Die Repräsentationsfunktion der Medien
1.2.3 Die Integrationsfunktion der Medien
1.2.4 Die Zeigefunktion der Medien
1.2.5 Die Identitätsfunktion der Medien
1.3 Rassismus in heutigen Diskursen
1.4 Antimuslimischer Rassismus in der deutschen Gesellschaft
1.4.1 Merkmale von antimuslimischen Diskursen
1.4.2 Effekte und Funktionen von antimuslimischen Diskursen
1.5 Forschungsstand zu Migrant_innen in den Medien
1.5.1 Forschungsstand zu Muslim_innen in den Medien
2. Empirische Untersuchung
2.1 Die Forschungsfrage
2.2 Das Untersuchungsinstrument: Die qualitative Inhaltsanalyse
2.3 Materialauswahl und Materialbeschreibung
2.4 Theoriegeleitete Differenzierung und Operationalisierung
2.5 Ablauf der Analyse
3. Ergebnisse der Untersuchung
3.1 Formale Aspekte der Analyseneinheiten
3.2 Markierung der Jugendlichen als „Andere“
3.3 Eigenschaftszuschreibungen und Attribute
3.4 Argumentative Zusammenhänge
4. Diskussion und Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, ob und in welcher Form in der medialen Berichterstattung über Jugendliche mit muslimischem Migrationshintergrund antimuslimischer Rassismus transportiert wird. Durch eine qualitative Inhaltsanalyse von Artikeln aus Regionalzeitungen aus dem Jahr 2015 werden Inhaltsmerkmale, Stereotypisierungen und argumentative Strategien herausgearbeitet, um das medial konstruierte Bild dieser Jugendlichen zu erfassen.
1.1 Das Konzept der Cultural Media Studies
Das Konzept der Cultural Media Studies bildet die Grundlage für weitere theoretische Überlegungen zu Rassismus und die Betrachtung der Bedeutungsfunktionen der Medien. Hinter diesem Begriff verbirgt sich ein trans- und interdisziplinäres Theoriekonzept zur „Analyse kultureller Praxen als Ausdruck gesellschaftlicher Machtstrukturen“ (Lünenborg 2005: 46). Im besonderen Fokus stehen die Wechselwirkungen zwischen Macht, Medien und Kultur. Den Medien wird dabei eine entscheidende Rolle bei der Etablierung und der Stabilisierung von hegemonialen Machtverhältnissen zugewiesen.
Dabei geht der Ansatz der Cultural Media Studies von einem radikalen Konstruktivismus im Verhältnis zwischen Medientext und Wirklichkeit aus (vgl. Lünenborg 2012: 48). Aufgrund dieser Annahme kommt den Medien in der Bedeutungsproduktion der sozialen Wirklichkeit eine entscheidende Rolle zu. Stuart Hall verweist auf den „konstruktivistischen Ansatz von Repräsentationen“ (Hall 1997: 15), die auch durch Medien geschaffen werden. Repräsentationen entsprechen dabei jeglicher Wirklichkeitskonstruktion, bei der „das Signifikant nicht gleich dem Signifikat“ ist (vgl. Hall 1997: 61).
Als ein Repräsentationsprozess gilt beispielsweise das „Othering“, bei dem aktiv ein Fremd- oder Feindbild durch bestimmte Repräsentationen geschaffen und konstruiert wird. Eng verzahnt sieht Hall die Repräsentation eines „Anderen“ mit der Konstruktion der eigenen kollektiven Identität. Da es in der weiteren Analyse um diese Repräsentationen des Anderen, des Selbst und ihren Zusammenhang zum Rassismus gehen soll, lohnt eine genauere Betrachtung.
1. Theorie: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, insbesondere das Konzept der Cultural Media Studies, die Funktionen der Medien, Rassismus-Diskurse sowie den Forschungsstand zur Darstellung von Muslim_innen in den Medien.
2. Empirische Untersuchung: Hier wird die Methodik der qualitativen Inhaltsanalyse dargelegt, inklusive der Materialauswahl von 24 Zeitungsartikeln aus dem Jahr 2015 sowie der Operationalisierung der Forschungsfrage durch ein Kategoriensystem.
3. Ergebnisse der Untersuchung: Dieses Kapitel präsentiert die Analyseergebnisse, unterteilt in formale Aspekte der Artikel, die Markierung der Jugendlichen als „Andere“, sowie die Identifizierung von Eigenschaftszuschreibungen und argumentativen Zusammenhängen.
4. Diskussion und Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die antimuslimischen Tendenzen in der Berichterstattung und reflektiert die Rolle der Medien bei der gesellschaftlichen Konstruktion und Stigmatisierung der untersuchten Jugendgruppe.
Antimuslimischer Rassismus, Cultural Media Studies, Qualitative Inhaltsanalyse, Medienberichterstattung, Jugendliche, Migration, Islam, Othering, Stereotypisierung, Kulturalisierung, Diskursanalyse, Integration, Medienmacht, Fremdbild, Identitätskonstruktion.
Die Bachelorarbeit analysiert die mediale Berichterstattung über Jugendliche mit muslimischem Migrationshintergrund in deutschen Regionalzeitungen des Jahres 2015.
Die Arbeit behandelt die mediale Konstruktion von Jugendlichen als „Andere“, antimuslimische Rassismustendenzen, Funktionen der Medien in Inklusions- und Exklusionsprozessen sowie die Kulturalisierung von gesellschaftlichen Problemen.
Die Forschungsfrage lautet: „Wird in der Berichterstattung über muslimische und muslimisierte Jugendliche antimuslimischer Rassismus transportiert und in welcher Form kommt dieser zum Ausdruck?“
Die Autorin wendete eine qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring an, um die 24 ausgewählten Zeitungsartikel theoriegeleitet zu untersuchen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Medien, Rassismus und Migration sowie einen empirischen Teil, in dem Artikel nach verschiedenen Kategorien wie Markierung, Eigenschaftszuschreibungen und Argumentationsstrategien ausgewertet werden.
Antimuslimischer Rassismus, Cultural Media Studies, Qualitative Inhaltsanalyse, Migration, Identitätskonstruktion, Othering, Kulturalisierung.
Die Markierung erfolgt explizit durch Begriffe wie „Migranten“ oder „Muslime“ oder implizit durch den Kontext, etwa bei der Thematisierung von Radikalisierung, oder durch türkisch klingende Namen.
Die Analyse zeigt, dass Probleme der Jugendlichen oft auf den Islam oder die „muslimische Kultur“ zurückgeführt werden, wobei soziale, ökonomische oder psychologische Faktoren teilweise ausgeblendet oder abgewertet werden.
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