Masterarbeit, 2016
110 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Aufbau und Zielsetzung der Arbeit
2. Personalmarketing
2.1. Begriffsdefinition
2.2 Employer Branding
2.3 Personalmarketing in der Bundeswehr
2.4 Studien zur Zufriedenheit junger Berufstätiger
2.5 Attraktivität des Arbeitgebers Bundeswehr
2.6 Rückschlüsse aus Interviews und Fallstudien
3. Social Media
3.1 Entwicklung von Social Media
3.2 Plattformen und Technologien
3.3 Anwendungsmöglichkeiten
3.4 Berufsorientierung
3.5 Neuausrichtung des Personalmarketing in der Bundeswehr
3.6 Mittel und Medien des Personalmarketings
4. Chancen und Barrieren im Personalmarketing
4.1 Strategische Ansätze und Handlungsfelder
4.2 Social Media Plattformen
4.2.1 Videoplattformen
4.2.2 Soziale Netzwerke
4.3 Richtlinien zum sicheren Umgang im Internet
4.4 Social Media Instrumente im Bereich der Bundeswehr
5. Empirischer Teil: Erforschung von Nutzerverhalten
5.1 Forschungsweise / Aufbau des Fragebogens
5.2 Auswertung des Fragebogens / Hypothesenüberprüfung
5.3 Resümee der Auswertung
6. Diskussion und Handlungsleitfaden
7. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht, wie potenzielle Bewerber für die militärische Laufbahn der Bundeswehr Social Media für ihre Berufsorientierung nutzen und welche Implikationen sich daraus für die Gestaltung von Personalmarketing-Maßnahmen ergeben. Dabei werden theoretische Grundlagen mit einer empirischen Nutzeranalyse verknüpft, um praxisnahe Handlungsleitfäden für den öffentlichen Dienst zu entwickeln.
3.1 Entwicklung von Social Media
Wie in Kapitel 1.1 (Aufbau und Zielsetzung der Arbeit ) bereits erwähnt wurde, beschäftigt sich die Arbeit mit der Frage, wie die Bereiche Personalmarketing und Social Media miteinander interagieren. Daher soll eine kurze Übersicht darüber erfolgen, was unter Social Media verstanden wird und wie sich dieses Feld entwickelt hat. Des Weiteren wird veranschaulicht, welche Plattformen und Anwendungsmöglichkeiten in diesem Bereich bestehen.
Bevor von Social Media gesprochen wurde, entwickelte sich die Begrifflichkeit des „Web 2.0“. Der Grundstein für diesen Begriff wurde im Jahr 2004 von Dougherty und Cline76 gelegt, welche im Rahmen der Planung einer Konferenz eine Bezeichnung für die Veränderungen suchten, die das Internet zu dieser Zeit durchlief. Daraufhin entstand die erste und seitdem jährlich stattfindende „Web 2.0 Conference“ in Kalifornien77. Mit dem Artikel „What is Web 2.0?“ von Tim O’Reilly, über die Veränderungen im Internet78, festigte sich der Begriff durch einen Artikel im September 2005. Er beschrieb darin die grundlegenden Eigenschaften des Web 2.0: „das Internet als Plattform, die Nutzung der kollektiven Intelligenz, Daten-getriebene Anwendungen, die beliebige Kombinierbarkeit von Komponenten oder ganzen Anwendungen, Plattform- und Geräteunabhängigkeit, umfassende Anwenderfreundlichkeit und Einfachheit“79. Dabei dient das Internet nicht mehr nur der eindimensionalen Verbreitung von statischen Inhalten80, sondern wandelt sich immer mehr zu einer Plattform, in welcher jeder aktive Nutzer über verschiedene Kommunikations- und Informationsdienstleistungen mit anderen Nutzern interagieren kann. Das Web 2.0 kann als die technische und damit auch ideologische Grundlage für die Entstehung von Social Media betrachtet werden. Andreas M. Kaplan und Michael Haenlein definierten Social Media als „eine Gruppe von Internetanwendungen, die auf den technologischen und ideologischen Grundlagen des Web 2.0 aufbauen und die Herstellung und den Austausch von User Generated Content ermöglichen“81.
1. Einleitung: Beleuchtung des demografischen Wandels und dessen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sowie die Notwendigkeit von Personalmarketing bei der Bundeswehr.
2. Personalmarketing: Theoretische Auseinandersetzung mit Personalmarketing, Employer Branding und der spezifischen Situation bei der Bundeswehr im Hinblick auf Zufriedenheit und Attraktivität.
3. Social Media: Erläuterung der Entwicklung, Technologien und der Bedeutung von Social Media als Instrument für Berufsorientierung und Personalmarketing.
4. Chancen und Barrieren im Personalmarketing: Analyse strategischer Ansätze in Social Media Plattformen und Betrachtung von Risiken und Guidelines.
5. Empirischer Teil: Erforschung von Nutzerverhalten: Darstellung der Methodik und Durchführung einer Nutzerbefragung zur Social-Media-Nutzung von potenziellen Bewerbern sowie Überprüfung von Hypothesen.
6. Diskussion und Handlungsleitfaden: Zusammenführung der Ergebnisse in konkrete Empfehlungen zur Optimierung des Personalmarketings unter Einbeziehung des Bundeswehrpersonals.
7. Zusammenfassung: Abschließender Überblick über die Kernergebnisse und die Bestätigung der Hypothesen sowie der Handlungsbedarf für die Zukunft.
Personalmarketing, Bundeswehr, Social Media, Web 2.0, Employer Branding, Berufsorientierung, User Generated Content, demografischer Wandel, Personalbeschaffung, Nutzerverhalten, Karriere, Nachwuchsgewinnung, Facebook, YouTube, Hypothesenanalyse
Die Arbeit analysiert, wie die Bundeswehr als Arbeitgeber soziale Medien nutzen kann, um die Generation der "Young Professionals" bei ihrer Berufsorientierung zu erreichen und als potenzielle Arbeitgebermarke wahrgenommen zu werden.
Die zentralen Themen sind das Personalmarketing im öffentlichen Dienst, die Funktionsweise und Relevanz von Social-Media-Plattformen sowie der psychologische Prozess der Berufsorientierung junger Erwachsener.
Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Online-Nutzungsverhalten der Zielgruppe zu gewinnen, um daraus wirksame und authentische Personalmarketing-Maßnahmen für die Bundeswehr abzuleiten.
Neben einer umfangreichen Literaturanalyse zum theoretischen Rahmen wurde ein empirischer Teil mit einer standardisierten Fragebogenaktion durchgeführt, um das Verhalten von Bewerbern im Karrierecenter München zu untersuchen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse von Personalmarketing-Modellen (AIDA-Stufenmodell) und deren Übertragung auf die digitale Welt, gefolgt von einer detaillierten Auswertung empirischer Daten über die Social-Media-Präferenz von Bewerbern.
Besonders prägend sind die Begriffe "Employer Branding", "User Generated Content", "Berufsorientierung" und "Personalmarketingzyklus".
Die Studie zeigt, dass XING primär von erfahrenen Fachkräften und für geschäftliche Netzwerkkontakte genutzt wird, während die untersuchten jungen Berufseinsteiger Plattformen wie Facebook oder YouTube für ihre berufliche Orientierung bevorzugen.
Der Autor empfiehlt, Skepsis abzulegen und Mitarbeiter als aktive Multiplikatoren zu ermutigen, positiv über den Arbeitgeber zu berichten, sofern dies durch klare Social Media Guidelines flankiert wird.
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