Bachelorarbeit, 2013
44 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Camus und der Existenzialismus
3 Grundbegriffe: Der Mythos des Sisyphos
3.1 Der Selbstmord
3.2 Die Hoffnung
3.3 Das Absurde
3.3.1 Die Metaphysik
3.3.2 Die Authentizität
3.3.3 Die Revolte
3.3.4 Die Freiheit
3.3.5 Die Leidenschaft
3.3.6 Schlussfolgerungen
4 Der Fall
4.1 Johannes Clamans: Lebenskonzept
4.1.1 Johannes Clamans: Der Rechtsanwalt
4.1.2 Die Begegnung mit dem Absurden
4.1.3 Johannes Clamans: Der Buß-Richer
4.2 Ist Clamans' Lebenskonzept eine Form, das Leben zu akzeptieren?
5 Der glückliche Tod
5.1 Patrice Mersault: Lebenskonzept
5.1.1 Mersaults' Lebenskonzept in Der natürliche Tod
5.1.2 Mersaults' Lebenskonzept in Der bewußte Tod
5.2 Ist Mersaults Lebenskonzept eine Form, das Leben zu akzeptieren?
6 Gegenüberstellung der Lebenskonzepte
7 Fazit
Die Arbeit untersucht, wie die Romanfiguren Johannes Clamans und Patrice Mersault in den Werken von Albert Camus mit dem Gefühl des Absurden umgehen und ob ihre jeweiligen Lebenskonzepte eine bejahende Akzeptanz der menschlichen Existenz darstellen.
3.3 Das Absurde
Der Begriff des Absurden wurde schon mehrfach erwähnt, jedoch ohne genauer erklärt zu werden. Die Erklärung folgt jetzt. Das Absurde ist der Ausgangspunkt der Lebensphilosophie von Camus. Vor diesem Gefühl kann der Mensch in den Tod oder die Hoffnung entfliehen. Für Camus sind das jedoch keine Optionen. Er gibt zu, dass sie das Absurde auf ihre Weise aufheben, „weiß aber, daß das Absurde, um sich zu behaupten, sich nicht auflösen darf“ (Camus 1995, 49). Er erkennt die Absurdität des Lebens an. Das Anerkennen ist die einzige Möglichkeit, ihr nicht auszuweichen.
Was ist aber das Absurde? „Das Absurde ist die Kehrseite der Illusion, dass der Mensch im Mittelpunkt der Welt stehe und diese Welt in irgendeiner Weise für ihn gemacht oder um ihn besorgt sei“ (Richez 2013, 75), heißt es kurz und prägnant im philosophie MAGAZIN. Dieses Gefühl „kann einen beliebigen Menschen an einer beliebigen Straßenecke anspringen“ (Camus 1995, 15).
Das erste Anzeichen dieses Gefühls sei es wirklich nichts zu denken. Gelangt der Mensch bei der Beantwortung der Frage, ob er nichts denkt zu ebendiesem Ergebnis, so „stellt [diese Antwort] den sonderbaren Seelenzustand dar, in dem die Leere beredt wird, die Kette alltäglicher Gebärden zerrissen ist und das Herz vergeblich das Glied sucht, das sie wieder zusammenfügt" (ebd. 16). In diesem Zustand fragt sich der Mensch, warum er sich überhaupt in einem solchen befindet. Er wird ihm überdrüssig. „Mit diesem Überdruß, in den sich Erstaunen mischt, fängt alles an. [...] Der Überdruß ist das Ende eines menschlichen Lebens, gleichzeitig aber auch der Anfang einer Bewußtseinsregung“ (ebd. 16). Mit dieser Bewusstseinsregung beginnt die Auflehnung gegen die Absurdität des Lebens. So gewinnt das Leben wieder an Wert, denn „nur durch das Bewußtsein hat etwas Wert“ (Camus 1995, 17).
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Philosophie von Albert Camus ein und skizziert die methodische Untersuchung seiner Romane Der Fall und Der glückliche Tod.
2 Camus und der Existenzialismus: Dieses Kapitel klärt das Verhältnis von Camus zum Existenzialismus und grenzt seine Philosophie von anderen Strömungen ab.
3 Grundbegriffe: Der Mythos des Sisyphos: Hier werden die zentralen philosophischen Konzepte wie das Absurde, der Selbstmord und die Revolte als theoretische Basis für die Textanalyse erläutert.
4 Der Fall: Das Kapitel analysiert Johannes Clamans, seinen Wandel vom Rechtsanwalt zum Buß-Richter und dessen Lebenskonzept.
5 Der glückliche Tod: Die Untersuchung von Patrice Mersault konzentriert sich auf seinen Weg zum bewussten Leben durch den Mord an Zagreus.
6 Gegenüberstellung der Lebenskonzepte: Hier werden Clamans und Mersault direkt miteinander verglichen, um ihre unterschiedlichen Reaktionen auf die Konfrontation mit dem Absurden aufzuzeigen.
7 Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass nur Mersault das Leben als absurd-bewusster Mensch akzeptiert, während Clamans an seiner Suche nach einer absoluten Ordnung scheitert.
Albert Camus, Existenzialismus, Das Absurde, Der Mythos des Sisyphos, Der Fall, Der glückliche Tod, Johannes Clamans, Patrice Mersault, Revolte, Freiheit, Lebenskonzept, Sinnsuche, Existenz, Selbstmord, Leidenschaft.
Die Bachelorarbeit untersucht die Lebenskonzepte zweier Protagonisten aus den Romanen von Albert Camus, um festzustellen, wie diese ihre Existenz gestalten und ob sie das Leben bejahen.
Im Mittelpunkt stehen die philosophischen Konzepte des Absurden, der Freiheit, der menschlichen Autonomie und die Frage nach dem Sinn des Lebens im Existenzialismus.
Das Ziel ist es, durch die Anwendung der Camus'schen Grundbegriffe auf die Romanfiguren zu analysieren, ob deren Lebensentwürfe eine Form der Akzeptanz des absurden Lebens darstellen.
Es erfolgt eine textanalytische Deskription der Romane, gefolgt von einer philosophischen Analyse basierend auf dem Essay Der Mythos des Sisyphos.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Begriffe, die detaillierte Analyse der Lebensläufe von Johannes Clamans und Patrice Mersault sowie deren vergleichende Gegenüberstellung.
Die wichtigsten Begriffe sind Albert Camus, Das Absurde, Existenzialismus, Lebenskonzept, Revolte, Freiheit, sowie die Romanfiguren Clamans und Mersault.
Während Clamans versucht, vor der Absurdität in eine künstliche Ordnung und Schuld-Moral zu flüchten, wählt Mersault die bewusste Akzeptanz und gestaltet sein Leben als Kunstwerk in Freiheit.
Für Camus ist der Tod der Ausgangspunkt für das Verständnis der Endlichkeit; während Clamans den Tod als Ausweg sucht, zieht Mersault aus der Bewusstheit des eigenen Endes die Energie für sein intensives Leben.
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