Bachelorarbeit, 2016
45 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
2. Theorieteil
2.1. Grundlagen des Fachsprachenbegriffs
2.1.1. Ganzheitliche Betrachtung von Fachsprache bzw. Fachtexten
2.1.2 Eingrenzung des Fachsprachenbegriffs
2.1.3. Fachsprache und Gemeinsprache
2.1.4. Fachsprache als Varietät der Gesamtsprache
2.2. Klassifizierung von Fachsprachen
2.2.1. Horizontale Schichtung der Fachsprachen
2.2.2 Vertikale Schichtung von Fachsprachen
2.3. Historischer Überblick von Sportsprache
2.4. Eingrenzung des Sportsprachenbegriffs
2.4.1. Definition des Begriffs „Sport“
2.4.2. Definition von „Sportsprache“
2.4.3. Sportsprache als Sondersprache?
2.4.4. Zusammenfassung
3. Methode
4. Empirischer Teil
4.1. Der Sport und die Linguistik
4.2. Sprachwandel und Sprachkontakte
4.3. Lexikalische Beeinflussungen der deutschen Sportsprache
4.4. Entlehnungen in der deutschen Tennissprache
4.4.1. Historischer Hintergrund
4.4.2. Untersuchung zum Sprachgebrauch von Tennisspielern
4.4.2.1. Äußeres Lehngut
4.4.2.2. Inneres Lehngut
4.4.2.2.1. Lehnbedeutung
4.4.2.2.2. Lehnübersetzung
4.4.2.2.3. Lehnübertragung
4.4.2.2.4. Lehnwendung
4.4.3. Ergebnisse
5. Schluss
5.1. Zusammenfassung
5.2. Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Bedeutung und Rolle der Sportsprache innerhalb der Fachsprachenforschung. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie sich Sportsprache als Fach- oder Sondersprache definieren lässt und welche Mechanismen der lexikalischen Entlehnung, vornehmlich aus dem Englischen, das Sportvokabular im Deutschen prägen.
4.4.2.1. Äußeres Lehngut
Lehnwörter lassen sich durch ihre Zugehörigkeit zum äußeren bzw. inneren Lehngut kennzeichnen. Diese Unterscheidung lässt sich auf den Grad der Anpassung der jeweiligen Entlehnung an die deutsche Sprache zurückführen.
Ein äußeres Lehngut lässt darauf schließen, dass das Fremdwort unadaptiert in die deutsche Sprache übergenommen wurde. Die morphologische bzw. phonemische Form wird beibehalten, abgesehen von der Großschreibung der Substantive, auch orthographisch nicht an das Deutsche angepasst.
Vorteile einer Übernahme eines äußeren Lehngutes im Tennis sind zum einen die leichte und handliche Aussprache und zum anderen die Schwierigkeit dafür eine treffende deutsche Entsprechung zu finden. Zu dieser Gruppe der Entlehnungen zählen:
Advantage m.: unmittelbar gewonnener Ball nach dem Einstand.
Break m./n.: Gewinn eines Spiels bei gegnerischem Aufschlag. Das abgeleitete Verb ist breaken. Häufig wird das Nomen mit einem anderen Lehnwort zusammengesetzt wie in Tiebreak (ein kleines Match auf sieben Punkte beim Spielstand von 6:6 innerhalb eines Satzes), Breakpoint (Punkt, mit dem ein Break erzielt werden könnte), Breakchance (Möglichkeit für ein Break) und Rebreak (Break, das der Spieler direkt nach einem gegnerischen Break erzielt).
1. Einleitung: Einführung in das Thema als dominierendes gesellschaftliches Phänomen und Darlegung der Bedeutung der sportlichen Terminologie für die Alltagssprache.
2. Theorieteil: Theoretische Herleitung und Definition von Fach- und Sondersprachen sowie deren spezifische Anwendung auf den Begriff der Sportsprache.
3. Methode: Erläuterung des methodischen Vorgehens, basierend auf einer Literaturrecherche zur Begriffsbestimmung und linguistischen Einordnung der Sportsprache.
4. Empirischer Teil: Analyse der linguistischen Aspekte im Sport, mit einem Schwerpunkt auf Sprachwandel, Anglizismen und einer detaillierten Fallstudie zur Tennissprache.
5. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse zur Bedeutung der Sportsprache in der Fachsprachenforschung sowie ein Ausblick auf künftige Forschungsnotwendigkeiten.
Sportsprache, Fachsprache, Sondersprache, Anglizismen, Lehnwörter, Sport, Linguistik, Tennis, Fachsprachenforschung, Sprachwandel, Terminologie, Sportberichterstattung, Fremdwörter, Wortschatz, Sportnomenklatur
Die Arbeit untersucht die linguistischen Besonderheiten der Sprache im Sport und beleuchtet deren Status als Fach- oder Sondersprache.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Fachsprachentheorien, die historische Entwicklung der Sportsprache sowie die Analyse lexikalischer Einflüsse durch andere Sprachen.
Das primäre Ziel ist es, die Rolle und Bedeutung der Sportsprache innerhalb der Fachsprachenforschung wissenschaftlich zu analysieren und deren Einordnung zu klären.
Es wird eine umfassende Literatur-Recherche durchgeführt, ergänzt durch die Auswertung von Quellen zur Sprachgebrauchsuntersuchung, insbesondere im Tennissport.
Der Hauptteil gliedert sich in einen Theorieteil zur Definition von Fachsprachen und einen empirischen Teil, der den Einfluss von Anglizismen anhand von Fallbeispielen untersucht.
Die zentralen Schlagworte sind Sportsprache, Fachsprache, Sondersprache, Anglizismen, Sportnomenklatur und Sprachwandel.
Tennis weist eine besonders hohe Dichte an englischsprachigen Entlehnungen auf, was es zu einem idealen Beispiel für die Untersuchung von Lehnprozessen macht.
Äußeres Lehngut wird weitgehend unadaptiert übernommen, während inneres Lehngut an das morphologisch-phonologische System der Zielsprache angepasst wird.
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