Diplomarbeit, 2004
117 Seiten, Note: 1,3
I. Einleitung
II. Grundlagen des Supply Chain Managements
1. SCM als unternehmensübergreifender Optimierungsansatz
1.1 Historischer Ablauf
1.2 Begriffliche Bestimmungen
2. Prozesse im Supply Chain Management
3. Prozessgetriebene SCM - Ansätze
3.1 Just In Time
3.2 Quick Response
3.3 Efficient Consumer Response
3.4 Continuous Replenishment
3.5 Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment
4. Technologiegetriebene SCM – Ansätze
4.1 SCM – Systeme
4.2 Elektronische Marktplätze
4.3 Workflow – Management – Systeme
4.4 Multi – Agenten – Systeme
III. Grundlagen der Agententechnologie
1. Verteilte Künstliche Intelligenz
1.1 Agentenbegriff bei der Verteilten Planung
1.2 Agentenbegriff bei der Planerstellung für verteilte Ausführung
1.3 Agentenbegriff bei der Planausführung in verteilten Systemen
1.4 Agentenbegriff innerhalb von Betriebssystemen
2. Softwareagent: Begriffsdefinition und Eigenschaften
3. MAS – Begriff und Eigenschaften
3.1 Definition
3.2 Anforderungen an Multi – Agenten – Systeme
3.3 Typische Einsatzgebiete von Multi – Agenten – Systemen
3.4 Systemarchitekturen innerhalb der Multi – Agenten – Systeme
3.4.1 Blackboardsysteme
3.4.2 Kontraktnetzsysteme
3.5 Vergleich der Modellierungselemente
IV. CoagenS – Lernfähige Produktionsnetzwerke der Serienfertigung
1. Konzept
1.1 Allgemeine Darstellung
1.2 Ausgangssituation – Charakteristika
1.3 Konzeption des Systems
2. Aufbau des Multi – Agenten – Systems
2.1 Modellierung von Produktionsnetzwerken
2.2 Interner Aufbau der Agenten
2.2.1 Netzwerkkomponente
2.2.2 Zielkomponente
2.2.3 Planungskomponente
2.2.4 Lenkungskomponente
2.2.5 Koordinationskomponente
3. Funktionsweise des CoagenS
3.1 Konzept des Abrufs von Sekundärbedarfen
3.2 Kommunikationsstruktur zwischen den Supply – Chain – Partnern
3.3 Optimierte Bedarfsanmeldung
3.4 Fazit CoagenS
4. Pavone CoagenS
4.1 Pavone CoagenS SCM – Software
4.2 Pavone CoagenS Architektur
4.2.1 CoagenS COM
4.2.2 CoagenS OPT
4.2.3 CoagenS CRM
5. Ausblick
V. Agentengestützte Auftragsüberwachung in Supply Chains
1. Problemstellung
2. Dezentrales Tracking und Tracing
3. Auftrag und Auftragsstatus
4. Konzept des Multi – Agenten – Systems zur zwischenbetrieblichen Auftragsüberwachung
4.1 Agentenarchitektur
4.1.1 Diskursagent
4.1.2 Koordinationsagent
4.1.3 Beobachtungsagent
4.1.4 Notaragent
4.2 Funktionalität des agentenbasierten T&T - Systems
4.3 Interaktion zwischen Softwareagenten
4.3.1 Agentenkommunikationssprachen
4.3.2 Inhalte der Agentenkommunikation
4.4 Funktionalität der Softwareagenten
4.4.1 Datenherkunft (intern)
4.4.2 Erstellung des Informationsprodukts „Auftragsstatus“
4.4.3 Umsetzung der betrieblichen Informationspolitik durch Softwareagenten
5. Erweiterungspotential
VI. Multi – Agenten – System zur Transportsteuerung
1. MFERT - Agenten als Beschreibungsmodell für Szenarien im spurgeführten Verkehr
1.1 MFERT – Konzept
1.2 Komponenten von MFERT – Agenten
2. Ablauf der Verkehrssteuerung im MFERT – Agenten – Modell
2.1 Detaillierte Beschreibung des Modells
2.1.1 Angebotsrechnung
2.1.2 Bedarfsrechnung
2.2 Architektur des Multi – Agenten – Systems
2.3 Gesamtablauf zur Verkehrsdisposition
3. Anwendungsszenarien / Ausblick
VII. Kollaborative Agenten im Supply Chain Management
1. Unternehmensnetzwerke als Einsatzmöglichkeit von MAS
1.1 Supply Chain Operations Reference – Modell
1.2 Anforderungen an kollaborative Agenten und MAS
1.3 Aufgaben der Agenten in Unternehmensnetzwerken
2. GAIA als Ansatz zur Analyse und Entwurf von kollaborativen Multi – Agenten – Systemen
2.1 Das GAIA Konzept
2.1.1 Analyse
2.1.2 Design
2.1.3 Implementierung
2.2 Bewertung des GAIA Konzeptes
3. Fallstudie einer Kollaboration
VIII. Bewertung beim Einsatz von Multi – Agenten – Systemen
1. Sicherheitsaspekt
2. Akzeptanz der Agententechnologie
2.1 Standardisierung
2.1.1 FIPA - Standard
2.1.2 Enterprise Agents
2.2 Transparenz
2.2.1 Adaptation
2.2.2 Domänenmodellierung
2.2.3 Individualisierung
IX. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Multi-Agenten-Systemen (MAS) zur Koordination und Optimierung von Wertschöpfungsketten im Supply Chain Management, wobei insbesondere Chancen, Risiken sowie innovative Einsatzmöglichkeiten in Produktionsnetzwerken beleuchtet werden.
3.4.1 Blackboardsysteme
Die Architektur der Blackboardsysteme beinhaltet die Grundidee des „Schwarzen Brettes“. Dabei werden die Informationen auf einem zentralen Medium, dem Blackboard, abgelegt und für alle Agenten zugänglich gemacht. Der Vorteil dieses Systems besteht im einfachen Aufbau, die Agenten kommunizieren lediglich über das Blackboard, nachteilig wirkt sich dabei aus, dass die Agenten aus allen Einträgen, die für sie wichtigen Informationen herausfiltern müssen. Außerdem werden alle Informationen zentral gesammelt, kommt es hier zu Störungen, wirkt sich das auf das ganze System aus.
I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Komplexität der Supply Chain Management Aufgaben ein und stellt Multi-Agenten-Systeme als innovativen Lösungsansatz vor.
II. Grundlagen des Supply Chain Managements: Es werden die begrifflichen Grundlagen sowie verschiedene prozess- und technologiegetriebene SCM-Konzepte detailliert erläutert.
III. Grundlagen der Agententechnologie: Dieses Kapitel definiert Softwareagenten sowie Multi-Agenten-Systeme und erörtert deren Eigenschaften, Anforderungen und Systemarchitekturen.
IV. CoagenS – Lernfähige Produktionsnetzwerke der Serienfertigung: Hier wird das Verbundprojekt CoagenS als konkreter Lösungsansatz für eine überbetriebliche Optimierung mittels lernfähiger Agenten vorgestellt.
V. Agentengestützte Auftragsüberwachung in Supply Chains: Das Kapitel behandelt Konzepte für Tracking und Tracing, um Informationsdefizite durch agentenbasierte Auftragsüberwachung abzubauen.
VI. Multi – Agenten – System zur Transportsteuerung: Es wird die Anwendung von Agenten für die Verkehrsdisposition in spurgeführten Systemen anhand des MFERT-Modells aufgezeigt.
VII. Kollaborative Agenten im Supply Chain Management: Dieses Kapitel diskutiert Unternehmensnetzwerke als Einsatzszenario und führt die GAIA-Methode zur Analyse und zum Entwurf kollaborativer Systeme ein.
VIII. Bewertung beim Einsatz von Multi – Agenten – Systemen: Abschließend werden Sicherheitsaspekte, Akzeptanzfragen und die Notwendigkeit von Standardisierungen kritisch bewertet.
IX. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Potenziale von Multi-Agenten-Systemen zusammen und diskutiert die zukünftigen Herausforderungen ihrer Implementierung.
Supply Chain Management, Multi-Agenten-Systeme, Softwareagenten, Produktionsnetzwerke, CoagenS, Auftragsüberwachung, Tracking und Tracing, MFERT-Modell, Transportsteuerung, Kollaborative Agenten, GAIA-Methode, Agentenarchitektur, Prozessteuerung, industrielle Serienfertigung, Informationslogistik.
Die Arbeit analysiert den Einsatz von Multi-Agenten-Systemen (MAS) zur Koordination und Optimierung von Wertschöpfungsprozessen innerhalb von Supply Chains.
Die zentralen Felder umfassen die Grundlagen der Agententechnologie, deren Anwendung in Produktions- und Logistiknetzwerken, die Entwicklung von Architekturen für die Auftragsüberwachung sowie methodische Ansätze zur Modellierung solcher Systeme.
Das Ziel ist es, innovative Einsatzpotenziale für Multi-Agenten-Systeme aufzuzeigen und dabei die Chancen, Risiken sowie die technischen Anforderungen für eine praktische Anwendung im Supply Chain Management zu bewerten.
Die Arbeit kombiniert theoretische Grundlagen aus der Informatik (KI, Agententechnologie) mit betriebswirtschaftlichen SCM-Konzepten und stellt praktische Lösungsansätze wie das CoagenS-Projekt oder die GAIA-Entwurfsmethode vor.
Im Hauptteil werden spezifische Anwendungen wie die lernfähige Produktionsplanung, die dezentrale Auftragsüberwachung (Tracking und Tracing) sowie komplexe Verkehrsdispositionen (MFERT-Modell) detailliert beschrieben.
Wichtige Begriffe sind Agentenautonomie, Interoperabilität, dezentrale Planung, Wertschöpfungsketten-Optimierung und Standardisierung durch FIPA.
CoagenS ermöglicht eine überbetriebliche Optimierung zwischen Lieferant, Spediteur und Kunde, indem es "lernfähige" Agenten in Produktionsnetzwerken einsetzt, die situativ auf Änderungen reagieren können.
GAIA dient als standardisierte Entwurfsmethodik, um agentenorientierte Softwarearchitekturen systematisch aus den fachlichen Anforderungen abzuleiten, was die Transparenz und die spätere Implementierung komplexer Systeme erheblich verbessert.
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