Bachelorarbeit, 2016
101 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Rahmenbedingungen
2.1 Stadtwerke: von ihrer Entstehung bis heute
2.2 Kommune: eine Verbindung zu den Stadtwerken
2.3 ÖPNV: die Verflechtung mit den Stadtwerken
2.4 Energiewende: von den 1970er Jahren bis heute
2.5 Rechtsgrundlagen: der Weg zur Energiewende
2.6 Energieerzeugung: die Energieträger bei den Stadtwerken
3 Analysen
3.1 Strategische Grundsatzfragen: ein Gerüst aus Vorgaben
3.1.1 Umwelt- und Klimaschutzziele: das sind die Bedingungen
3.1.2 Versorgungssicherheit: da ist Deutschland vorne
3.1.3 Bezahlbarkeit: wie das zu definieren ist
3.2 Kunden: heutige und zukünftige
3.3 Umwelt: alles um das Stadtwerk herum
3.3.1 Branche: Zusammenarbeit oder Konkurrenzkampf?
3.3.2 Gesetzgeber: Stetigkeit zählt
3.3.3 Lieferanten: speziell und allgemein
3.3.4 Mitarbeiter: Motivation erhalten
3.4 Stadtwerk: ein Unternehmen
3.5 Technologie: der Dreh- und Angelpunkt
3.5.1 Kraft-Wärme-Kopplung: Erhöhung des Wirkungsgrades
3.5.2 Windkraftanlagen: eine alternative Technik?
3.5.3 Photovoltaik: von der Sonne in die Steckdose
3.5.4 Biomasse: wie aus Blumen Licht wird
3.5.5 Geothermie: Energie aus der Erde
3.5.6 Lastenverteilung: denn Versorgungssicherheit geht alle an
4 Optionen
4.1 Technologische Einschätzung von Kraftwerken
4.2 Organisationsentwicklung
4.3 Geschäftsfelder
4.4 Was sind die nächsten Schritte?
5 Fazit
Diese Arbeit untersucht die strategische Neuausrichtung kommunaler Stadtwerke, die eigene konventionelle Energieerzeugungsanlagen betreiben, unter dem Einfluss der Energiewende. Die zentrale Forschungsfrage adressiert die langfristige Existenzsicherung dieser Unternehmen und die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit für Kunden unter Berücksichtigung der neuen energiewirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen.
3.3.1 Branche: Zusammenarbeit oder Konkurrenzkampf?
Die Analyse des Wechselverhaltens der Kunden (siehe Kapitel 3.2) hat gezeigt, dass sich ein ausgeprägter Konkurrenzkampf zwischen den Energieversorgern und auf Stadtwerkeebene im Besonderen nicht lohnen würde, denn die Kunden würden, wenn überhaupt, dann nicht zu einem stadtwerknahen Anbieter wechseln. Eine Möglichkeit, aus diesem Umstand einen positiven Effekt zu ziehen, zeigen Online-Marken wie R(H)EINPOWER, MARK-E oder ENERGIEGUT, bei denen erst auf den zweiten Blick die Verbindung zu einem Stadtwerk auffällt. Jedoch muss die Wechselbereitschaft der Kunden mithilfe der Preisgestaltung gewonnen werden.
Die Alternative zum Konkurrenzkampf ist die Zusammenarbeit. Bei Stadtwerken handelt es sich in der Regel um lokale oder regionale Anbieter, die ihr Versorgungsgebiet sehr gut kennen. Daher liegt es nahe, dass Stadtwerke sich zu Kooperationen zusammenschließen, um Aufgaben zu lösen, die für ein einzelnes Stadtwerk zu komplex wären, ohne dass es zu Wettbewerbsnachteilen für einen der Kooperationspartner kommen würde.
Innerhalb der Energiebranche halten im Jahr 2015 68 % (zum Vergleich: 59 % im Jahr 2014) der Entscheider bei Stadtwerken solche Kooperationen für sinnvoll. 64 % (65 % im Jahr 2014) derselben Gruppe von Befragten sind zudem der Meinung, dass neue Geschäftsfelder einen erheblichen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens leisten könnten.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein, dass Stadtwerke mit eigener konventioneller Erzeugung ihre Strategie aufgrund der Energiewende und der Marktgegebenheiten anpassen müssen.
2 Rahmenbedingungen: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen geklärt, die Historie der Stadtwerke beleuchtet, die Verbindung zur Kommune sowie die rechtlichen und historischen Aspekte der Energiewende dargestellt.
3 Analysen: Hier erfolgt eine detaillierte Untersuchung der strategischen Situation basierend auf den Faktoren Kunden, Umwelt, Unternehmen und Technologie, einschließlich der Analyse von Kraftwerkstechnologien.
4 Optionen: Dieses Kapitel arbeitet strategische Handlungsoptionen für Stadtwerke heraus, darunter technologische Einschätzungen, Organisationsentwicklung und neue Geschäftsfelder wie Elektromobilität.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und betont, dass die erfolgreiche Neuausrichtung von der Anpassung an den Standort und der Nutzung von Fördermöglichkeiten für erneuerbare Energien abhängt.
Stadtwerke, Energiewende, Strategieentwicklung, Energieerzeugung, Versorgungssicherheit, Kommunalwirtschaft, Kraft-Wärme-Kopplung, Erneuerbare Energien, Wettbewerb, Kundenorientierung, Organisationsentwicklung, Geschäftsfelder, Klimaschutzziele, Energiepolitik, Netzstabilität
Die Arbeit analysiert, wie kommunale Stadtwerke, die eigene Energieerzeugungsanlagen besitzen, ihre Strategie angesichts der Herausforderungen durch die Energiewende und den liberalisierten Energiemarkt anpassen können.
Zu den zentralen Themen gehören die strategische Positionierung von Stadtwerken, die Bedeutung des Rechtsrahmens für die Energieversorgung, technologische Möglichkeiten zur Strom- und Wärmeerzeugung sowie die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle zur Existenzsicherung.
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie Stadtwerke ihre Strategie zur langfristigen Existenzsicherung und Versorgungssicherheit anpassen können, während sie ihre eigene Energieerzeugung beibehalten.
Die Arbeit nutzt eine Situations- und Strategieanalyse, fundiert auf Fachliteratur, Wirtschaftsdaten, gesetzlichen Grundlagen und existierenden Managementmodellen (z.B. Balanced Scorecard, Drucker's Fragenkatalog).
Der Hauptteil analysiert die Faktoren Kunden, Umwelt, Unternehmen und Technologie. Zudem werden spezifische Energieerzeugungstechnologien wie Windkraft, Photovoltaik, Biomasse und Geothermie bewertet.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Energiewende, Stadtwerke, Strategieentwicklung, Versorgungssicherheit, Kraft-Wärme-Kopplung und Erneuerbare Energien charakterisiert.
Die Kommune als mehrheitlicher Anteilseigner beeinflusst die strategische Ausrichtung der Stadtwerke stark, beispielsweise durch politische Zielvorgaben oder die Anforderung, Defizite im ÖPNV auszugleichen, was in Konflikt mit marktwirtschaftlichen Anforderungen stehen kann.
Der Autor argumentiert, dass Windkraftanlagen aufgrund ihrer Volatilität (Abhängigkeit vom Wetter), der geringen Vollauslastung und des hohen Flächenbedarfs nicht in der Lage sind, eine zuverlässige und konstante Grundlastversorgung in der Art und Weise zu gewährleisten, wie es für kommunale Stadtwerke erforderlich wäre.
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